Die beste Predigt von Hans Peter Royer
Ort und Zeitpunkt: unbekannt
Heruntergeladen von https://www.youtube.com/watch?v=6N5vQ1HupQE
Automatisiert transkripiert – ungeprüft!
Wenn wir über „mit Jesus wandeln reden, dann reden wir über Gemeinschaft. Christein ist eine recht einfache Sache. Ich darf euch eins versichern: Jesus ist nicht gekommen, Leben kompliziert zu machen. Das Leben ist kompliziert, das wissen wir. Aber Jesus kam nicht, es kompliziert zu machen. Er macht es ziemlich einfach. Kompliziert machen es nur die Christen. Christ sein besteht aus zwei Dingen: Nicht mehr zu Jesus kommen, ist die erste Sache, und dann gibt es noch eine zweite Sache: In Jesus bleiben. Mehr gibt es nicht. Das ist Christ sein. Kommet her zu mir. Und wir haben gelesen in der Schriftlesung Johannes 15: Wer in mir bleibt, und ich in ihm. Der bringt viel Frucht. Das Wort bleiben kommt in diesen paar Versen elf mal vor. In mir bleiben. Nun, zu Jesus kommen, das ist noch relativ einfach, jetzt technisch gesehen. Du kommst zu ihm. Ist wie eine Hochzeit. Heiraten ist nicht schwer, aber verheiratet sein ist manchmal ganz schön schwer. Es wird jetzt immer ein Christ sein. Zu Jesus kommen ist nicht die Schwierigkeit, aber bei ihm zu bleiben. Jemand hat mal gesagt, es ist leichter, für Jesus zu sterben, als für ihn zu leben. Das stimmt einiges. Nun, aber wir leben. Jeder von uns momentan lebt noch. Am Ende dieses Jahres werden ein paar von uns abgedankt haben, aber momentan leben wir alle. Das heißt, wie lebe ich jetzt mit Jesus? Die Sterberate liegt immer noch bei 100%. Ist so. Wie lebt man in Gemeinschaft? Wie wandle ich mit Jesus? Und da gibt es drei Dinge. Im Englischen kann man das ein bisschen besser sagen, weil die Engländer haben viel Worte wie die Deutschen. Die Deutschen machen alle Worte lang. Im Englischen sagst du Glove, im Deutschen sagst du Handschuh, Handboot. Im Deutschen sagst du Kühlschrank, Coolbox. Im Englischen sagst du nur Fridge. Die haben mehr Worte. Darum klingen die Lieder manchmal ein bisschen besser, sagt man. Aber im Englischen gibt es da drei Worte, die möchte ich heute verwenden: „Wie wandle ich mit Jesus? Und zwar „Communication, „Communion and Union. Kommunikation, Gemeinschaft und Einheit. Und da ist eine Steigerung darin. Jede Beziehung beginnt mit Kommunikation, indem ich mit jemanden rede. Ich weiß zum Beispiel schon viele Jahre, dass Christ sein bedeutet, eine Beziehung mit Jesus Christus zu haben. Um eine Beziehung zu haben, musst du reden. Das bleibt nicht aus. Wenn du verheiratet bist, dann weißt du eins: Ich muss reden, damit die Beziehung wachsen kann. Und wenn man nicht mehr redet, schaut das nicht gut aus. Und ich weiß das, aber Wisst ihr, was mir oft passiert? Ich sorge mich meine Finanzen. Haben wir gerade gehört. Notlage. Und ich bin mir sicher, die Mitarbeiter hier sorgen sich ab und zu. Ich bin übrigens, Sorgen ist meine Gabe, meine Erste. Ich sorge mich über alles. Ich sorge mich über das Kind, der Nachbarkind, das Krebs hat. Ich sorge mich über den Streit, den ich gerade mit meiner Frau hatte oder habe. Aber wisst ihr was? Ich sorge mich Ich habe für mich nur ein Problem: Ich bete nicht. Ich sorge, sorge, sorge, aber ich rede nicht. Ich rede nicht mit ihm. Ich bete nicht. Und in unserer modernen Christenwelt haben wir gelernt, alles richtig zu machen. Wir haben verschiedene Bibelübersetzungen. Übrigens Elberfelder, falls ihr es wissen wollt. Ich habe zehn verschiedene zu Hause, Englisch und Deutsch, Griechisch und Hebräisch auch. Kann ich zwar nicht, aber sie sind im Büro. Ich habe Computerprogramme. Ich kann dir in fünf Sekunden jedes Wort sagen, was es bedeutet. Elberfelder, das Losungsbuch, das ist wieder was anderes, haben wir zu Hause. Der Fisch klebt auf meinem Auto. Kannst du nachprüfen, steht da draußen. Meine Kinder haben ungefähr 25 What-Would-Jesus-2-Bänder um den Hand. Kreuz den Hals. Johannes 3, 16 auf dem T-Shirt, aber nur ein Problem: Wir leben nicht mit Jesus. Die Christen tun alles richtig, aber sie leben nicht mit Jesus. Wir wandeln nicht mit Jesus. Und seht ihr, beim Kommunizieren ist es so: Wenn man mit Jesus redet, ich habe übrigens noch keinen Christen getroffen, der gesagt hat: „Weißt du, was ist so blöd? Ich habe heute schon wieder zu viel gebetet. Ich muss irgendwas unternehmen. Ich warte immer noch auf das Buch mit dem Titel: „Wie kann ich von zu viel Beten bewahrt werden?“ Habe ich noch nirgends gefunden. Jeden Christen, den ich treffe, der sagt: „Mein Gebetsleben könnte besser sein.“ Ich habe es noch nie umgekehrt gehört. Seht ihr, beim Beten ist es so: Wenn wir kommunizieren, das geschieht ja oftmals noch über eine Distanz. Ich kann mit dem Letzten von euch da ganz hinten zusammenschreien. Das geht, aber das ist eine Distanz. Ich muss sagen, als ich begonnen habe zu beten, war für mich Gott im Himmel. Und so habe ich halt probiert, beim Beten durchzukommen bis zu Gott. Ein Mädchen hat mal zu mir gesagt: „Hans Peter, wenn ich bete, mein Gebet geht nur bis an die Decke.“ Habe ich gesagt: „Kein Problem, Gott ist unter der Decke.“ Weil, wo willst du hin mit deinem Gebet? Ich sage manchmal so halb scherzhaft: Willst du durch die erste Decke durch? Vielleicht wohnt er hinter der ersten Decke. Das kann gut sein. Es kann aber sein, dass du die zweite Decke auch noch durch musst. Ist aus Beton, ist ein bisschen blöd, du musst dich anstrengen. Vielleicht noch durch die Ozonschichte: Wo willst du hin mit deinem Gebet? Christus wohnt hier, da drinnen. Und das Gebet, wenn das an der Wand zurückkommt, ist er völlig egal. Er ist ja hier. Du musst nirgends hin mit deinem Gebet. Und doch ist es so, war es mein Denken, ich muss irgendwo durchkommen. Wenn man aber lernt zu kommunizieren, dann entsteht mit der Zeit etwas, das nennt man Kommunion oder Gemeinschaft. Gemeinschaft ist übrigens viel mehr als kommunizieren. Wenn ich mit einem Menschen Gemeinschaft habe, dann teile ich ihm meine Gefühle mit, dann teile ich ihm mein Leben mit. Es ist eine tiefere Form der Kommunikation, auch genannt Freundschaft. Und der Juden ist es die tiefste Form einer Gemeinschaft, eine Freundschaft zu haben, miteinander zu essen, am Tisch zu sitzen. Übrigens, es wäre Ihnen aufgefallen, aber Gott in der Bibel ist immer hungrig. Der isst andauernd. Altes und Neues Testament hat es sich nie geändert. Im Alten Testament schon am Berg Sinai, da lesen wir der Heilige Moment. Mose geht mit den 70 Ältesten auf den Berg und dann lesen wir: und Gott kam herab und sie asen und tranken. Die haben immer gegessen. Ist dir aufgefallen, der auferstandene Herr Jesus war immer hungrig? Habt ihr Fisch? Ich brauche Fisch. Weil Essen in der Bibel ist nicht nur Bauchfüllen, es ist gemeint. Gemeinschaft. Essen ist immer Gemeinschaft. Und darum ist Essen so wichtig, nicht nur, den Hunger zu stillen, sondern zusammenzusitzen. Wenn ich so zu Hause bin, ab und zu ist das der Fall, und wie ich mit meiner Frau lebe, ist ziemlich normal. Wir leben zusammen und der eine sagt was, der andere antwortet. Ich gehe vorbei und sage: „Hannelore, kannst du mir helfen?“ Und sie sagt: „Nein.“ Und so leben wir Ganz normal. Aber wenn ich zu Hause bin, einmal im Tag, ohne Ausnahme, höre ich die Hannelore sagen und sage: „Hans Peter, trink mal einen Kaffee.“ Dann weiß ich, jetzt wird es ernst. Das heißt, jetzt muss ich ordentlich reden. Jetzt Kaffeetrinken ist bei uns eine Kultur. Es geht gar nicht den Kaffee. In Österreich trinken alle Kaffee, obwohl sie nicht alle trinken Aber man trinkt Kaffee, das heißt, man setzt sich hin, man schaut sich gegenseitig in die Augen und man redet richtig. Und so ist es mit dem Gebet: Wie lebe ich mit Jesus? Ich lebe mit ihm am Tag über ganz normal. Ich sage ihm etwas, ich sage: „Herr Jesus, segne diese Person. „Herr Jesus, danke für den, danke für das. „Herr, hilf mir da über meine Sorgen und so weiter. Ich rede einfach ganz normal nebenbei mit ihm. Aber es gibt die Zeiten, wo ich Kaffee trinke mit Jesus, wo ich einfach in die Augen schaue und bewusst mit ihm rede. Beides gehört dazu. Wenn aus der Kommunikation eine Gemeinschaft entsteht, dann entsteht eine Einheit. Eine Einheit ist die tiefste Form der Gemeinschaft. Einheit entsteht dann, wenn zwei Persönlichkeiten eins werden und das Bild, das wir in dieser Welt haben, ist die Ehe. Die zwei werden ein Fleisch sein, wo man körperlich, seelisch und geistlich eins wird. Eine Einheit wird. Und du erkennst deine Einheit daran, wenn Worte wie ich, mich, mir, mein, die verschwinden. Es gibt nur noch wir, uns und unser. Gibt es ja so einen schwäbischen Spruch „Ich, mich, mein, mir, Herr, segne diese vier. Aber in der Einheit gibt es kein „Ich, mich, mein, mir mehr. Es gibt nur noch uns, unser und wir. Das ist Einheit. Und wisst ihr, zu dieser Einheit hat Gott uns geschaffen. Gott hat uns nicht geschaffen zum Bibellesen. Eine Botschaft an euch, Bibelschüler: „Dazu bist du nicht geschaffen. Du bist auch nicht geschaffen, in die Mission zu gehen. Du bist auch nicht geschaffen, Pfarrer zu werden. Alles nette Dinge. Du bist geschaffen, eins zu sein mit Jesus Christus. Und manchmal habe ich bei Christen das Gefühl, Johannes 3, 16: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er uns ein Buch gegeben hat, auf das alle, die es richtig interpretieren, gerettet werden. Das steht nicht in der Bibel. „so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er uns seinen Sohn gegeben hat, auf das alle, die an ihn glauben, gerettet werden“. Es geht um die Gemeinschaft mit Jesus Christus, nicht um die Interpretation der Bibel, so wichtig die ist. Es geht um Jesus. Wenn ich verstehe, dass es eins sein mit Jesus geht, dann verstehe ich einen Vers, Galater 2: 20: „Ich lebe, sagt Paulus, aber nicht ich. Es ist Christus, der in mir lebt“. Dann verstehe ich, wenn Paulus sagt im Philipper 1: 20: „Mein Leben, das ist Christus. Sterben ist mein Gewinn“. Es geht um Christus. Ich muss euch eingestehen, ich habe einen ständigen Kampf in mir, aufzuhören, religiös zu sein und anzufangen, in dieser Beziehung mit dem Herrn Jesus zu leben. Beten war für mich ein Krampf. Wisst ihr, warum? Übrigens mein Hauptthema, was ich meistens predige, ist Gebet. Aus dem einen Grund, ich tue mich schwer damit. Wenn du wissen willst, was die Schwäche eines Predigers oder Lehrers ist, hör das, was er immer betont. Da kämpft er, das kann er nicht. Darum rede ich immer über Gebet. Gebet Ich bin früher immer eingeschlafen. Ich bin mit 15 Christ geworden, dann habe ich gelesen im Matthäus irgendwo: „Du sollst in ein Kämmerlein gehen und alleine mit Gott beten. Ich ging ins Kämmerlein, aber ich habe geschlafen. Es hat nie geklappt im Kämmerlein. Egal ob ich gesessen bin, ob ich gekniet bin, legen kannst du sowieso vergessen. Aber das war immer so: Lieber Vater im Himmel. Und nach einer Minute waren meine Gedanken entweder beim Motorrad oder bei irgendeiner Frau oder beim Klettern oder sonst wo, aber sicher nicht mehr bei Gott. Aber ich wollte das. Nach fünf Minuten denkst du irgendwas: „Ich wollte ja beten. Und wieder: „Lieber Vater im Himmel. Und nach einer Minute wieder das Gleiche. Ich habe mich unheimlich schwergetan und ich habe dann gedacht: „Beten ist einfach nicht meine Gabe. Ich glaube, ich höre auf damit. Und dann bin ich interessanterweise Leiter einer Bibelschule geworden. Habe gedacht: „Jetzt, wenn ich Leiter einer Bibelschule, muss ich irgendwo mal beten anfangen. Ist ja so der Brauch. Gehört sich ja so. Und habe ich mir halt Bücher gekauft. Wie beten andere? Martin Luther, George Müller und alle diese. Und Martin Luther hat gesagt: „Ich brauche jeden Tag drei Stunden, außer ich habe es ganz eilig, dann brauche ich vier. Ich dachte: „Super, das ist meine Hilfe. Und ich bin schon froh, wenn ich es rechtzeitig zum Frühstück schaffe. Dann habe ich gelesen: „Ja, wenn du dir schwer tust, deine Gedanken auf etwas zu konzentrieren, dann leg dir eine Gebetsliste an. Habe ich gemacht. Recht. Drei Missionare aufgeschrieben und drei Einheimische, links die Bilder, damit man nicht vergisst, wie sie ausschauen. Jeden Tag durchgebetet, ich und meine Frau, zwei Jahre lang. Nach zwei Jahren habe ich gesagt: „Gott, diese Liste langweilt mich zu Tode. Und Gott hat gesagt: „Mich auch. Denn wisst ihr? Eine Gebetsliste ist ja nicht falsch, aber es ist das Einzige, das ich kannte. Für mich war Gebet ein Ritual, was man durchkämpfen muss. Und dann, als ich Bibelschulleiter wurde, habe ich gesagt: „Okay, ab morgen stehe ich 5 Uhr auf und bete und wenn es mich umbringt. Am dritten Tag hat es mich umgebracht. So ging es mir mit Gebet. Übrigens, ich wäre neugierig, wie viele von solch sind, dass es so geht. Egal ob du Pfarrer bist oder sonst was. Wisst ihr, wie viel ein Pfarrer im Durchschnitt betet nach einer Umfrage? Drei Minuten pro Tag. Weiß nicht, ob das stimmt. Keine Ahnung. Haben Sie geschrieben. Christianity Today. Ich habe dann vor, ich weiß nicht, wann das war, zehn Jahre, zwölf Jahre, bin ich mal nach Hause gekommen In meinem Frust bin ich spazieren gegangen, habe gesagt: „Ich gehe jetzt nicht ins Haus, ich gehe jetzt spazieren, Herr Jesus, ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Ich kann einfach nicht beten, ich kann mich nicht konzentrieren, es fällt mir schwer und so weiter. Und ich bin spazieren gegangen, ich wollte eigentlich nur zehn Minuten gehen und ich war zwei Stunden unterwegs. Und interessanterweise habe gedacht, das war interessant. Ich habe einfach mit ihm geredet, ganz normal geredet. Und ich habe dann begonnen, mit Jesus spazieren zu gehen. Und diese Spaziergänge haben sich fortgesetzt bis heute. Und das ist nicht mehr für mich. Bei dir kann es ganz anders sein. Ich gehe immer spazieren mit Jesus seitdem. Wenn ich spazieren gehe mit ihm, manchmal singe ich, obwohl ich nicht singen kann. Manchmal predige ich, manchmal sage ich gar nichts. Manchmal frage ich in Fragen, die ich nicht kapiere. Ich lege Menschen hin, die mir am Herzen liegen. Und wisst ihr, was das Interessante dabei ist? Es ist unheimlich schön. Aber dann war ich in Zweifel und habe gedacht: „Beten, das ist ja direkt schön jetzt. Ich weiß nicht, ob sich das als Gebet qualifiziert, weil ich habe immer geglaubt, „Beten muss schwer sein. Aber eins weiß ich heute: Gott freut sich an meinem Gebet, an meinen Spaziergängen genauso wie er. Es ist die schönste Zeit, die wir zusammen haben. Und ich muss ehrlich eingestehen, manche dieser Spaziergänge mit Jesus, das sind die schönsten Zeiten in meinem Leben, schöner als meine schönste Zeit mit meiner Frau. Ist ein Stück Paradies. Und ich habe gelernt, es ist nicht meine Gerechtigkeit, nicht mal meine Gebete, die irgendetwas bewirken. Es ist Christus, der alles in allem bewirkt. Wir müssen nur lernen, in der Wahrheit zu wandeln, wie wir es hier lesen. Eins zu sein mit Christus, ihn ernst nehmen an ihn glauben. Ich möchte euch etwas sagen: Das Größte, was du Gott geben kannst und es gibt nichts Größeres. Ist nicht dein Geld, nicht deine Hingabe. Weißt du, was das Größte ist, was du Gott geben kannst? Deine Zeit. Es gibt nichts Größeres. Denn wenn du die Zeit mit Gott verbrenkst, dann weißt du, dass du ihn wertschätzt. Wisst ihr, was meine Frau am meisten schätzt an mir? „meine Zeit. Nicht meine Blumen, obwohl sie die gerne hat. Nicht die Geschenke, obwohl sie sich drüber freut. Was sie will, ist Zeit. Denn da zeige ich ihr, dass ich sie wertschätze. Ich weiß nicht, ob ihr euch erinnert an die erste Verabredung mit einem Mädchen. Bei einigen liegt schon 60 Jahre zurück, bei einem vielleicht letzte Woche. Wenn du mit einem Mädchen ausgehst, und ich sage euch jetzt, was junge Leute, das betrifft jetzt nur die Jungen, wisst ihr, was das Allerpeinlichste ist bei der ersten Verabredung mit einem Mädchen da auf der Cafeteria oder sonst wo? Stille. Weißt du, du gehst mit einer aus, gefällt dir ganz gut und denkst dir: „Ja, jetzt gehe ich mit der mal aus und dann sitzt mit ihr und du merkst nach drei Minuten, die redet nicht. Und dann sitzt du da und schaust dich an wie zwei Kartoffeln und es ist peinlich. Drei Minuten stiller fühlen sich an wie drei Monate. Der Grund, warum das so ist, ist, du kennst sie nicht. Darum ist Stille peinlich. Aber wenn du so wie ich fast 19 Jahre verheiratet bist, ist eine Stunde stille Gold wert. Übrigens, ich meine das nicht so, wie du das meinst, sondern ich kenne die Hanne Lore und sie mich. Und wir können eine Stunde beisammensitzen und nichts sagen und es ist nicht peinlich, weil wir uns kennen. Wie geht es dir im Gebet? Musst du immer reden? Musst du beim Beten die Luft immer mit Worten füllen? Wenn das so ist, darfst du wissen, dass du Jesus noch nicht allzu gut kennst. Aber das ist okay. Rede nur weiter und die Zeit wird kommen, wo du mal eine Stunde nur spazieren gehst, kein Wort sagst und es ist nicht peinlich, weil du kennst Jesus. Du hörst. Übrigens für die jungen Leute, falls du mal ausgehst und weißt nicht mehr, was sagen, merke dir ein Wort. Normalerweise verlange ich 5 Euro für diese Information. Merke dir ein Wort „Ford, so wie das Auto? „ford.
Allerdings funktioniert es nur auf Englisch. „f Familie. Wenn du nicht mehr weißt, was sagen, frag sie über die Familie. Das hält dich drei Minuten beschäftigt, auch wenn sie nicht viel sagt. Wenn das vorbei ist, „O, Occupation, Beruf. Da muss sie auch ein bisschen was sagen. Fünf Minuten. Wenn das vorbei ist: „R, Recreation. Was macht sie so in der Freizeit? Sport, Hobby. Meistens fünf Minuten. Und wenn das vorbei ist, „D, Dreams. Was für Träume hat sie? „fort. Merkt ihr das? 20 Minuten hast du dir gerettet. Okay? Wisst ihr, was beim Beten das Schwierige ist? Wir tun uns schwer zu hören. Ich habe meinen Andachtsbüchern immer gelesen: Man soll in der Früh aufstehen. Ich bin mir nicht ganz sicher. Wisst ihr übrigens, warum der Martin Luther und die alle so früh aufgestanden sind? Die sind alle mit den Hühner schlafen gegangen. Um 8 oder 9 Uhr. Ich komme vor Mitternacht nie ins Bett. Aber ich habe immer gelesen: In der Früh soll man aufstehen. Immer in der Früh. Wird schon was auf sich haben. Und dann soll man ein Kapitel vom Alten Testament lesen, dann eins vom Neuen und wenn du gut drauf bist, noch einen Psalm oder einen Spruch. Und dann sollst du beten und dann sollst du auf Gottes Stimme hören. Habe ich gemacht. Genau so. Gelesen, gebetet, dann gesagt: „So Gott, jetzt bist du dran. Ich warte auf deine Stimme“. Da habe ich 30 Sekunden gewartet. Dauert(?) wieder nicht zu sagen: Okay, bis zum Abend. So habe ich gelebt. Aber wisst ihr, ich möchte euch etwas sagen. Zwei Dinge für diesen Morgen. Wenn du Amen sagst, wenn ich Amen gesagt habe, das war für mich Schlusspunkt. Amen bedeutet Ende des Gesprächs. Am Abend reden wir dann wieder weiter. Den ganzen Tag über mache ich, was ich so machen muss und am Abend rede ich wieder mit dir, Herr Jesus. Aber ich möchte euch etwas sagen: Amen bedeutet nicht Punkt, sondern Beistrich. Darum heißt mein zweites Buch: Nach dem Amen bete weiter. Ich habe zwei Dinge für euch heute. Das Erste ist: Heute du wirst irgendwann mal beten, nehme ich an, und dann wirst du Amen sagen. Haben wir so gelernt. Und dann, wenn du Amen sagst, hörst du aber nicht auf zu reden, sondern du redest einfach weiter mit ihm. Dann sagst du wieder mal Amen, wieder Beistrich und dann redest du wieder weiter mit ihm. Und weißt du, was du feststellst? Du betest ohne Unterlass. Du redest einfach mit ihm. Du beziehst ihn in allen Lebenslagen ein. Und Freunde, das ist Gebet. Gebet ist nicht ein Ritual, wo du die Augen schließt, die Wimper hochziehst und hochdeutsch redest, sondern Gebet ist einfach reden mit Gott. Nach dem Amen bete einfach weiter. Wisst ihr, für mich hat das so gut getan in meinem Leben, wo ich erkannt habe, ich will einfach mit Jesus leben. Übrigens, wenn ich zu Hause oder wo bin und ich treffe einen guten Freund, wisst ihr, was ich zu dem sage? Geh mal auf Kaffee. Zu guten Freunden sage ich: „Ich gehe mal auf einen Kaffee, reden wir zusammen. Und mir ist vor ein paar Jahren aufgefallen, Jesus Christus ist mein bester Freund. Er ist nicht nur mein bester Freund, er ist mein Herr, mein Heiland, mein Erlöser, aber er ist auch mein Freund und ich habe ihn noch nie zum Kaffee eingeladen. Und seit ungefähr fünf Jahren mache ich das. Ungefähr einmal im Monat sage ich: „Herr Jesus, gehen wir auf einen Kaffee. Ich gehe in irgendein Kaffeehaus, setze mich hin, bestelle nur einen Kaffee übrigens. Und dann rede ich einfach mit Jesus. Ich trinke einen Kaffee mit ihm. Das sind eine der schönsten Zeiten meines Lebens. Früher habe ich … Ich bin viel an Flughäfen, weil ich viel rumfliege. Warten auf Flughäfen hat mich so frustriert. Und gerade letztes Jahr auch wieder in einem Flug versäumt in Wien. Ich musste sieben Stunden warten. Habe gedacht: Sieben Stunden? Ich kann nichts tun, sieben Stunden nur da rumhängen. Und dann habe ich mir plötzlich gedacht: Warum lebst du nicht mal, was du dauernd predigst? Ich habe sieben Stunden, nur mit Jesus. Nichts zu tun. Und wisst ihr, was die sieben Stunden waren? Die schönsten Stunden meines ganzen Ausflugs. Bin mit dem Kaffeetrinken gegangen, spazieren. Es war eine ganz schöne Zeit. Übrigens, wenn ich spazieren gehe, das hilft mir so sehr, auch in meinem Zweifel. Ich bin ein riesengroßer Zweifler. Ich kämpfe sehr mit Zweifel. Nicht so oberflächlich Zweifel, fundamentale. Ich habe Zeiten, da glaube ich, die Bibel und alles, was drinnen steht, ist reiner Blödsinn. Ich habe Zeiten, da denke ich, das ist alles Psychologie. Ich rede mir das jetzt schon 30 Jahre lang ein und darum glaube ich es und darum funktioniert es auch. Psychologen werden dir beweisen, wenn du was fest genug glaubst, dann funktioniert es auch. Und ich denke mir, das ist genau das, bin ich. Ich habe Momente, da kann ich überhaupt nicht mehr glauben, was da drinnen steht. Und das ist ziemlich arg. Ich Ich bin schon auf die Kantel gestiegen, wie heute, habe was gepredigt, was ich selbst nicht geglaubt habe. Und ich kam mir vor wie ein Heuchler, bis ich eines Tages ein Zitat las, ich glaube, Wesley war es, der gesagt hat: „Wenn du nicht mehr an das Evangelium glauben kannst – und die Zeiten werden auch bei dir kommen –, dann geh auf die Straße und predige es. Und wisst ihr, warum? Ich habe gedacht, ist doch Heuchelei. Nein, ist es nicht. Weil die Wahrheit predigen, bleibt trotzdem die Wahrheit. Ob ich jetzt daran glaube oder nicht, ist gar nicht so wichtig. Die Wahrheit macht Menschen frei. Wenn du nicht mehr an Jesus glauben kannst, geh auf die Straße und predige ihn. Denn es ist nicht so wichtig, wie stark du daran glaubst. Es ist wichtig, dass die Wahrheit verkündet wird. Er hat mich getröstet. Und wisst ihr, bei diesen Zweifeln, die sind sehr fundamental, wo ich extrem kämpfe. Dann habe ich gedacht, ich muss halt noch mehr Bibel lesen. Ich habe seelsorgerliche Gespräche gesucht, alles Mögliche. Hat mir nichts geholfen. Das Einzige, was mir hilft, ich gehe mit meinen Zweifeln zu Jesus. Ich gehe spazieren mit ihm und sage: „Herr Jesus, ich glaube gar nicht, dass du existierst. Du bist nie auferstanden. Ich rede trotzdem. Vielleicht rede ich mit der Luft. Ist mir egal, aber ich rede. Ich komme zu dir, falls es dich gibt. Und so rede ich mit ihm und ohne Ausnahme hat der Herr Jesus mich jedes Mal getröstet durch den Heiligen Geist. Und das ist nicht Psychologie, das kenne ich auch. Das ist ein Friede, der von Gott selbst kommt. Und dafür bin ich unheimlich dankbar. Noch ein zweites. Dann bin ich fast am Ende. Ich war mit der Predigt. Wir müssen lernen, als Christen in der Wahrheit zu leben. Wandelt in der Wahrheit. Und wisst ihr, ich glaube, dass wir sehr viel in der Lüge leben. Zum Beispiel, ich greife das auf: Wir müssen lernen, nicht im Ich, Mich, Mein, Mir zu leben, sondern im Wir, Uns und unser. Wisst ihr, warum wir das tun müssen? Weil das ist die Realität. Jesus Christus, wenn du wiedergeboren bist aus dem Heiligen Geist, dann wohnt der Herr Jesus Christus hier drinnen in dir. Dann ist er bei dir. Dann bist du mindestens zu zweit. Falls du schwanger bist zurzeit, als Frau bist du zu dritt. Aber du bist mindestens zu zweit, wenn du Christus kennst. Und wisst ihr, so müssen wir leben. Ich zeige euch jetzt einen Unterschied. Wenn du im Ich mir mein lebst, dann sagst du, so wie es bei mir mal ist, ich sage: Mensch, habe ich Angst vor dem, was kommt. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich versage sicher wieder. Und jetzt versuchst du es im Wir. Sagst du: „Herr Jesus, wir haben solche Angst. Und Jesus sagt immer: „Nein, eigentlich nicht. „Herr Jesus, wir haben keine Ahnung, was wir tun sollen. Er sagt: „Doch, ich habe die Zukunft in meiner Hand. „Herr Jesus, wir werden sterben. Er sagt: „Nein, ich bin auferstanden. Sieht ihr den Unterschied? Der Unterschied ist wie Tag und Nacht. Und Freunde, das ist gar nichts Witziges. Das ist Realität. Dieses im Ich-Leben, wisst ihr, wer das getan hat? Der Philippus, der ist mir extrem sympathisch, weil das war ein bisschen ein langsamer Kerl, intellektuell. Und als Jesus ihn fragt, dem Johannes 6, Als nun Jesus die Augen aufhob, das war die Speisung der 5. 000, sah er, dass eine große Volksmenge zu ihm kam: „Spricht Jesus zu Philippus? Er sagt: „Philippus, woher sollten wir Brote kaufen, dass diese alle zu essen haben? Dies aber, sagte er, ihn zu prüfen, denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philippus antwortet ihm: „Für 200 Denare Brote reichen nicht aus für Sie, dass jeder auch nur ein wenig bekomme. Das ist mein Problem. Der Jesus sagt: „Wie sollen wir das tun? Und wisst ihr, was ich tue? Ich ziehe meine Geldbörse raus. Schaut schlecht aus, geht nicht. Aber wisst ihr, was Jesus hat gesagt? Philippus? Er hat nicht gesagt: „Philippus, „Philippus, wie wirst du die 5. 000 speisen? Er hat gesagt: „Philippus, wie sollten wir Teamwork, du und ich zusammen, Philippus, wie sollten wir die 5. 000 speisen? Aber das hat Philippus gar nicht gehört. Er hat nur im Ich, mir und mein gedacht, statt im Wir, uns und unser. Letztes Jahr oder vor zwei Jahren war ich in England in einer Bibelschule unterrichtet und da kam nach dem Unterricht ein junger Mann auf mich zu und hat gesagt: „Hans Peter, ich tue mich „Ist so schwer, so zu tun, als ob Jesus hier wäre. Ich weiß genau, was er meint. Dann habe ich ihn gefragt: „Bist du Christ? Habe ich gesagt: „Ja, sicher“. Und ich habe gesagt: „Glaubst du, dass Jesus auch verstanden ist? „ja, glaube ich. „glaubst du, dass Jesus hier ist? „ja, glaube ich. „ja, ja, hat er gesagt. „ich bin bei euch alle Tage. Und ich habe gesagt: „Warum musst du dann so tun, als ob er hier wäre? Ist er hier oder nicht? Dann hat er mal nachgedacht und gesagt: „Ja, dann ist er ja eigentlich hier, oder? Er hat gesagt: „Ja, ich glaube, er ist hier. Du kannst höchstens so tun, als ob er nicht hier wäre. Aber die Realität ist, dass er hier ist. Jetzt habe ich eine Frage: Lebst du in der Realität oder in der Lüge? Eine Frage an dich: Lebst du in der Realität oder in der Lüge? Wisst ihr, warum viele Christen verwirrt sind? Weil sie jeden Tag in der Lüge leben. Sie Sie leben so, als ob sie allein wären, obwohl Jesus versprochen hat, immer bei ihnen zu sein. Wenn wir endlich anfangen, in der Wahrheit zu leben, werden sich viele Fragen von alleine lösen. Und ein Letztes: Ich weiß nicht, wo Jesus für dich für dich ist. Aber wenn Jesus für dich irgendwo sonst ist, als hier drinnen, dann hast du das Evangelium als Ganzes nicht verstanden. Christus ist nicht fern, er ist nahe einem jeden von uns. Und wenn du Christus kennst, musst du dich nicht auf dich selbst konzentrieren, sondern auf ihn. Und ich schließe mit einem Zitat, ein Freund von mir geschrieben, gesagt: „Jedes Mal, wenn ich sage: „Jesus, ich kann „Ich bin es nicht, sagt er. „na und? Ich kann. ‘. ‚jedes Mal, wenn ich sage: ‚Jesus, ich bin nicht fähig, sagt er: ‚Ich weiß, aber ich bin fähig. ‘. ‚jedes Mal, wenn ich sage: ‚Jesus, ich bin es nicht, sagt er: ‚Ich weiß, aber „Ich bin und ich bin bei dir. Der Johannes Bugenhagen, der hat so ausgesehen, nicht der bestaussehendste, aber wie der Martin Luther ein bisschen. Er war auch sein persönlicher Seelsorger. Johannes Bugenhagen war der persönliche Seelsorger von Martin Luther. Und wisst ihr, was er gesagt hat? Das gefällt mir extrem gut. Johannes Bugenhagen hat gesagt: „Wenn du Jesus gut kennst, das ist genug, auch wenn du das Übrige nicht weißt. Wenn du Jesus nicht kennst, dann ist alles nichts, was immer du auch lernst. Wenn du Jesus gut kennst, das ist genug, auch wenn du das Übrige nicht weißt. Wenn du Jesus nicht kennst, dann ist alles nichts, egal wie viel du weißt. Es geht darum, Jesus zu kennen, mit ihm zu rechnen jeden Tag. Das ist Christ sein. Himmlischer Vater, ich danke dir für diesen Morgen. Ich danke dir für dein Wort, aber vor allem für das lebendige Wort für Jesus Christus. Danke auch für den Liebesbrief, die Bibel, die du uns geschenkt hast, damit wir lernen können von dir und über dich. Aber mit dir wollen wir Leben lernen. Aus dir wollen wir jeden Tag leben und in der Gemeinschaft mit dir wachsen, von dir abhängig sein, mit dir rechnen, in der Einheit mit dir zu leben, so wie du mit dem Vater eins bist, dass auch wir mit dir eins sind. Denn dazu hast du uns erschaffen, eins zu sein mit unserem Schöpfer und Erlöser. Danke, Herr Jesus, für dein gutes Wort, für deine Liebe, für dein Anliegen für uns und danke, dass wir mit dir rechnen dürfen. Danke, dass du keine Rituale brauchst, sondern einfach uns, den wahren Menschen, Menschen und dass wir zu dir so kommen dürfen, wie wir sind. Herr, bewahre uns vor falscher Religion und lerne uns, einzuüben, was es bedeutet, in der Gemeinschaft mit dir zu leben, in Wahrhaftigkeit. Das bete ich in Jesu Namen für mich, für meine Familie und für all die Lieben hier. Amen.