Von der Gewissheit des endgültigen Heils

Herbert Jantzen 2002

a.  Gott macht uns Mut, mit unserem endgültigen Heil zu rechnen.

      Das erkennt man an folgendem:

    I:  Er will unsere Bewahrung.

        .  Lk 12,32: "Fürchte dich nicht mehr, du kleines Herdchen, weil euer Vater das Wohlgefallen hatte, euch das Königreich zu geben."

 

        .  V 40: "Werdet also auch ihr bereit, denn zu einer Stunde, da ihr es nicht meint, kommt der Sohn des Menschen."

 

        .  Jh 6,37-39: " . . wer zu mir hin kommt, den werde ich gar nicht hinausstoßen, weil ich aus dem Himmel niedergekommen bin, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich schickte. Dieses ist der Wille des Vaters, der mich schickte, dass ich nichts von allem, das er mir gegeben hat, verliere."

 

        .  2P 3,9:  "Der Herr . . will nicht – es ist nicht seine Absicht –, daß welche umkommen."

 

        .  He 13,20.21:  "Aber der Gott des Friedens, der von den Toten heraufführte den großen 'Hirten der Schafe' durch das Blut eines ewigen Bundes, Jesus, unseren Herrn, der mache euch heil und tüchtig in jedem guten Werk, seinen Willen zu tun, wobei er das vor ihm Angenehme in euch tue durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit in alle Ewigkeiten gebührt! Amen."

 

        .  Weil er will, daß wir gerettet werden, züchtigt er uns:

-  1Kr 5,4.5:  Dem Satan übergeben - damit der Geist gerettet werde

 

-  11,32:  "Bekommen wir aber ein Strafurteil, werden wir vom Herrn gezüchtigt, damit wir nicht zusammen mit der Welt verurteilt werden."

 

-  1Tm 1,20:  Züchtigung, damit sie nicht mehr lästern

 

-  He 12,7.8.10:  Er züchtigt uns zum Nutzen, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden.

 

    II:  Gott ist stark genug, uns zu bewahren.

        . Jh 10,28.29:  "Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie kommen gar nicht um, in Ewigkeit nicht. Und nicht wird sie irgend jemand aus meiner Hand rauben. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann aus der Hand meines Vaters rauben."

 

        .  Ag 20,32: "Und nun übergebe ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das Kraft hat, euch aufzubauen und das Erbe zu geben unter allen Geheiligten."

 

        .  Rm 8,31-39: Kein Druck ist so groß, daß er uns von JC wegbringen könnte.

 

        .  2T 1,12: Er vermag, mein Anvertrautes für jenen Tag zu verwahren.

 

        .  He 7,25: "Daher vermag er auch die bis aufs ganz Vollkommene zu retten, die durch ihn zu Gott hinzutreten."

 

        .  1P 1,5: " . . die wir in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werden für die Rettung, die bereit ist, enthüllt zu werden"

 

        .  2P 2,9A: "[so] weiß der Herr [Menschen] rechter Ehrfurcht aus der Prüfung herauszuziehen"

 

        .  Jd 24: "Aber dem, der euch ohne Straucheln zu behüten vermag und ohne Schandbares in die Gegenwart seiner Herrlichkeit zu stellen mit hoher Freude"

 

    III:  Gott ist treu.

        . Jes 14,24:  "Jahwe der Heere hat geschworen und gesagt:  Wahrlich, wie ich es gedacht habe, so geschieht es, und so wie ich es beschlossen habe, so wird es zu Stande kommen."

 

        . 1Kr 1,9:  "Treu ist Gott, von dem ihr gerufen wurdet in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn."

 

        . 10,13:  "Aber Gott ist treu, der euch nicht über euer Können hinaus versuchen lassen wird, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so dass ihr sie werdet ertragen können."

 

        . Pp 2,13:  " . . es ist Gott, der in euch für das Wohlgefallen wirkt das Wollen und auch das Wirken."

 

        . 1Th 5,23.24:  "Aber er selbst, der Gott des Friedens, heilige euch gänzlich, und euer [Wesen] – der Geist und die Seele und der Leib – sei bei der Ankunft unseres Herrn, Jesus Christus, [so] bewahrt, [daß es] ganz und heil ist und ohne Tadel. Treu ist der euch Rufende, der es auch tun wird."

 

        . 2Th 3,3:  "Treu aber ist der Herr, der euch festigen und vor dem Bösen beschützen wird."

 

    IV: Jesus Christus ist da für uns.

        A: Der, der für uns da ist, ist ein Lebender.

            . He 7,25:  "Er lebt die ganze Zeit, um sich für sie zu verwenden" 

            . Mk 4,35-41:  Der Mangel an Glauben bei den Passagieren bestand in der Furcht, Jesus könnte mit dem Boot untergehen. Wenn er in uns lebt, können wir nicht untergehen. Er ist auferstanden, um nie mehr zu sterben (Rm 6,9). Sein alles überwindendes Leben ist unser überwindendes Leben.

            . Er ist unser Leben selbst.

                Ga 2,20A:  "Aber ich lebe – nicht mehr ich: Christus lebt in mir."

 

        B: Jesus hat für die Bewahrung gebetet.

            . Jh 17,11M:  "Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast"

            . V 15:  "Ich erbitte nicht, dass du sie aus der Welt heraus wegnimmst, sondern dass du sie bewahren möchtest vor dem Bösen."

            . V 20:  "Aber nicht betreffs dieser allein erbitte ich, sondern auch betreffs derer, die durch ihr Wort an mich glauben werden"

            . V 24:  "Vater, die, die du mir gegeben hast, – ich will, dass auch dieselben bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gabst"

 

        C: Christus hat versöhnt.

            Rm 5,8-10:  "aber Gott erweist seine Liebe zu uns damit, daß Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren. (9) Viel mehr werden wir also, nachdem wir nun gerechtfertigt worden sind in seinem Blut, durch ihn gerettet werden vom Zorn, (10) denn wenn wir, als wir noch Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, viel mehr werden wir, nachdem wir versöhnt worden sind, gerettet werden in seinem Leben"

 

        D: Er steht gerade für unsere Schuld.

            . 9,24:  "nicht zu von Händen gemachten „Heiligen“ ging Christus ein, entsprechenden Vorbildern der wahren, sondern in den Himmel selbst, nun vor Gott sichtbar zu werden zu unseren Gunsten"

            . 1J 2,1M.2A:  "Und wenn es vorkommt, daß jemand sündigt, haben wir stets einen Fürsprecher vor dem Vater, Jesus Christus, einen Gerechten. Und der ist Sühnung für unsere Sünden."

            . 1,7:  "Wenn wir aber im Lichte wandeln wie er im Lichte ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde."

 

    V: Der Heilige Geist ist da für uns.

        . Rm 8,11:  "Wenn aber der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckte, in euch wohnt, wird der, der Christus Jesus von den Toten auferweckte, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen wegen seines in euch wohnenden Geistes."

 

        . 2Kr 1,21.22:  "Aber der, der uns mit euch in Christus hinein festigt und uns salbte, ist Gott, der uns auch versiegelte und das Unterpfand des Geistes in unseren Herzen gab."

 

        . Eph 1,13M.14:  " . . in dem auch ihr, die ihr geglaubt hattet, versiegelt wurdet mit dem Heiligen Geist der Verheißung, der das Angeld unseres Erbes ist, zur Erlösung des erworbenen Eigentums, zum Preise seiner Herrlichkeit."

 

    VI: Die Taufe dient als Bewahrungsmittel.

           1P 3,21:  "welches Abbild auch uns nun rettet, Taufe, nicht ein Entfernen des Schmutzes am Fleisch, sondern eine verpflichtende Erklärung eines guten Gewissens, an Gott gerichtet, durch die Auferstehung Jesu Christi."

 

    VII: Das Verfahren beim Preisrichterstuhl Christi ist Grund zur Hoffnung.

            1Kr 3,15; 2Kr 5,10:  Errettung, auch wenn ,wie durch das Feuer'

 

    VIII: Der Endsieg Jesu Christi zusammen mit seiner Gemeinde ist sicher.

        . Rm 16,20:  "Aber der Gott des Friedens wird Satan mit Schnelligkeit unter euren Füßen zerdrücken."

 

        . Phil 1,6:  " . . von eben diesem überzeugt, daß der, der unter euch ein gutes Werk anfing, es auch zum Ziel bringen wird bis zum Tage Jesu Christi."

 

        . 1Th 4,13-17:  "Ich will aber nicht, daß ihr in Unkenntnis seid, Brüder, in Betreff der Entschlafenen, damit ihr nicht auch traurig seid, so wie die anderen, die nicht eine Hoffnung haben, denn wenn wir glauben, daß Jesus starb und auferstand, so wird Gott auch, durch Jesus, die Entschlafenen mit ihm bringen . . Und so werden wir allezeit zusammen mit dem Herrn sein."

 

        . 2J 2:  " . . wegen der Wahrheit, die unter uns bleibt und auf ewig bei uns sein wird."

 

        . Das Buch der Off

 

    IX: Die Beispiele in der Bibel machen uns Mut.

        . Hiob:  "Und ich, ich weiß: Mein Erlöser lebt und wird als Letzter auf der Erde stehen. Und hernach wird dieses mit meiner Haut umgeben werden, und von meinem Fleische her werde ich Gott, den Ehrfurcht Erweckenden, sehen. Den werde ich mir anschauen. Und meine Augen werden ihn schauen und nicht einen Fremden." (19,25-27)

 

        . Paulus:  "Und wir sind am Rühmen über die Hoffnung, die Herrlichkeit Gottes." (Rm 5,2)

    "Da wir aber denselben Geist des Glaubens haben (nach dem, das geschrieben ist: Ich glaubte. Darum redete ich.), glauben auch wir, und darum reden wir, da wir wissen, dass der, der den Herrn Jesus auferweckte, auch uns durch Jesus auferwecken und zusammen mit euch darstellen wird" (2Kr 4,13.14). 

    "Ich weiß, mir ist die Krone der Gerechtigkeit beigelegt." (2Tm 4,8)

 

    X: Nicht alle, die abfallen, waren wirkliche Christen.

        . 1J 2,19:  "Von uns gingen sie aus. Jedoch waren sie nicht von uns; denn wären sie von uns gewesen, wären sie bei uns geblieben. Jedoch geschah es, damit offenbar gemacht würde, daß nicht alle von uns sind."

 

        . 2Tm 2,19:  "Der feste Grund Gottes steht und hat dieses Siegel: Der Herr kannte die, die sein sind“

 

    XI: Was wir hier sind, werden wir dort sein.

           Mt 3,12 sagt der Täufer Johannes:  "er wird seine Tenne durchsäubern und seinen Weizen in die Scheune sammeln. Die Spreu wird er aber verbrennen mit unauslöschlichem Feuer."

    Was also hier "Weizen" war, wird sich dort keineswegs plötzlich als "Spreu" herausstellen, sondern dort als Weizen in die ewigen Scheunen geborgen werden.

    Nach diesem Wort aus dem Munde eines Gottespropheten gehen echte Angehörige des Messias Jesus nicht verloren.

 

b.  Die Gewissheit zukünftiger Rettung kann dennoch eine Frage sein.

      Die bisher angeführten Stellen geben nicht das ganze Bild wieder. Gott will bewahren. Er ist auch treu. Und er tut das Seinige dazu. Er hat auch die Kraft durchzubringen. Bereits hat er großes an uns getan. Aber dieses alles muß noch nicht heißen, daß jeder, der in den Heilszug steigt, auch wirklich ankommen wird. Und wenn am Richterstuhl Christi nicht auf Heilsbesitz hin geprüft wird, dann weil Abgefallene garnicht erst dort ankommen.

    Folgendes ist nun zu beachten.

 

I:  Die zuversichtliche Hoffnung des endgültigen Heils schließt persönliche Verantwortung nicht aus.

        . Mt 24,13:  "aber wer bis zum Ende ausharrt, der wird gerettet werden."

 

        . Ag 14,22:  " . . festigten die Seelen der Jünger, riefen sie auf, im Glauben zu bleiben, und sagten:  Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Königreich Gottes eingehen."     

 

        . Rm 1,17:  "denn die Gerechtigkeit Gottes wird darin enthüllt, aus Glauben zu Glauben, sowie geschrieben ist: Der Gerechte – aus Glauben wird er leben."

 

        . Ep 1,1:  "Paulus, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen – den Heiligen, die in Ephesus sind, und Treuen in Christus Jesus"

 

        . Pp 2,12:  ". . bringt zuwege mit Furcht und Zittern, daß ihr selbst gerettet werdet." 

    Vgl 3,7-14. 

 

        . Ko 1,21-23A:  "Und euch, die ihr einst entfremdet wart und Feinde im Denken, was sich in den bösen Werken äußerte, versöhnte er jetzt aber in dem Leibe seines Fleisches durch den Tod, um euch darzustellen als Heilige und Tadellose und Nichtanzuklagende((Fn: od: Nicht-Zurückzurufende)) vor ihm, wenn ihr im Glauben bleibt als solche, die gegründet und gefestigt sind und die nicht abbewegt werden von der Hoffnung der guten Botschaft, die ihr hörtet"

 

        . 2,18A.19A:  "Laßt niemanden euch den Kampfpreis absprechen, der einen selbstgewählten Weg geht . . . der sich nicht hält an das Haupt."

 

        . 1Tm 4,16:  "Habe stets acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe beharrlich bei ihnen; denn indem du dieses tust, wirst du . . dich selbst bewahren und retten"

 

        . 6,12:  "Kämpfe den edlen Kampf des Glaubens. Ergreife das ewige Leben, zu dem du auch gerufen wurdest"

 

        . 2Tm 2,17M.18:  "Von ihnen ist Hymenäus, auch Philetus, welche von der Wahrheit abirrten und sagen, die Auferstehung sei schon geschehen, und sie bringen den Glauben etlicher zum Umsturz."

 

        . 4,7:  "Ich habe den edlen Kampf gekämpft. Ich habe den Lauf vollendet. Ich habe den Glauben bewahrt."  

 

        . He 3,6-12:  "aber Christus als Sohn über seinem Hause, dessen Haus wir sind, wenn wir die Freimütigkeit und das Rühmen der Hoffnung als eine feste bis zum Ende, bis zum Ziel, festhalten.

    Darum, so wie der Heilige Geist sagt: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet nicht eure Herzen, wie es in der Herausforderung am Tage der Versuchung in der Wüste geschah, wo eure Väter mich versuchten, mich auf die Probe setzten und meine Werke vierzig Jahre sahen. Darum war ich entrüstet über jenes Geschlecht und sagte: 

    Immer irren sie im Herzen; sie kannten nicht meine Wege; wie ich in meinem Zorn schwor: Wenn sie in meine Ruhe eingehen werden ...!

    Seht, Brüder, dass nicht in jemandem von euch ein böses Herz des Unglaubens sein wird, im Abfall vom lebenden Gott begriffen"

        Die persönliche Verantwortung für die Bewahrung geistlichen Lebens ist hier mit Klarheit zum Ausdruck gebracht. Auffallend ist aber der altestamentliche Text, der zitiert wird. Er ist Ps 95 entnommen, der folgenden Inhalt hat: V 1'2 sind Aufruf zur Anbetung Gottes. V 3-5 stärken diesen Ruf mit der Begründung: Gott ist groß. V 6 ist ein zweiter Ruf zur Anbetung, und in V 7 kommt gleich die Begründung: Gott ist unser Gott, und wir sind sein und abhängig von ihm wie Schafe von einem Hirten. Hieran schließt sich nun die Warnung, die der HeSchreiber zitiert, eine, die besagt, wie schlimm es ausfallen kann, wenn nicht auf Gottes Stimme gehört wird, der Stimme, die zur  Anbetung und Anerkennung der Größe Gottes ruft. Verzicht auf die schuldige Gottesverehrung setzt das Leben aufs Spiel. So wesentlich ist diese Aufgabe!

 

        . 4,11:  "Befleißigen wir uns also, einzugehen in jene Ruhe, damit nicht jemand nach demselben Beispiel des ungläubigen Ungehorsams falle"

 

        . V 14:  "Da wir also einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel ging, Jesus, den Sohn Gottes, lasst uns das Bekenntnis festhalten"

 

        . 7,25:  Den, der immer wieder zu Gott hinzutritt, bringt er ans Ziel.

 

        . 10,23.24A:  "Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung, ohne zu wanken, denn der Verheißende ist treu; und lasst uns auf einander achten, um anzuspornen"

 

        . V 32:  "Erinnert euch aber der früheren Tage, in denen ihr, nachdem ihr erleuchtet worden wart, viel Leidenskampf erduldetet"

 

        . V 39:  "Aber wir sind nicht des Zurückweichens zum Verderben, sondern des Glaubens zum Gewinnen der Seele als Besitz."

 

        . 13,13.14:  "Da lasst uns nun zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, und seine Schmach tragen, denn wir haben hier nicht eine bleibende Stadt, sondern die kommende suchen wir."

 

        . 1P 1,5-9:  "die wir in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werden für die Rettung, die bereit ist, enthüllt zu werden . . damit die Erprobung eures Glaubens . . – ihr glaubt aber – . . das Ziel eures Glaubens davontragend, die Rettung der Seelen"

 

        . 1J 2,24:  "Ihr also, was ihr von Anfang an hörtet, bleibe stets in euch. Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an hörtet, werdet auch ihr in dem Sohne und in dem Vater bleiben." 

 

        . 3,23.24A:  "Und dieses ist sein Gebot, daß wir an den Namen seines Sohnes, Jesus Christus, glauben und einander lieben, so wie er uns ein Gebot gab. Und wer seine Gebote hält, bleibt in ihm und er in ihm."

 

        . Jd 21-23:  "bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes und wartet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben. Und etlicher erbarmt euch – macht einen Unterschied –, etliche rettet in Furcht: Reißt sie aus dem Feuer! Dabei haßt selbst das vom Fleisch befleckte Kleidungsstück."

 

        . Off 2,7:  "Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Dem, der überwindet, werde ich zu essen geben vom Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist."

 

        . 3,10:  "Du (!) hast bewahrt das Wort der Ausdauer."

 

II: Was man über Treue und Untreue wissen sollte

 

A: Es gibt eine Art Untreue innerhalb letzter Treue

 denn es gibt 2 Ebenen von Treue und Untreue.

 

 . Jk 3,2: “wir alle straucheln oft. Wenn jemand nicht im Wort strauchelt, ist dieser ein vollkommener Mann, fähig, auch den ganzen Leib im Zaum zu halten.”

 

 . 1J 1,7: “Wenn wir aber im Lichte wandeln wie er im Lichte ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde.”

 

 . 2,1.2A: “Meine Kindlein, dieses schreibe ich euch, damit es nicht vorkommt, dass ihr sündigt. Und wenn es vorkommt, dass jemand sündigt, haben wir stets einen Fürsprecher vor dem Vater, Jesus Christus, einen Gerechten. Und der ist Sühnung für unsere Sünden.”

 

 . Of 2,4.5.7: “Jedoch habe ich gegen dich, dass du deine erste Liebe verließest. Bedenke also, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke. Sonst komme ich mit Schnelligkeit über dich. Und ich werde deinen Leuchter von seiner Stelle stoßen, wenn du nicht Buße tust. . .

 

Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Dem, der überwindet, werde ich zu essen geben vom Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist.”

 Vgl. 3,15-20.

B: Letzte Treue ist nicht selbstverständlich.

 

 Nicht jeder, der in die Nachfolge Jesu Christi tritt, erreicht das ewige Ziel.

 

 . Rm 8,17: “Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, Gottes Erben und Christi Miterben, unter der Bedingung, dass wir mitleiden, damit wir auch mit verherrlicht werden”

 

 . 14,15: “Verdirb nicht mit deiner Speise denjenigen, für den Christus starb.”

 

 . 1Kr 15,1.2: Rettung, wenn ihr festhaltet

 

 . Ga. 4,11: “Ich fürchte um euch, ich möchte vergebens für euch gearbeitet haben.”

 

 . Ga. 5,4: “Ihr wurdet weggetan von Christus, so viele ihr im Gesetz gerechtfertigt werdet; ihr fielt aus der Gnade”

 

 . Kol. 1,22.23: “er versöhnte jetzt aber in dem Leibe seines Fleisches durch den Tod, um euch darzustellen als Heilige und Tadellose und Nichtanzuklagende vor ihm, wenn ihr im Glauben bleibt als solche, die gegründet und gefestigt sind und die nicht abbewegt werden von der Hoffnung der guten Botschaft, die ihr hörtet”

 

 . Kol. 2,8A: “Seht, dass nicht jemand sein wird, der euch zum Raube macht durch die Philosophie und leeren Betrug”

 

 . 1T 6,20.21: “O Timotheus, verwahre das Anvertraute; meide dabei stets das profane, leere und ergebnislose Gerede und Gegenaufstellungen der fälschlicherweise benannten Kenntnis. Einige bekannten sich dazu und vertraten sie. Dabei verfehlten sie, hinsichtlich des Glaubens, das Ziel.”

 

 . 2T 2,10: “Deswegen erdulde ich mit Ausdauer alles der Erwählten wegen, damit auch sie das Heil erlangen, das in Christus Jesus ist”         

 

 . He 3,6: “aber Christus als Sohn über seinem Hause, dessen Haus wir sind, wenn wir die Freimütigkeit und das Rühmen der Hoffnung als eine feste bis zum Ende, bis zum Ziel, festhalten.”

 Vgl. 3,12 – 4,1

 

 . He 10,26.27: Der vom Heiligen Geist getriebene Schreiber schließt sich ein. Sollte er sich von der Deckung des einen Opfers wenden, so bliebe auch für ihn nur Gericht.

 

 . He 10,35.36: “Werft also euren Freimut nicht weg, welcher eine große Belohnung hat, denn ihr habt Ausdauer nötig, damit, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, ihr die Verheißung davontragt”

 Diese Ermahnung gilt Wiedergeborenen. Es hat nämlich keinen Sinn, einem Unbekehrten zu sagen, er solle sein Vertrauen nicht wegwerfen, denn er hat mehr als das zu tun: Er muss zuerst einmal in Reue und Glauben Jesus als Retter in Anspruch nehmen. Vertrauen und Freimut muss man zuerst bekommen, bevor man sie von sich werfen kann.

 

 . He 12,14.15: Ohne Heiligung wird niemand den Herrn schauen.

 

 . 2J 8.9A: “Seht auf euch selbst, damit wir nicht verlieren, was wir erwirkten, sondern vollen Lohn erhalten. Jeder, der übertritt und nicht in der Lehre Christi bleibt, hat nicht Gott.”

 Nota bene: Die Lateiner hatten ein weises Wort geprägt, das hierzu passt: “Laus in amore mori”: “Zum Lobe gereicht nur das, wenn man in der Liebe auch stirbt.”

 

C: Letzte Untreue zieht ernste Folgen nach sich.

 

 . Mt 10,33: “Aber wer immer mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.”

 

 . Mt 24,13: “aber wer bis zum Ende ausharrt, der wird gerettet werden.”

 

 . Mt 25,1-13:         Alle zehn sind Jungfrauen. Zunächst herrscht völlig gleiche Situation – mit nur einem Unterschied: Eine Gruppe hat nicht genug von dem, das nötig ist, hineinzukommen. Auch die Mädchen, die schon zum Empfang des Bräutigams aufgebrochen waren aber zu spät kamen, werden vom Himmelreich ausgeschlossen. Sie hatten sich allzu dick im Diesseits angesiedelt und waren auf sein Kommen nicht gefasst.

 

 . Mt 25,30: “Den unnützen Sklaven tut hinaus in die Finsternis, die draußen ist. Dort wird lautes Weinen und Zähneknirschen sein.”

 Wer als Jünger Auftrag und Arbeitsmittel zum Wirken erhielt, diese aber liegen ließ, wird ins Dunkel, ins verzweifelte Heulen hinausgeworfen.

 

 . Lk 12,45.46: “Wenn aber jener leibeigene Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr verzieht zu kommen, und anfängt, die leibeigenen Knechte und Mägde zu schlagen und zu essen und zu trinken und sich zu berauschen, wird der Herr jenes leibeigenen Knechtes an einem Tage kommen, an dem er es nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn entzweischneiden und ihm sein Teil mit den Ungläubigen setzen.”

 Der von Jesus bestellte Verwalter, der ein Genießerleben anfängt und seine Mitarbeiter tyrannisiert, wird abgesetzt. Er wird ausgestoßen und teilt das Schicksal der Ungläubigen.

 

 . Jh 15,2A.6: “Jede Rebe an mir, die nicht Frucht trägt, nimmt er weg. . . Wenn jemand nicht an [und in] mir bleibt, [wird es von ihm heißen]: Er wurde wie die Rebe hinausgeworfen, und er verdorrte (und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer), und er brennt.”

 Der schon am Weinstock befindliche Rebzweig wird entfernt und verbrannt, wenn er nur Holz treibt aber keine Frucht aufweist.

 

 . Rm 6,16: “Wisst ihr nicht, dass, wem ihr euch als leibeigene Knechte zum Gehorchen zur Verfügung stellt, dessen leibeigene Knechte ihr seid, dem ihr gehorcht, ob der Sünde zum Tode oder des Gehorchens zur Gerechtigkeit?”

 

 . Rm 8,6A.7: “denn die Gesinnung des Fleisches ist Tod, . . weil nämlich die Gesinnung des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist, denn dem Gesetz Gottes ist sie nicht untertänig, denn sie vermag es gar nicht zu sein.”

 

 . Rm 8,13: “wenn ihr nach dem Fleisch lebt, seid ihr daran, zu sterben.”

 

 . Rm 11,20-22: “Recht. Durch den Unglauben kam es, dass sie ausgebrochen wurden. Du stehst durch den Glauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich, denn wenn Gott der natürlichen Zweige nicht schonte, dass er auch deiner etwa nicht schonen werde! Sieh also die Freundlichkeit und die Strenge Gottes: gegen die, die fielen, Strenge; gegen dich Freundlichkeit, wenn du an der Freundlichkeit bleibst. Sonst wirst auch du abgeschnitten werden.”

 Ein in den Ölbaum eingepfropfter Zweig kann wieder abgehauen werden.

 

 . 1Kr 9,22-27

 

 . 1Kr 15,1.2: “Ich lasse euch kennen, Brüder, das Evangelium, das ich euch als gute Botschaft brachte, das ihr auch übernahmt, in dem ihr auch steht, durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr festhaltet, was für ein Wort ich euch als gute Botschaft sagte, es sei denn, dass ihr ohne Grund und ohne Erfolg glaubtet”

 

 . Ga 5,4: “Ihr wurdet weggetan von Christus, so viele ihr im Gesetz gerechtfertigt werdet; ihr fielt aus der Gnade”

 

 . Ep 5,3-7: “Aber außereheliche Geschlechtsverbindung und alle Unreinheit oder Habsucht werde nicht einmal bei euch genannt, wie es sich für Heilige geziemt, auch nicht Schändlichkeit und albernes Gerede, noch Witzelei, was unschicklich ist, sondern lieber Dank, denn von diesem seid ihr in Kenntnis, dass keiner, der sich der außerehelichen Geschlechtsverbindung hingibt, kein Unreiner oder Habsüchtiger – der ein Götzendiener ist – Erbteil hat im Königreich Christi und Gottes. Niemand betrüge euch mit leeren Worten, denn wegen dieser Dinge kommt Gottes Zorn auf die Söhne des ungläubigen Ungehorsams. Werdet also nicht ihre Mitgenossen”

 

 . 2T 2,12M: “Verleugnen wir, wird er uns auch verleugnen.”

 

 . He 2,2.3A: “wenn das durch Engel geredete Wort festgemacht wurde und jede Übertretung und jeder Ungehorsam gerechte Vergeltung empfing, wie werden wir entrinnen, wenn wir ein so großes Heil missachtet haben?”

 

 . He 3,17 – 4,2: “Aber mit wem war er entrüstet vierzig Jahre? War es nicht mit denen, die sündigten, deren Leichen in der Wüste fielen? Aber zu wem schwor er, sie würden nicht in seine Ruhe eingehen, wenn nicht zu denen, die im Unglauben ungehorsam waren? Und wir sehen, dass sie nicht eingehen konnten wegen Unglaubens. Fürchten wir uns also, damit nicht etwa, während noch übrig ist eine Verheißung, in seine Ruhe einzugehen, jemand von euch als zurückgeblieben erscheine, denn auch uns ist gute Botschaft ergangen gleichwie an jene; jedoch nützte das gehörte Wort jenen nicht, da es bei den Hörern nicht mit dem Glauben vermengt war”

 

 . He 6,1-9: Unter gewissen Voraussetzungen werden sich die Leser zur Reife bringen lassen, wenn

- sie auf den Autor hören, d.h. sich bewegen lassen;

- sie nicht beim Fundament des Glaubens bleiben;

- Gott es zulässt.

 Ausnahme (dh: zulassen wird es Gott nicht): bei Menschen, die “daneben gefallen sind” und Jesus so behandeln wie die ungläubigen Juden es taten.

 Der Grund der Ausnahme: Solche Auffassung von Christus und solche Einstellung ist ein Hindernis, einen Menschen zur Buße zu führen. Diese Einstellung müsste erst aufgegeben werden. Es gibt nämlich Buße vor der Buße.

 Es ist bei diesen Menschen wie bei einem nutzlosen Ackerboden. Das stellt sich aber erst im Laufe der Zeit heraus, in der ver­schiedene Versuche unternommen wurden, aus dem Boden etwas herauszuholen. Das Ende solcher Leute ist der Fluch. Der Zustand wird zum bestimmten Zeitpunkt bestätigt und terminiert: Fluch setzt ein. Gott setzt diese Grenze; vgl. Vers 10.

 Der Schreiber ist überzeugt, dass die gegenwärtigen Leser nicht zu diesen gehören. Dennoch gibt es den Abfall.

 

 . He 10,26-31: “sündigen wir von uns aus, aus freien Stücken, nach dem Empfangen der Erkenntnis der Wahrheit, bleibt kein [weiteres] Opfer für Sünden mehr übrig, ein gar furchtbares Erwarten aber des Gerichts und ein Eifer des Feuers, das im Begriff ist, die Widersacher zu fressen. Setzt jemand das Gesetz Moses beiseite, stirbt er ohne Erbarmungen auf zwei oder drei Zeugen hin. Wie viel schlimmerer Strafe, meint ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen trat und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt war, nach Überlegung für gemein achtete und den Geist der Gnade in übermütiger Weise schmähte? – denn wir wissen um den, der sagte: Die Rache ist meine. Ich werde vergelten, sagt der Herr, und wieder: Der Herr wird sein Volk richten. Furchtbar ist es, in die Hände des lebenden Gottes zu fallen!”

 

 . He 10,37M.38: “Der, der kommt, wird kommen und nicht säumen. Aber der Gerechte wird vom Glauben her leben. Und wenn er zurückweicht, hat meine Seele nicht Wohlgefallen an ihm.”

Der „Gerechte“ ist der Wiedergeborene. Er wird vom Glauben her [o: aus Glauben] leben. Leben (in Ewigkeit) wird er aber nicht, wenn er unterwegs zurückweicht. Sollte er zurückweichen („zum Verderben“, vgl. V. 39), wird er Gottes Königreich nicht erben, wird er nicht leben, wird er nicht gerettet sein. (TJ)

 

 . He 12,14.15A: “Jagt dem Frieden nach mit allen, auch der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, und dabei haltet Aufsicht, dass nicht jemand von der Gnade Gottes abkomme und sie ihm fehle”

 

 . He 12,25: “Seht, dass ihr nicht abweist den, der spricht, denn wenn jene nicht entkamen, die den abwiesen, der auf der Erde Weisung gab, wieviel mehr [werden] wir [nicht entkommen, wenn] wir uns von dem abwenden, der es vom Himmel her [tut]”

 

 . Jk 1,12: “Ein seliger Mann, der in der Versuchung Ausdauer [bewahrt]! – weil er, nachdem er ich bewährt hat, die Krone des Lebens empfangen wird, die der Herr denen verhieß, die ihn lieben.”

Diese Krone ist das zukünftige (ewige) Leben. Wer in der Versuchung nicht Ausdauer bewahrt, wird die Krone, [nämlich] das Leben, nicht empfangen. (TJ)

 

 . Jk 5,19.20: “Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit irrt und jemand bringt ihn zur Umkehr, nehme er zur Kenntnis, dass der, der einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr bringt, eine Seele vom Tode retten und eine Menge Sünden bedecken wird.”

 

 . 2P 2,18-22: “mit überschwänglichen nichtigen Tönen locken sie mit Fleischeslust, mit Zügellosigkeiten die, die in der Tat denen entflohen waren, die im Irrtum ihr Leben führten, wobei sie ihnen Freiheit versprechen, während sie selbst Sklaven der Verderbnis sind, denn von wem jemand überwältigt worden ist, von diesem ist er auch versklavt worden, denn wenn sie, nachdem sie im Erkennen des Herrn und Retters, Jesus Christus, den Befleckungen der Welt entflohen waren, wieder aber durch diese verstrickt und sie überwältigt werden, ist für sie das Letzte schlimmer als das Erste geworden, denn besser wäre es für sie, nicht den Weg der Gerechtigkeit erkannt zu haben, als, nachdem sie ihn erkannt hatten, sich umgewandt zu haben vom heiligen Gebot, das ihnen übergeben war. Es ist aber bei ihnen eingetroffen, was die wahre Bildrede [sagt von einem] Hund, der sich umwandte zu dem, das er selbst ausgespieen hatte, und [einer] Sau, die sich badete, und zum Wälzen im Schlamm [sich aufmachte].”

 

 . 2J 8.9: “Seht auf euch selbst, damit wir nicht verlieren, was wir erwirkten, sondern vollen Lohn erhalten. Jeder, der übertritt und nicht in der Lehre Christi bleibt, hat nicht Gott.”

 

 . Of 2,11: “Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Der, der überwindet, wird nicht von dem zweiten Tode beschädigt werden.”

Zu beachten ist, dass dieses Wort an Gemeinde Jesu – dh: an Wiedergeborene – gerichtet ist. Sie als Wiedergeborene werden zum Überwinden aufgerufen. Wer als Wiedergeborener nicht überwindet, wird zu einem Nichtchristen. Nichtchristen werden vom zweiten Tode beschädigt werden.

 

 . Of 3,5: “Der, der überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden, und ich werde seinen Namen gar nicht auslöschen aus dem Buche des Lebens”

 . Of 3,16: “weil du lau bist und weder kalt noch warm, bin ich daran, dich aus meinem Munde zu speien”

Das Wort Jesu ist an solche gerichtet, die er züchtigt, an solche, die er liebt (V. 19), dh: an Wiedergeborene, an Christen (vgl. Hebr. 12,5-8).

 Der Leuchter lau gewordener Christen kann umgestoßen werden.

 

D: Einige bekannte Einwände

 

 1: Ein häufiger Einwand, der sehr schnell kommt:

 “Jesus sagte: 'Ich gebe ihnen ewiges Leben.' Ewiges Leben ist ewig, nicht z. Bsp. 2 Jahre lang.”

 

 Das ist zweifelsohne so. Das wird keineswegs bestritten. Bestritten wird, dass es eine Sache ist, die man wie einen anderen Gegenstand besitzt. Ewiges Leben ist in einer Person, ja, es ist eine Person:

 

 Ga 2,19M.20A: “Ich bin zusammen mit Christus gekreuzigt worden. Aber ich lebe – nicht mehr ich: Christus lebt in mir. Was ich nun im Fleisch lebe, lebe ich im Vertrauen auf den Sohn Gottes”

 

 1J 5,11M.12: “Gott gab uns ewiges Leben, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, hat das Leben. Wer den Sohn Gottes nicht hat, hat nicht das Leben.”

 

 Darum ist der Besitz des ewigen Lebens abhängig von der Beziehung zu dieser Person:

 Jh 15,4.6: “Bleibt an mir – und ich in euch! . . Wenn jemand nicht an [und in] mir bleibt, [wird es von ihm heißen]: Er wurde wie die Rebe hinausgeworfen”

 

 17,3: “Dieses ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und Jesus Christus, den du sandtest, kennen möchten.”

 

 2: Ein weiterer Einwand – er dürfte sogar der häufigste sein: der Vergleich mit einem ungehorsamen Kind, das immer noch Kind der Eltern bleibt.

 

 Dieser Vergleich ist jedoch eine Bestätigung dessen, das oben ausgeführt wurde, nicht ein Gegenargument.

 

 Wird nämlich gesagt: “So wie ich ein Kind natürlicher Eltern bleibe, bleibe ich ein Kind des himmlischen Vaters”, so stimmt der Satz, denn Kind meiner irdischen Eltern bin ich im biologischen Sinne, Kind des himmlischen Vaters im geistlichen. Sterben die Eltern, bzw. sterbe ich, so hört die Kindschaft auf. Mein geistlicher Vater im Himmel stirbt nicht, und so lange ich sein in mich verpflanztes geistliches Leben trage, bin ich sein Kind. Sterbe ich geistlich, was Jesus mit der entfernten Rebe, die tatsächlich am Weinstock war, als Möglichkeit hinstellt, so bin ich nicht mehr sein Kind.

III: Über die Spannung in diesem Thema

 

 A: Warum diese Spannung in der Schrift?

 

 1: Weil Gott uns nicht in die letzten Ursachen menschlichen Handelns schauen lässt.

 

 5M 29,29: “Die verborgenen Dinge sind Jahwes, unseres Gottes, und die geoffenbarten unser und unserer Söhne ewiglich, zu tun alle Worte dieser Weisung.”

 

 2: Weil Gott Menschen dort begegnet, wo sie sich gerade befinden.

 

 Wenn sie in zwei verschiedene Richtungen gehen, scheinen auch die sie ansprechenden Aussagen in zwei Richtungen zu gehen.

 Daher die Aufforderung am Platz: 2T 2,15: Befleißige dich, dich selbst Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht schämt, der das Wort der Wahrheit in rechter Weise [aus]teilt”, sowie die Erklärung einige Verse weiter (V 19): “Der feste Grund Gottes steht und hat dieses Siegel: Der Herr kannte die, die sein sind, und: Jeder, der den Namen Christi nennt, nehme Abstand von Ungerechtigkeit.”

 

 B: Was gewisse Stellen nicht sagen

 

 . Jh 10,27.28 besagen nicht, dass niemand aus der Hand Jesu weichen kann.

 

 . Pp 1,6 sagt nicht, dass kein Christ abfallen wird.

 

 . 1J 2,19: “Von uns gingen sie aus. Jedoch waren sie nicht von uns; denn wären sie von uns gewesen, wären sie bei uns geblieben. Jedoch geschah es, damit offenbar gemacht würde, dass nicht alle von uns sind.”

 Hier steht nicht geschrieben, dass die, die weggingen, nie “von uns” gewesen waren. Irgendwann aber, bevor sie weggingen, waren sie nicht bzw. nicht mehr Gotteskinder. Gott sei Dank, dass die, die es wirklich waren, in diesem Fall so lebten, dass die anderen es nicht mehr bei ihnen aushielten.

 

 C: Es gibt die Gefahr der einseitigen Betonung.

 1: Die Überbetonung der “gewissen Bewahrung

 

 a: In diesem Fall kann die Heiligung bald leiden.

 2T 2,19: “Dennoch gilt: Der feste Grund Gottes steht und hat dieses Siegel: Der Herr kannte die, die sein sind, und: Jeder, der den Namen Christi nennt, nehme Abstand von Ungerechtigkeit.”

 Die 2. Hälfte dieses Verses darf in der Verkündigung nicht auf Kosten der 1. Hälfte unter den Tisch fallen.

 

 b: Unechte Christen bekommen nicht genügend Anlass, sich ernsthaft zu prüfen.

 

 Man wird dadurch Christ, dass Christus Herr (!) ist. Im Neuen Testament erfolgt nun die Wassertaufe gleich nach dem Bekenntnis zu Christus. Ob dieses echt war, stellt sich dann später heraus – nur aber, wenn 2Kr 13,5 in der Verkündigung ernstgenommen wird und unechte Christen zur Genüge zur Selbstprüfung veranlasst werden.

 

 2: Die Überbetonung der “bedingten Bewahrung

 

 a: Hier besteht die Gefahr, dass der Christ mehr auf sich selbst sieht als auf den Herrn, nie zur Ruhe kommt über sein erlebtes Heil. Die Heilsgewissheit kann leiden. Stand und Zustand in Christus werden zu schnell verquickt. Texte wie die folgenden sind hier am Platz.

 

 1Kr 1,30.31: “Aus ihm ist es, dass ihr in Christus Jesus seid, der uns Weisheit wurde von Gott und Gerechtigkeit und Geheiligtsein und Erlösung, damit, wie geschrieben ist: Wer rühmt, rühme im Herrn.”

 

 Kol. 2,6-10: “Wie ihr also Christus Jesus, den Herrn, annahmt, wandelt in ihm als solche, die gewurzelt sind und die aufgebaut werden in ihm und gestärkt und gefestigt werden im Glauben, so wie ihr gelehrt wurdet, überfließend in demselben von Dank. Seht, dass nicht jemand sein wird, der euch zum Raube macht . . nicht nach Christus, weil in ihm in leiblicher Gestalt die ganze Fülle der Gottheit wohnt, und ihr seid vollständig und erfüllt in ihm”

 

 He 12,1-3: “Ja, so lasst denn also auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen haben, die uns umgibt, . . laufen . . dabei hinwegsehen auf des Glaubens Anführer und Vollender, Jesus, der für die Freude, die vor ihm lag, das Kreuz erduldete, dessen Schmach er verachtet hatte, sich auch setzte zur Rechten des Thrones Gottes; denn betrachtet wohl den, der so großes Widersprechen von Sündern gegen sich erduldete, damit ihr nicht ermüdet und dabei in euren Seelen ermattet.”

 

 b: Auch die Sorge um die Verlorenen kann leiden, wenn man zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist.

 

 1J 2,2: Wegschauen von sich und der Frage der eigenen Sünde hin auf die Welt, die noch gar keine Vergebung kennt!

 

 3: Die Gefahren auf beiden Seiten

 

 a: Dass man eine gekürzte Bibel bekommt, nicht mehr ansprechbar ist von den Stellen, die nicht mehr ins System passen

 

 b: Dass man eine gekürzte Gemeinschaft bekommt, Andersdenkenden aus dem Wege geht, sie evtl. als Häretiker stempelt

c. Schlussworte

 I: Christen gehen nicht verloren.

Sie können von Christus abfallen, aber Abgefallene sind nicht mehr Christen, sondern Nichtchristen. Verloren gehen nur Nichtchristen. Geht jemand verloren, der einmal Christ war, so geschieht es als Nichtchrist, nicht als Christ. Unter denen, die verloren gehen, gibt es keine Christen. Solange man Christ ist, ist man in der sicheren Arche: Christus. Mit dem Bilde des Täufers gesprochen: Kein Weizen wird zusammen mit der Spreu in das Feuer geworfen; nur die Spreu kommt ins Feuer. Was am Ende der Wallfahrt auf Erden Weizen war, wird aufgehoben und bleiben.

 

 II: Das Heil “verliert” man nicht.

 Das Heil ist Jesus Christus. Den kann man verlassen – und mit ihm das Heil – aber nicht verlieren, wie man einen Gegenstand (z. Bsp. aus Vergesslichkeit) verliert. Abfall ist vielmehr bewusste Schuld an Christus, nicht lediglich ein “Fehler”, der einem “unterlaufen” könnte. In dem Sinne, dass ein Abgefallener das Heil nicht mehr hat, hat er es zwar verloren, aber nicht in dem Sinne, dass es ihm gleichsam “aus der Tasche gefallen” wäre.

 

 III: Im Grunde macht es nicht so viel aus,

ob man an eine bedingte oder an eine unbedingte Bewahrung glaubt.

 

 A: Es macht nicht so viel aus im Blick auf die eigentliche Bewahrung,

denn

 1: einmal fallen nicht alle, die an eine bedingte Bewahrung glauben, ab, nur weil sie an die Möglichkeit eines Abfallens glauben;

 

 2: zum anderen bleiben nicht alle, die an eine unbedingte Bewahrung glauben, treu, nur weil sie an die Unmöglichkeit eines Abfallens glauben.

 

 Auch solche, die klare Heilsgewissheit hatten, fallen durchaus vom Herrn Jesus ab.

 „Aber“ (so wendet man auf dieser Seite ein) „in dem Fall waren sie nicht wirklich wiedergeboren.“ Mit diesem Satz sägt man den Ast, auf dem man sitzt, ab. Wer von einem, der sich einmal seines Heils sicher war und abfiel, sagt, er sei nicht wiedergeboren gewesen, muss sich fragen, wieso er denn selbst von sich so genau weiß, dass er nicht abfallen wird; – denn was für den einen gilt, gilt auch für den anderen. Beide, der, der abfiel, und der, der jenem das Heil abspricht, glaubten an die „Unverlierbarkeit“ des Heils.

 Solche Überlegungen führen letztlich dazu, dass niemand eine absolute Heilsgewissheit haben kann. Eine Art “Heilsgewissheit” zerstört die Heilsgewissheit.

 

 B: Es macht nicht so viel aus, wenn Folgendes beachtet wird.

 Man sollte auf die Schrift, das Reden Gottes, eingestellt sein, nicht auf menschliche Lehrer. Wo man nicht mehr bereit ist, aufs Neue auf die Schrift zu hören, sind schwere Bedenken anzumelden.

 Der die Unbedingtheit Betonende sollte auch die Stellen in seiner Bibel lesen und berücksichtigen, auf die sein Gegenüber sich beruft. Tut er es, so wird er einen heiligen Lebenswandel führen und bewahrt bleiben.

 Der die Bedingtheit Betonende sollte genauso die Schriftstellen seines Gegenübers beachten, weil sie ja auch in seiner Bibel stehen. Tut er es, so wird er auf den Herrn vertrauen und so bewahrt bleiben.

 Der Erstere soll sich nicht auf seine Bekehrung verlassen, noch auf seine Lehre, sondern auf Gott, und der Zweite soll sich nicht auf seine Treue noch auf seine Heiligung verlassen, sondern auf Gott.

 Gerettet und bewahrt wird man durch den Glauben. Treue zu Jesus Christus ist keine Leistung. Treue (griech.: pistis) = Glauben (griech.: pistis)

 Stets sollte Jesus Christus im Mittelpunkt des Überlegens stehen, nicht die Treue zu einer Auffassung.


d.  Anhang

I:  Bemerkungen von Barnes in Englisch zu 1Kr 9,22-27

 

1 Corinthians 9:22

    I am made all things to all men

I become all things; that is, I accommodate myself to them in all things, so far as can be done with a good conscience.

    “That I might by all means”

That I might use every possible endeavor, that some at least might be saved. It is implied here that the opposition to the gospel was everywhere great; that people were reluctant to embrace it; that the great mass were going to ruin and that Paul was willing to make the highest possible exertions, to deny himself, and practice every innocent art, that he might save “a few at least” out of the innumerable multitudes that were going to death and hell.

    It follows from this:

(1) That people are in danger of ruin.

(2) We should make an effort to save people. We should deny ourselves and give ourselves to toil and privation, that we may save some at least from ruin.

(3) The doctrine of universal salvation is not true. If it were, what use or propriety would there have been in these efforts of Paul? If ALL were to be saved, why should he deny himself and labor and toil, to save “SOME?” Why should a man make a constant effort to save “a few at least”, if he well knew that ALL were to be saved? Assuredly Paul did not

“know” or believe that all people would be saved; but if the doctrine [were] true, he would have been quite as likely to have known it, as its modern advocates and defenders.

 

1 Corinthians 9:23

    For the gospel’s sake

That it may be advanced and may be successful.

    That I might be partaker thereof with you

You hope to be saved. You regard yourselves as Christians; and I wish to give evidence also that “I” am a Christian and that I shall be admitted to heaven to partake of the happiness of the redeemed.

 

1 Corinthians 9:24

    When Paul says, that the one receives the prize, he does not mean to say, that there will be the same small proportion among those who shall enter into heaven and among Christians. But his idea is, that as THEY make an effort to obtain the prize, so should we; as many who strive for it, then lose it, it is possible that we may; and that therefore we should strive for the crown and make an effort for it, AS IF but one out of many could obtain it. This, he says, was the course which he pursued; and it shows, in a most striking manner, the fact that an effort MAY be made, and SHOULD be made, to enter into heaven.

So run, that ye may obtain

So run in the Christian race, that you may obtain the prize of glory, the crown incorruptible. So live; so deny yourselves; so make constant exertion, that you may not fail of that prize,

the crown of glory, which awaits the righteous in heaven; compare Hebrews 12:1.

    Christians may do this when:

(1) They give themselves wholly to God and make this the grand business of life;

(2) “When they lay aside every weight” (Hebrews 12:1); and renounce all sin and all improper attachments;

(3) When they do not allow themselves to be “diverted” from the object but keep the goal constantly in view;

(4) When they do not flag or grow weary in their course;

(5) When they deny themselves; and

(6) When they keep their eye fully fixed on Christ (Hebrews 12:2) as their example and their strength and on heaven as the end of their race and on the crown of glory as their reward.

 

1 Corinthians 9:25

    To obtain a corruptible crown

A garland, diadem or civic wreath, that must soon fade away. The garland bestowed on the victor was made of olive, pine, apple, laurel or parsley. That would soon lose its beauty and fade; of course it could be of little value. Yet we see how eagerly they sought it; how much self-denial those who entered the lists would practice to obtain it; how long they would deny themselves of the common pleasures of life that they might be successful. So much “temperance” would pagans practice to obtain a fading wreath of laurel, pine or parsley.

    Hence learn:

(1) The duty of denying ourselves to obtain a far more valuable reward, the incorruptible crown of heaven.

(2) The duty of all Christians, who strive for that crown to be temperate in all things. If the pagans practiced temperance to obtain a fading laurel, should not we, to obtain one that never fades?

    But we

We Christians.

    An incorruptible

An incorruptible, an unfading crown. The blessings of heaven that shall be bestowed on the righteous are often represented under the image of a crown or diadem; a crown that is unfading and eternal; 2Timothy 4:8; James 1:12; 1 Peter 5:4; Revelation 2:10; 3:11; 4:4.

    The doctrine here taught is: the necessity of making an effort to secure eternal life. The apostle never thought of entering heaven by indolence or by inactivity. He urged by every possible argument the necessity of making an exertion to secure the rewards of the just. His REASONS for this effort are many. Let a few be pondered:

(1) The work of salvation is difficult. The thousand obstacles arising, the love of sin and the opposition of Satan and of the world are in the way.

(2) The DANGER of losing the crown of glory is great. Every moment exposes it to hazard, for at any moment we may die.

(3) The danger is not only great, but it is DREADFUL. If anything should arouse man, it should be the apprehension of eternal damnation and everlasting wrath.

(4) People in this life, in the games of Greece, in the career of ambition, in the pursuit of pleasure and wealth, make immense efforts to obtain the fading and perishing object of their desires. Why should not a man be willing to make AS GREAT efforts at least to secure eternal glory?

(5) The value of the interest at stake. Eternal happiness is before those who will embrace the offers of life. If a man should be influenced by anything to make an effort, should it not be by the prospect of eternal glory? What SHOULD influence him if this should not?

 

1 Corinthians 9:26

    I therefore so run

In the Christian race; in my effort to obtain the prize, the crown of immortality. I exert myself to the utmost, that I may not fail of securing the crown.

 

1 Corinthians 9:27

    Lest that by any means

Paul designed to make every possible effort to be saved. He did not MEAN to be lost, but he MEANT to be saved. He felt that there was danger of being deceived and lost; and he MEANT by some means to have evidence of piety that would abide the trial of the Day of Judgment.

    When I have preached to others

Probably . . this is to be taken in the usual sense of the word, “preaching”, in the New Testament; and the apostle here is to be understood as “dropping” the metaphor and speaking in the usual manner.

    He had preached to others, to many others. He had proclaimed the gospel far and near. He had preached to many thousands and had been the means of the conversion of thousands. The contest, the agony, the struggle, in which he had been engaged, was that of preaching the gospel in the most effectual manner. And yet he felt that there was a POSSIBILITY that even after all this he might be lost. (fn 6)

    I myself should be a cast-away

This word is taken from “bad metals” and properly denotes those which will not bear the “test” that is applied to them; that are found to be base and worthless and are therefore rejected and cast away.

    The apostle had subjected himself to trials. He had given himself to self-denial and toil; to persecution and want; to perils and cold and nakedness and hunger. He had done this, among other things, to give his religion a fair trial, to see whether it would bear all these tests; as metal is cast into the fire to see whether it is genuine or is base and worthless. In doing this he had endeavored to subdue his corrupt propensities and bring everything into captivity to the Redeemer, that it might be found that he was a sincere and humble and devoted Christian. .

    The simple idea of Paul is, that he was afraid that he should be disapproved, rejected, cast off; that it would appear, after all, that he had no religion and would then be cast away as unfit to enter into heaven.

 

fn 6

    The apostle’s language seems not to imply any doubt in regard to his own final perseverance, a matter concerning which in numerous other places he expresses the most decided assurance; but points rather to the “means” by which that perseverance was secured and without which it could not possibly be attained.

    “Whom God predestinates he calls. Whom he calls he justifies. And whom he justifies he glorifies.”

    Not a link in this golden chain can be broken. But God fulfills his purpose not WITHOUT exertion and self-denial but BY MEANS OF these. And the means are involved in the decree as well as the end. Paul therefore “ran and fought and kept his body under”, that in the end he might not be disapproved. “It is certain” that all who neglect the diligent use of means, under whatever doctrinal notions they may shield themselves, shall, in the day of trial, be rejected as base and counterfeit metal. If Paul himself neglected these, “even he” should be “cast away"!

 

REMARKS ON 1 CORINTHIANS 9

    From the many remarks which might be made from this interesting chapter, we may select the following:

1. We see the great anxiety which Paul had to save souls. This was his grand purpose; and for this he was willing to deny himself and to bear any trial.

2. We should be kind to others; we should not needlessly offend them; we should conform to them, as far as it can be done consistently with Christian integrity.

3. We should make an effort to be saved. O, if people made such exertions to obtain a corruptible crown, how much greater should we make, to obtain one that fadeth not away!

4. Ministers, like others, are in danger of losing their souls. If PAUL felt this danger, who is there among the ministers of the cross, who should not feel it? If Paul was not safe, who is?

5. The fact that a man has preached to many is no certain evidence that HE will be saved, 1 Corinthians 9:27. Paul had preached to thousands, and yet he felt that after all this there was a POSSIBILITY that be might be lost.

6. The fact that a man has been very successful in the ministry is no certain evidence that he will be saved. God converts people; and he may sometimes do it by the instrumentality of those, who themselves are deceived or are deceivers. They may preach much truth; and God may bless that truth and make IT the means of saving the soul. There is no conclusive evidence that a man is a Christian, simply because he is a successful and laborious preacher, any more than there is that a man is a Christian because he is a good farmer and because God sends down the rain and the sunshine on his fields. Paul felt that even HIS success was no certain evidence that he would be saved. And if Paul felt thus, who should NOT feel that after the most distinguished success he may himself be at last a castaway?

7. It will be a solemn and awesome thing for a minister of the gospel, and a “successful” minister, to go down to hell. What more fearful doom can be conceived, than after having led others in the way to life; after having described to them the glories of heaven; after having conducted them to the “sweet fields beyond the swelling flood” of death, he should find himself shut out, rejected and cast down to hell! What more terrible can be imagined in the world of perdition than the doom of one, who was once a minister of God and once esteemed as a light in the church and a guide of souls, now sentenced to inextinguishable fires, while multitudes saved by him shall have gone to heaven! How fearful is the condition and how solemn the vocation of a minister of the gospel!

8. Ministers should be solicitous about their personal piety. Paul, one might suppose, might have rested contented with the remarkable manner of his conversion. He might have supposed that that put the matter beyond all possible doubt. But he did no such thing. He felt that it was necessary to have evidence day by day that he was THEN a Christian. Of all people Paul was perhaps LEAST disposed to live on past experience and to trust to such experience. Of all people he had perhaps most reason to trust to such experience; and yet how seldom does he refer to it, how little does he regard it!

    The great question with him was, “Am I NOW a Christian? Am I living as a Christian should NOW? Am I evincing to others, am I giving to myself daily, constant, growing evidence that I am actuated by the pure principles of the gospel and that that gospel is the object of my highest preference and my holiest and constant desire?"

    O how holy would be the ministry, if all should endeavor every day to live and act for Christ and for souls with as much steadiness and fidelity as did the apostle Paul!

 

    II: Was ist es, daß eigentlich den Abfall herbeiführt?

.  Das Nicht-Vergeben:  Mt 6,15:  "Wenn ihr aber Menschen ihre Übertretungen nicht vergebt, wird euer Vater auch nicht eure Übertretungen vergeben."

 

Quoted in favour of eternal security: Rm 5,8.9.38.39