Die Studienübersetzung des Neuen Testaments

 

© die-studienuebersetzung-nt@gmail.com                                                              Version: 2019

 

Vorwort        

 

Diese Studienübersetzung wird einstweilen nur digital angeboten. Sie will keine neue deutsche Bibelübersetzung sein, – von denen es schon genug Gute gibt, – sondern dient dem Bibelstudium mit Hilfe des Computers und in Verbindung mit Computer-Bibelprogrammen die einen Strong verschlüsselten Bibeltext anbieten. Sie ist für solche konzipiert, die über keine, oder nur geringe, Griechisch Kenntnisse verfügen aber den griechischen Grundtext möglichst gut verstehen wollen. Schritt für Schritt soll der Leser an den griechischen Grundtext herangeführt werden, – im Gegensatz zu modernen Übersetzungen, die, frei übersetzend, den Grundtext an den Leser heranführen wollen. Damit kann sie als Bindeglied zwischen einer modernen Übersetzung (z.B. Hoffnung für alle, Neue Genfer Übersetzung, revidierte Elberfelder-Bibel, etc.) und dem griechischen Grundtext fungieren. Mit Hilfe eines Standardwörterbuchs (wie z.B.: „Bauer-Aland: Wörterbuch zum Neuen Testament“) und einer Grammatik (z.B.: „Haubeck/Siebenthal: Neuer sprachlicher Schlüssel zum griechischen Neuen Testament“), soll sich der Leser im Laufe der Zeit den griechischen Grundwortschatz und die Grundbedeutung der griechischen Zeitformen einprägen.

Wer schon Griechisch Kenntnisse besitzt, dem sei ein Computer-Bibelprogramm empfohlen, das einen Strong verschlüsselten griechischen Text hat und das „Griechisch-Deutsch Strong Lexikon“ enthält oder importieren kann. Wenn man z.B. im „Interlinear-Scripture-Analyzer“, SOB, CLeVer (oder ähnlichen Programmen) in einem Fenster den strongverschlüsselten griechischen Grundtext geöffnet hat und in einem zweiten Fenster daneben die „Studienübersetzung“, hat man eine ausgezeichnete Plattform für ein intensives Bibelstudium das sich am griechischen Grundtext orientiert. Als drittes Fenster könnte man dann noch die CD-Version des „Neuer sprachlicher Schlüssel zum griechischen Neuen Testament“ installieren, die jedoch kostenpflichtig ist. Damit hat man auch noch einen kurzgefassten, aber ausgezeichneten Grammatik-Kommentar zu jedem Vers.

 

Aufgrund der Überzeugung, dass der Heilige Geist den biblischen Autoren jedes einzelne Wort eingegeben hat („Verbalinspiration“), wurde der griechische Wortschatz konkordant übersetzt, d.h. jedes griechische Wort wurde an allen Stellen wo es vorkommt mit dem gleichen deutschen Wort wiedergegeben, soweit dies angebracht ist, denn manche griechischen Wörter haben zwei oder mehr Hauptbedeutungen und wurden dann dementsprechend mit der jeweiligen Hauptbedeutung übersetzt, die an der betreffenden Bibelstelle zutrifft. Da es aber ebenso offensichtlich ist, dass der Heilige Geist den speziellen Wortschatz der biblischen Autoren und ihren persönlichen Schreibstil in seine Inspiration mit einbezog, wurde, wenn der biblische Autor offensichtlich von der Hauptbedeutung(en) eines Wortes abwich, dieses Wort (oder auch nur ein Wortteil) in der Übersetzung in kursiver Schrift wiedergegeben. Das Gleiche gilt dann, wenn eine griechische Zeitform in der Übersetzung, aus Gründen der Lesbarkeit, mit einer anderen deutschen Zeitform wiedergegeben werden musste. Auf diese Weise kann der Leser sich durch Nachschlagen in einem Wörterbuch oder einer Grammatik ein eigenes Urteil darüber bilden, ob die abweichende Übersetzung gerechtfertigt ist. Die konkordante Übersetzungsmethode wurde allerdings noch nicht konsequent bei den kleineren Partikeln und Präpositionen durchgeführt, da der Zeitaufwand dafür in keinem Verhältnis zum Nutzen gestanden hätte. Kleinere Partikeln und doppelte Verneinungen blieben manchmal unübersetzt. Die Übersetzung behält die Wortstellung des griechischen Grundtextes wenn möglich bei, aber nicht um jeden Preis. Da z.B. im Griechischen das Personalpronomen bereits im Verb inkludiert ist, ergebe sich eine sehr holprige Übersetzung, wenn man dies in der deutschen Übersetzung auch so wiedergeben würde. Deshalb wurde in diesen Fällen das Personalpronomen vom Verbinhalt getrennt (z.B. das wörtliche „... wenn nicht ich-evangelisiere“, mit „...wenn ich nicht evangelisiere“ übersetzt). Der Konjunktiv wurde in der deutschen Übersetzung überall dort verwendet wo er angebracht erschien. Bei Substantiven mit Artikel wurden, bis auf Ausnahmen, die nachgestellten Adjektive vorgezogen, ebenso das nachgestellte Personalpronomen.

Jeder Vers fängt in einer neuen Zeile an, damit wird die Übersichtlichkeit erhöht.

Da das Griechische keinen unbestimmten Artikel kennt, wird dieser nur dort wo es nötig erscheint in Klammern im Kleindruck (ein) eingefügt, das Gleiche gilt für den bestimmten Artikel (der/die/das), dort wo das Griechische keinen setzt, der deutsche Sprachgebrauch dies aber fordert.

 

Es wurde darauf geachtet, Synonyme nicht gleich zu übersetzen, auch wenn dies zur Folge hatte, dass deutsche Wortschöpfungen kreiert werden mussten. Genauere Informationen über die Differenzierung der Synonyme kann man im „Griechisch-Deutsch Strong Lexikon“ nachschlagen. Ein vollständiger Index der Synonyme im NT befindet sich am Ende dieses Dokuments. Ein hochgestelltes ª vor einem Wort gibt den Hinweis die Synonyme bzw. die Wortbedeutung im „Griechisch-Deutsch Strong Lexikon“ oder einem anderen Lexikon nachzuschlagen. Dieser Hinweis erfolgt aber nur bei solchen Bibelstellen wo die Unterscheidung der Synonyme ausgesprochen wichtig für die Auslegung ist, oder, wo ein Wort eine sehr spezielle Bedeutung hat, die man in der Übersetzung nicht mit einem deutschen Wort wiedergeben kann.

 

Beispiele für Synonyme:

Röm 7,15.16.19  „denn nicht was ich will, das ªpraktiziere ich, sondern das was ich nicht will, das ªtue ich.“

Gal 1,6.7  „...zu einem ªandersartigen Evangelium, welches kein ªanderes ist,“

Tit 1,2.3   „...vor ewigen ªZeiträumen, offenbart aber zu (den bestimmten) ªZeitpunkten...“

Mk 14,25   „...sondern sie füllen ªfrischen Wein in ªneue Schläuche.“

2Kor 11,4  „Denn wenn nun der Kommende (einen) ªanderen Jesus predigt, den wir nicht predigten, oder ihr (einen) ªandersartigen Geist empfangt, den ihr nicht empfingt, oder (ein) ªandersartiges Evangelium, das ihr nicht annahmt, ertragt ihr (es) recht (d.h. bedenkenlos).

 

Die beiden folgenden griechischen Wörter werden meist beide mit „neu“ übersetzt. Der Unterschied ist jedoch, dass νεος neu der Zeit nach, und καινος neuartig der Qualität nach bezeichnet. Der „ neuartige Himmel und die neuartige Erde“ (Offb 21,1) sind nicht einfach eine Neuauflage der alten, sondern sind beide völlig neuartig.

 

Die beiden folgenden griechischen Wörter werden ebenso meist mit „alt“ übersetzt. Doch auch bei ihnen findet sich ein Unterschied. παλαιος bedeutet alt im Sinne von verbraucht und dem Verschwinden nahe. αρχαιος hingegen bedeutet ursprünglich und trägt mehr den Gedanken der Ehrwürdigkeit in sich. Diese Unterscheidungen betreffen auch die Komposita der genannten Wörter.

 

Ebenso wurde bei den Adverbien differenziert übersetzt.

z.B. Beispiel:

1Kor 11,27  „...oder trinkt den Kelch des Herrn in-unwürdiglicher-Art-und-Weise (= Adverb), wird schuldig sein...“  (und nicht: ...unwürdig...“;  als wäre es ein Adjektiv, was sich als eine Eigenschaft auf die Person beziehen würde, während es bei einem Adverb um die Art und Weise geht wie eine Handlung vollzogen wird. Die Kritik des Paulus war nicht, dass die Korinther unwürdig waren, weil vielleicht Sünde in ihrem Leben war, sondern, dass sie das Mahl des Herrn in einer unwürdigen Art und Weise wie eine Fete feierten).

 

Desgleichen bei Simplex und Komposita:

z.B. Beispiel:

1Tim 2,14   „Und Adam wurde nicht ªgetäuscht (=Simplex), aber die Frau wurde ªvollends-getäuscht (=Kompositum)...“

Das Simplex in Apg 27,31: „...errettet-werden (σωζω).

Das Kompositum in 1Pet 3,20: „...hindurch-errettet (δια-σωζω), in Mt 14,36: „...vollständig-errettet“ (δια-σωζω) und in Apg 28,4: „...unversehrt-errettet“ (δια-σωζω).

 

Besonderer Wert wurde auf die adverbielle Wiedergabe der Partizipien gelegt, auch wenn dies öfter eine etwas holprige Übersetzung zur Folge hatte. Ein Partizip kann in sich entweder Adjektiv und Verb, oder  Substantiv und Verb, vereinen. Damit ist es möglich einem Adjektiv oder einem Substantiv eine Aspektbedeutung zu geben. So ist z.B. in Heb 13,7.17.24 das Ptz.Präs. ηγουμενοι nicht als ein Substantiv zu übersetzen: „Leiter/Führer“ (das wäre nämlich ηγεμον, das im NT nur für politische Führer verwendet wird), sondern als substantiviertes Partizip Präsens: der „Führende“. Der Unterschied ist wichtig, da beim Substantiv die Würde des Amtes herausgestrichen wird, beim Partizip aber die Tätigkeit. Bei den Leitenden in der Gemeinde, geht es nicht in erster Linie um ein offizielles Amt, sondern um die treue Ausübung einer Aufgabe, nämlich als Vorbilder richtig zu führen, - und nicht zu verführen.

 

Der Leser wird merken, dass gewohnte Übersetzungen durch neue und ungewohnte wiedergegeben wurden.

 

Hier einige ausgewählte Beispiele:

Die Wortgruppe πιστις, πιστευω wird fast durchweg in den deutschen Bibelübersetzungen mit „Glaube“ bzw. „glauben“ wiedergegeben, in der „Studienübersetzung“ aber wurde mit Vertrauen bzw. vertrauen eine neue Übersetzung eingeführt. Das deutsche Wort „glauben“ hat eine Abwertung erfahren, und zwar in dem Sinn, dass man etwas für wahr hält, wobei man aber nicht sicher wissen kann, ob es wirklich stimmt. Das drückt sich in dem ironischen Sprichwort aus: „Glauben heißt, nicht wissen!“ Die griechischen Begriffe bedeuten aber in der griechischen Literatur, in der LXX und im NT: Glaubwürdigkeit, Garantie, Vertragstreue und Zuverlässigkeit. An Gott und Jesus Christus zu glauben heißt, sich ihm anvertrauen, weil man sich seiner Bundestreue sicher ist, weil er treu und zuverlässig ist. Was er verspricht, nämlich die Erlösung, ewiges Leben und alle seine übrigen Verheißungen, wird er auch einhalten. Das beinhaltet viel mehr als ein bloßes Kopfwissen, oder etwas für richtig halten. Immer dann wenn die Wortgruppe eher ein „für wahr halten“ ausdrückt, wurde das Wort in kursiver Schrift mit Glaube, glauben oder Glaubende wiedergegeben. Ebenso, wenn mit dem Artikel „der Glaube“ die christlichen Glaubenswahrheiten gemeint sind (so z.B. in 1Tim 1,4; 4,1.6; 5,8; 6,10.21; 2Tim 3,7; Jud 3).

 

Das Wort εκκλεσια (w.: die Herausgerufene) wurde mit Versammlung wiedergegeben, da dies der griechischen Bedeutung des Wortes am ehesten entspricht. Ursprünglich ist damit in den griechischen Städten eine offiziell einberufene Versammlung aller Bürger mit Bürgerrecht gemeint (so in Apg 19,39). Die Gemeinde der Gläubigen ist eine verbindliche Gemeinschaft, aber nur von solchen die von Gott aus der Welt herausgerufen und wiedergeboren wurden und die damit ein himmlisches Bürgerrecht besitzen.

 

Das Wort κυριος ohne Art. bezeichnet im NT den alttestamentlichen Gottesnahmen JHWH. Zur Unterscheidung von „der Herr“ wurde aber nicht mit Jahwe, sondern im Einklang mit der LXX mit (der) HERR übersetzt. Die genaue Aussprache des alttestamentlichen Gottesnamens ist nämlich ungewiss.

 

Das Wort βασιλεια wurde mit Königsherrschaft wiedergegeben, weil die übliche Übersetzung „Reich Gottes“ bzw. „Reich der Himmel“ zu sehr einen Ort, für manche eben den Himmel, suggeriert. Nur an den Stellen, wo eher der Bereich gemeint ist in dem Gott regiert, wurde kursiv mit Königreich übersetzt. Für eine nähere Erklärung dieses Begriffs siehe die Fachliteratur bzw. das „Griechisch-Deutsch Strong Lexikon“.

 

Die Wörter διακονος und διακονεω wurden mit Bediener bzw. bedienen wiedergegeben. Der διακονος war ursprünglich ein Tischdiener und die Übersetzung Bediener drückt den Gedanken des Bedienens besser aus. Die Übersetzung „Diener“ ist im christlichen Sprachgebrauch zu sehr eine Amtsbezeichnung geworden (vgl. das englische: „minister“). Aber: „...der größte unter euch soll der Bediener aller sein!“

 

Das Wort δουλος wurde nicht mit „Knecht“, sondern mit Sklave übersetzt. Ein Knecht (= παις, z.B. in Lk 1,54 ua.) ist jemand der auf einem Bauernhof für Kost, Quartier und ein Taschengeld arbeitet, aber er ist frei, seinen Arbeitgeber zu wechseln. Ein Sklave aber gehört seinem Herrn. So wie wir Sklaven der Sünde waren, sind wir jetzt Sklaven Jesu Christi, wir gehören ihm, denn wir sind um einen hohen Preis erkauft.

 

Die Wortgruppe μαθητευω und μαθητης wurde nicht mit dem gängigen Begriff „Jünger machen“ und „Jünger“ übersetzt, sondern mit schulen bzw. Schüler. Die Übersetzung „Jünger“ berücksichtigt zu wenig, dass das Wort von μανθανω, lernen (bzw. unterrichtet werden), kommt. Das kommt deutlich in den Worten Jesu zum Ausdruck: „Jesus sprach nun zu den Juden die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Schüler (Joh 8,31), und weiters: „…und schult alle Nationen“ (Mt 28,19).

 

Mit dem deutschen Wort „arm“, werden in den gängigen deutschen Übersetzungen drei verschiedene griechische Wörter gleich übersetzt:

πενης bedürftig, jemand der so arm ist, dass er sich durch seinen Tageslohn gerade noch ernähren kann.

πενιχρος sehr bedürftig, offensichtlich noch ärmer als der Bedürftige, andererseits aber doch noch nicht so arm, dass er betteln muss. Er hat eigentlich gar nichts mehr für andere übrig, was die Tat der Witwe noch beeindruckender macht (vgl. Lk 21,2).

πτωχος bettelarm, der Ausdruck beinhaltet äußerste Not, jemand der für seinen Lebensunterhalt auf die Almosen anderer angewiesen ist (vgl. Lk 19,8), weil er sonst betteln muss. Die Geldsammlungen für die Heiligen in Jerusalem waren für solch bettelarme Glaubensgeschwister (Gal 2,10)!

 

Besondere Beachtung verdient das Wort μονο-γενης, das in manchen Übersetzungen mit „eingeborener“ wiedergegeben wird, was missverständlich ist. Ein Eingeborener ist nach heutigem Sprachverständnis ein Ureinwohner in abgelegenen Gebieten dieser Erde, was dem griechischen Ausdruck völlig fremd ist. Daher wurde dieses Wort mit einzigartig übersetzt. Die Übersetzung „einziggezeugt“ wäre nicht so exakt, denn dafür verwendet das Griechische eher das Wort μονο-γεννητος.  

 

Die Studienübersetzung will durch eine gewisse Verfremdung und durch neue Wortschöpfungen bewusst „anstößig“ sein, d.h. sie will zum vertieften Nachdenken und Nachprüfen anstoßen. Trotzdem will sie lesbar, ja sogar vorlesbar bleiben.

 

So Gott will, soll jährlich ein Update der Studienübersetzung herausgegeben werden. Die Veröffentlichung wird dann immer unter: www.die-studienuebersetzung-nt.jimdo.at  erfolgen.

Danke für Korrekturvorschläge. Diese werden, so sie gerechtfertigt sind, in zukünftige Updates eingebaut. Bei Übersetzungsvorschlägen geben sie bitte die Fachliteratur an, auf die sie ihren Vorschlag gründen. Vorschläge können sie an die mail-Adresse: die.studienuebersetzung.nt@gmail.com richten. Ein email Schriftverkehr kann aber nicht geführt werden. Bei Anfragen um die Erlaubnis zur Verwendung der Studienübersetzung erhalten sie aber Antwort.

 

 

1. Der griechische Grundtext

 

Der für diese Übersetzung verwendete griechische Grundtext entspricht dem der Ausgabe von:

Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, 26.Auflage, welche ident ist mit „The Greek New Testament, Third Corrected Edition“.

Auch die alttestamentlichen Zitate samt Stellenangaben, und manche neutestamentlichen Parallelstellen wurden aus diesen Ausgaben übernommen.

 

 

2. Die für die Übersetzung und die Fußnoten verwendete Literatur

 

Es wird vorwiegend auf Sekundärliteratur verwiesen, dort findet man Angaben zu Primär-Quellen.

In den Fußnoten wird manchmal in runden Klammern auf die folgende Literatur hingewiesen. Dabei bezieht sich die erste Zahl auf das Werk, die zweite römische Zahl auf einen eventuellen Band und die dritte Zahl auf die Seite in diesem Werk).  z.B. (10/IV/314) bedeutet:  Kittel/Friedrich: Theologisches Wörterbuch zum NT, Band IV, Seite 314.

Oder z.B. (47,z.St.) bedeutet in: Die Bibel; Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift; die Anmerkung zur betreffenden Bibelstelle.

1)   Bauer-Aland: Wörterbuch zum Neuen Testament, 6.Auflage, 1988

2)   Haubeck W., H.v.Siebenthal: Neuer sprachlicher Schlüssel zum griechischen Neuen Testament, 1.Aufl.

3)   Griechisch-Deutsch Strong Lexikon; sermon-online. [kostenloser Download: www.sermon-online.de 

        oder: http://bitflow.dyndns.org/german/Others/Strongs_Lexikon_Griechisch_Deutsch_19980205.pdf ]

4)   Deissmann A.:  Bibelstudien. 1895

5)   Wigram G.V.: The Englishman´s Greek Concordance of the New Testament, Ninth edition, 1979

6)   Interlinear Scripture Analyzer 2.0.8; Computer-Bibelprogramm

7)   Dietzfelbinger E.: Das Neue Testament, Interlinearübersetzung Griechisch-Deutsch, 1986

8)   Hainz J. [Hrsg]: Münchener Neues Testament, 2.Auflage, 1988

9)   Die Heilige Schrift, Elberfelder Übersetzung, CSV, 6.Auflage, 2013

10) Kittel/Friedrich: Theologisches Wörterbuch zum NT. 11 Bände, 1933-79

11) Coenen L. [Hrsg.]: Theologisches Begriffslexikon zum NT. 6.Aufl.; 2Bände, 1983

12) Burton E.: Syntax of the Moods and Tenses in NT Greek. 1894

13) Zerwick M.:  Biblical Greek. 1963

14) Jeremias J.: Die Gleichnisse Jesu. 10.Auflage, 1984

15) Dalman G.: Arbeit und Sitte in Palästina, 8 Bände, 1927-1939

16) Deissmann A.: Neue Bibelstudien, 1895

17) Trench R.: Synonyms of the NT. 9.Aufl.; 1880 (reprint)

18) Turner N.: Grammatical Insights into the NT. 1965

19) Holtzmann H.J.: Die Pastoralbriefe, 1880

20) Godet F.: Kommentar zu dem Evangelium des Lukas, 1890

21) Nicoll W. Robertson: The Expositor's Greek Testament, Vol. I-V, 1988 (reprint)

22) Robertson A.T.: Word Pictures in the NT. Vol. I-VI, 1930

23) Berry:  Dictionary of NT Greek Synonyms.

24) Slotty F.:  Einführung ins Griechische. 5.Aufl., 1964

25) Godet F.: Kommentar zu dem Evangelium des Johannes, Nachdruck 1903

26) Godet F.: Kommentar zu dem Brief an die Römer, 1886

27) Metzger B.M.: A Textual Commentary on the Greek NT. (corrected Edition); 1975

28) Deissmann A.: Licht vom Osten, 4.Aufl., 1923

29) Frisk H.: Etymologisches Wörterbuch der griechischen Sprache. 1960-72

30) Krämer H.: Griechische Wortkunde. 2.Aufl.; 1975-78

31) Godet F.: Kommentar zu dem ersten Brief an die Korinther, 1886

32) Friberg B. & T.: Analytical Greek New Testament, 1981

33) Douglas J.D. [Hrsg.]: New Bible Dictionary. 2.Aufl.; 1982

34) Edersheim A.: The Life and Times of Jesus the Messiah. 3.Aufl.; 1886

35) Field F.: Notes on the Translation of the NT. 1899

36) Bullinger E.W.: Figures of Speech used in the Bible. 14.Aufl.; 1989

37) Moulton/Milligan: The Vocabulary of the Greek Testament illustrated from the Papyri; 1930

38) Strack H.L./Billerbeck P.: Kommentar zum NT aus Talmud und Midrasch, 4 Bände; 1922-1928

39) Langenscheidts Taschenwörterbuch: Deutsch-Altgriechisch; 1984

40) Ouweneel W.J.: Der Brief an die Galater; 1998

41) Moulton/Howard/Turner: A Grammar of NT Greek. 4 Bände. 1963-76

42) Rienecker F.: Lexikon zur Bibel. 2.Aufl.; 1973

43) Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch; 1985

44) Zerwick M./Grosvenor M.: A Grammatical Analysis of the Greek New Testament; 1988

45) Vine’s Complete Expository Dictionary of Old and New Testament Words; 1985

46) Dalman G.: Orte und Wege Jesu; 1924

47) Die Bibel; Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift; 1986

48) MacDonald W.; Kommentar zum Neuen Testament; 1994

49) Willis G.C.: Sacrifices of Joy, being Meditations on Philippians; 1976

50) Ouweneel W.J., Das Buch der Offenbarung, 1995

51) Rossier H.: Die symbolische Sprache der Offenbarung, Neudruck 1982

52) Der kleine Pauly, Lexikon der Antike, 5 Bände, 1979

53) Ouweneel W.J.: Der Brief an die Hebräer; 1994

54) Vanheiden K.H.: Die Jesus-Chronik (NeÜ)-Evangelienharmonie, 2007

55) Reike B.: Rost L.: Biblisch-Historisches Handwörterbuch, 1962-1979

58) Schwaiger A.: Geschichte und Gott; 2015

 

Nachweise für Quellenangaben aus dem Internet:

Int.1) https://de.euronews.com/2018/06/01/3000-schweden-haben-mikrochips-unter-der-haut

Int.2) https://de.wikipedia.org/wiki/Holografie

          https://magic-holo.com/was-ist-ein-3d-hologramm/

Int.3) https://de.wikipedia.org/wiki/Goldenes_Tor_%28Jerusalem%29

Int.4) https://www.n-tv.de/panorama/Heikle-Vision-article375870.html

 

 

3. Die im Bibeltext verwendeten Kennzeichnungen  

 

ñ Kursivdruck  weist darauf hin, dass ein Wort oder ein Wortteil nicht konkordant übersetzt wurde, sondern abweichend von seiner gewöhnlichen Hauptbedeutung(en), oder, dass eine griechische Zeitform in der deutschen Übersetzung anders wiedergegeben wurde. Es soll dazu ermutigen, sich durch Nachlagen in einem Wörterbuch oder einer Grammatik sich sein eigenes Urteil zu bilden.

 

ñ Fettdruck   weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des Wortes im Griechischen hin. In den Fußnoten einfach auf die Betonung des betreffenden Wortes.

 

ñ (Kleindruck in Klammern)  weist auf Hinzufügungen hin die aus sprachlichen oder sachlichen Gründen notwendig erschienen, die aber keine Entsprechung im griechischen Grundtext haben. Bei Partizipien geben sie die adverbielle Sinnrichtung an, beim Präsens oder Imperfekt den durativen, iterativen oder konativen Aspekt. Der Benützer muss sich sein eigenes Urteil bilden, ob die Hinzufügungen berechtigt sind.

 

ñ festhalten    Der Kleindruck weist auf Hinzufügungen bei einem Wort hin, die aus sprachlichen oder sachlichen Gründen notwendig erschienen, die aber keine Entsprechung im griechischen Wort des Grundtextes haben. In diesem Beispiel ist die Grundbedeutung des Wortes „halten“, der Kontext fordert aber an der betreffenden Stelle die Übersetzung festhalten. Weitere Beispiele: Apg 28,7: dieser, eigentlich steht im Griechischen der Artikel der..., aber der Zusammenhang fordert dieser...; oder Apg 28,8: Fieberschüben..., der Singular bedeutet Fieber, der Plural aber meint Fieberschübe; oder Apg 28,8: daniederlag..., die Grundbedeutung ist daliegen, der Zusammenhang fordert aber daniederliegen. 

 

ñ Wort-Wort   Ein Bindestrich ohne Leerzeichen zwischen Wörtern bedeutet, dass im griechischen Grundtext hier nur ein Wort steht. Diese Kennzeichnung konnte aber leider nicht immer eingehalten werden, ohne den deutschen Wortlaut zu sehr zu entstellen. Das Personalpronomen und der dazugehörige Verbinhalt mussten aus Gründen der Lesbarkeit in der Übersetzung öfters getrennt werden.

 

ñ 1  2  usw   Hochzahlen hinter einem Wort verweisen auf die Fußnoten am Ende eines Kapitels. Sie geben Zitate aus dem AT an, Querverweise auf ähnliche Stellen im NT, sie enthalten abweichende Lesarten, andere Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche, exegetische, kulturelle, geschichtliche oder erbauliche Anmerkungen. Die Hochzahlen im Text sind aber nicht fortlaufend nummeriert, da bei Updates immer wieder neue Fußnoten hinzugefügt werden. In den Fußnoten wird manchmal auf die benützte Fachliteratur hingewiesen (siehe obige Liste).

 

ñ "…."  Zwischen Anführungszeichen stehen Zitate aus dem AT. Die Abkürzung LXX in der Fußnote weist dabei auf wörtliche Zitate aus der Septuaginta, der griechischen Übersetzung des hebräischen Masoretentextes hin. Beachten sie dabei, dass die LXX manchmal eine andere Verszählung hat, als der hebräische Masoretentext!

 

ñ – …. –  Gedankenstriche grenzen Parenthesen (Einschübe) ein und dienen nur zur Gliederung des Textes. Sie finden sich nicht im Grundtext.

 

ñ °   Ein hochgestellter Kreis hinter einem Wort zeigt den punktuellen Aspekt beim Partizip Aorist, oder einen ausgeprägten ingressiven oder effektiven Aorist an. Der konstatierend-komplexive Indikativ Aorist wird mit dem deutschen Imperfekt übersetzt und bleibt meist unbezeichnet. Ebenso meist unmarkiert bleiben der Aorist des Infinitivs, Imperativs, Konjunktivs und Optativs. Der Indikativ Aorist ist im Griechischen die "normale" Zeitform, besonders in Erzählungen, z.B. er-nahm. Das Partizip Aorist wird manchmal gleichzeitig übersetzt z.B. nehmend° (besonders wenn auch das übergeordnete Hauptzeitwort im Aorist steht), meist aber wird es vorzeitig zum übergeordneten Hauptzeitwort übersetzt, z.B.: genommen-habend°, und zur Unterscheidung vom Partizip Präsens mit ° markiert.

 

ñ ~   Eine hochgestellte Wellenlinie hinter einem Wort gibt den durativen Aspekt beim Indikativ Imperfekt, Infinitiv Präsens, Konjunktiv Präsens, Optativ Präsens oder Imperativ Präsens an. Der Indikativ Präsens wird normalerweise mit dem deutschen Präsens wiedergegeben und bleibt daher meist unmarkiert, z.B. er-nimmt. Meist ebenso unmarkiert bleibt das Partizip Präsens, z.B. nehmend. Der Imperativ Präsens, Konjunktiv Präsens, Infinitiv Präsens und der Indikativ Imperfekt werden mit ~ markiert. z.B.: nimm~; er-nehme~; zu-nehmen~; er-nahm~

 

ñ *   Ein hochgestellter Asterix hinter einem Wort gibt den resultativen Aspekt beim Indikativ Perfekt, Partizip Perfekt, Infinitiv Perfekt, Imperativ Perfekt oder Konjunktiv Perfekt an. Der Indikativ Perfekt wird normalerweise mit dem deutschen Perfekt wiedergeben, z.B.:  er-hat-genommen*

 

ñ ^   Ein hochgestelltes ^ hinter einem Wort gibt den resultativen Aspekt in der Vergangenheit beim Indikativ Plusquamperfekt an, z.B.: er-hatte-genommen^

           Für eine Einführung in die griechische Grammatik siehe die Werke im Literaturverzeichnis.

           

            Zu den Markierungen ist im Allgemeinen zu sagen: Die Gegenwart (Ind.Präs. und Ptz.Präs.), die             einfache Vergangenheit (Ind.Aor.) und die Zukunftsform bleiben im allgemeinen unmarkiert. In den             anderen Modi (Konj., Imp., Opt., Ptz. und Inf.) wird der durative Aspekt mit ~ markiert. Der        punktuelle Aspekt beim Ptz.Aor. wird zur Unterscheidung vom Pt.Präs. mit ° markiert. Der Aorist      des Konj., Imp., Opt. und Inf. bleiben meist unmarkiert.

 

ñ ª Dieses Hochzeichen vor einem Wort weist auf eine Wortbedeutung hin, die sich nicht mit einem einzigen deutschen Wort wiedergeben lässt und deswegen in der Fachliteratur nachgeschlagen werden sollte. Dies gilt auch ohne Hochzeichen für andere Begriffe die einer weitergehenden Erklärung bedürfen, sowie weiter für Maße, Gewichte, Personen und Orte. Diese Begriffe können in den einschlägigen theologischen Bibel-Lexika, Kommentaren oder mittels ihrer Strong-Nummer im „Griechisch-Deutsch Strong Lexikon“ unter dieser Nummer nachgeschlagen werden. Es ist ebenso ein

  Hinweis die Synonyme dieses Wortes entweder im „Griechisch-Deutsch Strong Lexikon“ (unter der

  jeweiligen Strong-Nummer 5801 – 6020), oder in einem der Werke aus der Fachliteratur

  nachzuschlagen, was sehr zu empfehlen ist. Siehe auch die komplette Liste der Synonyme am End

  dieses Dokuments.

 

ñ ´….`    ´´….``   Zwischen diesen Zeichen stehen andere bzw. unsichere Lesarten (´...`) oder vermeintliche spätere Hinzufügungen (´´...``). Durch Nachschlagen bei: Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, 26.Auflage, welche ident ist mit „The Greek New Testament, Third Corrected Edition“ und dem Lesarten-Kommentar von: Metzger B.M.: „A Textual Commentary on the Greek New Testament“, kann sich jeder sein eigenes Urteil über die verschiedenen Lesarten bilden.

 

 

 

4. Kurze Zusammenfassung der griechischen Grammatik des Artikels und des Verbs

(Für eine genauere Einführung in die griechische Grammatik siehe die Werke im Literaturverzeichnis).

 

Der Artikel

 

Der Artikel wird im Griechisch des Neuen Testaments anders verwendet als im Deutschen. Manchmal hat er einen demonstrativen (d.h. hinweisenden) Charakter. Daher wurde dem Gebrauch des Artikels im Griechischen meist gefolgt, auch wenn dies im Deutschen dann ungewohnt klingt, besonders vor Namen, z.B. der Christus. Vor Eigennamen ist der Artikel jedoch meist, aber nicht immer, weggelassen worden, sowohl bei Personen wie auch bei Städten und Inseln. Nicht jedoch bei geographischen Ortsbezeichnungen die eine bestimmte Gegend, Landschaft oder Provinz bezeichnen, z.B. die (Landschaft) Galiläa, die (Provinz) Syria, usw.

 

 

Übersicht über die Bedeutung der Modi

 

Der Indikativ

Im Indikativ möchte der Sprecher oder Schreiber etwas als wahre Tatsache darstellen. Diese Darstellung kann aber objektiv wahr oder falsch sein. z.B.:

Im Anfang war das Wort. (Joh 1,1) - eine wahre Aussage

...dieser treibt-aus die Dämonen …. durch den Beelzebul. (Mt 12,24) - eine falsche Aussage

...mir ist-sie-übergeben.... (Lk 4,6) - eine Halbwahrheit

 

Der Konjunktiv

Im Konjunktiv möchte der Sprecher oder Schreiber etwas Mögliches, Überlegenswertes oder Wahrscheinliches ausdrücken. Er erwartet zwar die Erfüllung, aber sie ist noch nicht eingetroffen. z.B.:

...lasst-uns-ablegen... (Röm 13,12)

...sollen-wir-zahlen? (Mk 12,14)

...keinesfalls aber werden-vergehen meine Worte (Mt 24,35)

 

Der Optativ

Im Optativ möchte der Sprecher oder Schreiber einen Wunsch ausdrücken. Ob dieser erfüllt wird oder eintrifft bleibt aber offen. z.B.:

Der Herr aber möge richten... (2Thes 3,5)

...ob er vielleicht sei der Gesalbte? (Lk 4,15)

 

Der Imperativ

Mit dem Imperativ drückt der Sprecher oder Schreiber eine dringende Bitte, ein ernstes Begehren oder einen mehr oder weniger strengen Befehl, oder verneint ein Verbot, aus, z.B.:

Liebet eure Feinde. (Mt 5,44)

Bewahre sie in deinem Namen. (Joh 17,11)

Kommt-her und seht die Stelle. (Mt 28,6)

oder mit Verneinung, ein Verbot; z.B.:

Fürchte-dich nicht. (Joh 12,15)

 

Der Infinitiv

Im Infinitiv möchte der Sprecher oder Schreiber eine Absicht, einen Grund, einen Zweck oder ein Ziel ausdrücken. Zusätzlich kann mit dem Infinitiv noch eine Aspekt-Bedeutung ausgedrückt werden.  z.B.:

...sind gekommen, ihm zu-huldigen. (Mt 2,2)

...deswegen, weil es keine Wurzeln hatte (Mt 13,6)

...damit ihr prüfen-könnt... (Röm 12,2)

 

Wenn der Infinitiv einen Artikel hat, kann damit der Verbinhalt zu einem Substantiv gemacht werden. z.B.:

Denn das Wollen ist bei mir vorhanden (Röm 7,18).

 

Das Partizip

Mit dem Partizip kann der Sprecher oder Schreiber einen Verbinhalt zu einer Eigenschaft machen.  Zusätzlich kann mit dem Partizip noch eine Aspektbedeutung ausgedrückt werden. z.B.:

O ungläubiges und verkehrtes Geschlecht. (Lk 9,41)

Mit Artikel kann diese Eigenschaft dann noch zu einem Substantiv gemacht werden: z.B.:

Als aber die Hüter das Geschehene sahen, flohen sie. (Lk 8,34)

 

 

Übersicht über die Aspekt-Bedeutungen beim griechischen Verb

 

Durativer Aspekt: eine andauernde Handlung die noch nicht abgeschlossen ist. (Markierung im Text: ~ )

 

linear:  eine noch im Verlauf befindliche Handlung

Jesus aber liebte~ (beständig) die Martha und ihre Schwester und den Lazarus. (Joh 11,5)

 

iterativ:  eine wiederholte Handlung

Es war aber eine Witwe in jener Stadt; und sie-kam~ (immer wieder) zu ihm und sprach: (Luk 18,3)

 

konativ:  der meist wiederholte Versuch eine Handlung durchzuführen die aber nicht zum Abschluss kommt

...die Versammlung Gottes über die Maße verfolgte und (versuchte) sie zu-zerstören~. (Gal 1,13)

 

Punktueller Aspekt: (Markierung im Text: ° )

 

konstatierend-komplexiv:  eine auch länger andauernde Handlung wird auf einen Punkt zusammengefasst

Wie oft wollte ich deine Kinder versammeln°. (Mt 23,37)

 

ingressiv:  der Anfangspunkt eines meist zielgerichteten Geschehens wird ins Auge gefasst

Etliche Männer aber ... wurden-gläubig°. (Apg 17,34)

 

effektiv:  der Endpunkt eines länger andauernden Geschehens wird ins Auge gefasst

Der Hauptmann aber,..., hinderte° sie (letztendlich) an ihrem Vorhaben.   (Apg 27,43)

 

 

Resultativer Aspekt:  (Markierung im Text: Perfekt * / Plusquamperfekt ^ )

 

ein erreichter Zustand als Ergebnis eines vorangegangenen Geschehens

... und dass er-auferweckt-worden-ist* am dritten Tage (und seitdem lebt).  (1Kor 15,4)

Weitere bedeutsame Perfekte: Joh 19,30; Apg 5,28

 

nur ein Zustand

Wir-haben* aber im Herrn das Vertrauen zu euch, dass ihr …. (2Thes 3,4)

 

 

 

Übersicht über die Beziehung zwischen Zeitstufe und Aspekt beim Indikativ

 

                                                 resultativ                      Normalform                                        durativ

                                                                                    (Ind.Präs. manchmal              (linear, iterativ, konativ)

                                                                                  linear, iterativ oder konativ)

                                                                             

                                                                   

Zeitstufe: Gegenwart:          ειμι + Part.Perf.                         Ind.Präs.                           (ειμι +) Part.Präs.        

 

 

Zeitstufe: Vergangenheit:        Ind.Perf.                               Ind.Aor.                                 Ind.Imperf.

                                                                                                                oder stärker:  Ind.Impf. Von ειμι + Part.Präs.

 

Zeitstufe: Vorvergangenheit:   Ind.Plpf.                                                                      

 

 

Übersicht über die Aspekte beim Imperativ

 

Aorist punktuell: konkreter Befehl oder Verbot                                              

                                                          

Befehl:  Imp.Aor.                            

 

a) Normalform, eine Handlung zu tun: Mt 6,11; 1Pet 2,17b;  in Gebeten: Mt 6,12

b) manchmal ingressiv: Aufforderung mit einer Handlung zu beginnen: Röm 6,13

    manchmal effektiv: Aufforderung eine Handlung zu Ende zu führen: Lk 8,50; Jak 5,7

   

Verbot: μη + Imp.Aor. / Konj.Aor.         

 

a) Normalform, eine Handlung nicht zu tun: 1Tim 5,1

b) bei kategorischen (Mt 7,6; Heb 10,35) oder ultimativen Verboten: Mt 6,34

c) μη + Konj.Aor.: absolutes Verbot einer zukünftigen Handlung: Mt 10,26

 

 

Präsens durativ: allgemeiner Befehl oder Verbot

 

Befehl:  Imp.Präs.

 

a) Aufforderung mit einer bereits begonnen Handlung weiterzumachen: Mk 5,36

b) Aufforderung eine (noch nicht begonnene) Handlung ständig (1Pet 2,17b) oder wiederholt (Lk 11,3) zu    

    tun: Lk 11,9; Eph 4,28; Lk 22,40

 

Verbot: μη + Imp.Präs.

 

a) Aufforderung mit einer bereits begonnen Handlung aufzuhören: Mk 9,39; Offb 5,4.5; („Fürchtet

    euch nicht mehr weiter...“)

b) Aufforderung eine Handlung nicht ständig und gewohnheitsmäßig (Mt 6,25) oder wiederholt (Mk 13,11)

    zu tun: Röm 6,13

 

 

5. Abkürzungsverzeichnis

 

abs.                 absolut, d.h. ein objektloser Gebrauch eines transitiven Zeitwortes oder Adjektivs.

adj.                  Adjektiv, adjektivisch

adv.                 Adverb, adverbial

Akk.                Akkusativ

allg.                 allgemein

and.                 andere

Anm.               Anmerkung, bezieht sich meist auf die Fußnoten am Ende eines Kapitels.

Art.                 Artikel

attr.                  Attribut, attributiv 

AT                   Altes Testament

Bdtg.               Bedeutung

Bsp.                Beispiel

bzw.                beziehungsweise

Dat.                 Dativ

d.h.                  das heißt

d.i.                   das ist

dur.                  durativer Aspekt

effekt.              effektiver Aspekt

eigtl.                eigentlich

entw.               entweder

event.              eventuell

f., ff.                folgender (Vers), folgende (Verse)

fem.                 Feminin

fin.                  final

flgd.                folgend

Fut.                 Futur, futurisch

Gen.obj.          Genitiv objektivus

Gen.subj.        Genitiv subjektivus

Gen.qual.        Genitiv qualitatis

Gen.poss.        Genitiv possesiv        

Ggs.                Gegensatz

griech.             Griechisch

hebr.                Hebräisch

HSS.               Handschriften

Imp.                Imperativ (Befehlsform)

imper.              imperativisch, z.B. beim Partizip

Ind.                 Indikativ (Wirklichkeitsform)

Inf.                  Infinitiv (Nennform)

ingr.                 ingressiver Aspekt

Int.                  Internet Quellenangabe in den Fußnoten;

                        mit 1, 2, 3 usw. (z.B. (Int.1)

intr.                  intransitiv

instr.                Instrumentalis

iter.                  iterativer Aspekt

jmd.                 jemand, -en, -dem, -es

Kap.                Kapitel

kaus.               kausal (begründend, verursachend)

kond.               konditional (bedingend)

Konj.               Konjunktiv (Möglichkeitsform)

kons.               konsekutiv (einräumend)

lat.                   lateinisch

lin.                   linearer Aspekt

LXX               Septuaginta, die griechische Übersetzung des hebräischen

Masoretentextes

MT                  hebräischer Masoretentext des AT

mask.              Maskulin

Med.               Medium

mod.                modal (auf welche Art und Weise)

näml.               nämlich

NT                  Neues Testament

naut. t.t.           nautischer terminus technicus; ein Fachwort der Seefahrersprache

od.                   oder

o.a.                  oder andere

Opt.                 Optativ (Wunschform)

Ptz.                  Partizip

Pass.                Passiv

Perf.                Perfekt

Plpf.                Plusquamperfekt

Pl.                   Plural (Mehrzahl)

Präd.               Prädikat

präd.                prädikativ

Präs.                Präsens (Gegenwart)

präs.                präsentisch

Ptz.                  Partizip (Mittelwort)

rabb.                rabbinisch, rabbinische Literatur

röm.                römisch

s.                     siehe

S.                    Seite

s.a.                  siehe auch

Sg.                  Singular (Einzahl)

Subst.              Substantiv

subst.               substantivisch

t.t.                    terminus technicus (Fachbegriff)

tr.                     transitiv

u.                     und

u.a.                  und andere

u.v.a.               und viele andere

u.ö.                  und öfter

übertr.              übertragen

V.                    Vers

vgl.                  vergleiche

viell.                Vielleicht

Vok.                Vokativ

w.                    wörtlich

z.St.                 zur Stelle; damit sind Literaturhinweise auf Anmerkungen in Bibelübersetzungen oder                                          Kommentaren gemeint. z.B.: (47,z.St.) bedeutet ein Zitat einer Anmerkung in: Die Bibel;                                     Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift; und zwar die Anmerkung zur betreffenden                                            Bibelstelle.

z.T.                  zum Teil

/                       oder