Autor: Lothar Gassmann

Ort: Bibelkonferenzzentrum Langensteinbacher Höhe e.V., Titusweg 5, 76307 Karlsbad

Sprache: Deutsch

Kategorie: Vortrag

Datum: 14.05.2023

ID: 36089

Webseite: https://www.sermon-online.com/de/contents/36089

 

Ideologien und die Unterscheidung der Geister
(Transkript)

 

Ich grüße euch alle ganz herzlich im Namen unseres Herrn Jesus Christus und ich lese ein Wort aus dem 1. Johannesbrief Kapitel 4, Vers 1:

 

<Geliebte glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind, denn es sind viele falsche Propheten hinausgegangen in die Welt.>

 

Wir haben das Thema Ideologien, also „Bilderdienste“ wörtlich übersetzt und die Unterscheidung der Geister. Und viele Stellen in der Bibel rufen uns auf zu prüfen, ob die Geister, die auf uns einströmen, von Gott sind, ob es Ideologien sind, Religionen, Sekten und Kulte. Sie sind zahlreich wie der Sand am Meer und wir müssen jahrelang hier Seminare machen, um alle Ideologien, Kulte und Sekten zu betrachten. Das können wir nicht leisten. Deshalb möchten wir heute Abend uns einen Überblick verschaffen über das Grundlegende. Und das sind die Inhalte des Vortrags. Sie können sie hier sehen:

Eine kurze Einleitung. Und dann geht es um die Basis, die Bibel, von der aus wir alles prüfen und unterscheiden können. Denn wir müssen nicht alle falschen Lehren kennen, sondern wir müssen wissen, was das Echte ist, das Richtige ist, was Gott der Herr geoffenbart hat und von daher haben wir den einzig richtigen Maßstab, um alles zu prüfen. Und dann werden wir, soweit die Zeit reicht, einige ausgewählte Weltanschauungen in aller Kürze natürlich in diesem Rahmen betrachten:

Atheismus, also die Gottlosigkeitslehre, Humanismus, die Lehre vom guten Menschen, der sich selber erlöst quasi. Dann der Feminismus, die Vergöttlichung des Weiblichen und doch auch Gender oder Genderismus - wie man es auch ausspricht, vom Lateinischen her oder Englischen - wo es um das selbstgewählte Geschlecht geht. Sicherlich die einflussreichste und auch gefährlichste Ideologie der Gegenwart.

Das ist heute Abend unser Programm und ich möchte beginnen mit dem Hinweis, dass unsere Zeit verschiedensten Geistesströmungen unterliegt. Und die üben stärker oder schwächer Einfluss aus auf viele Menschen, gerade auch über die Massenmedien, wo wir ja ständig manipuliert werden, wenn wir uns dem aussetzen. Wichtig ist es zu wissen, wie man falsche Lehren durchschaut, entlarvt und, wie ich schon sagte, dazu brauchen wir ein festes Fundament. Und das ist dieses Buch hier, die Bibel, in der uns Gottes Wort geoffenbart ist, Seite für Seite, vom Anfang bis zum Ende der Heiligen Schrift. Nun, das Wesen der Bibel, das ist hier der zweite Punkt. Ganz kurz natürlich. Die Bibel ist zunächst einmal gesagt, der größte Bestseller aller Zeiten, immer noch weit vor dem Koran und anderen Schriften. Teile von ihr wurden bisher in rund 3.000 Sprachen übersetzt und jedes Jahr kommen circa 30 bis 40 weitere Übersetzungen hinzu. Pro Jahr werden weltweit rund 2 bis 300.000 000 Bibeln verbreitet. Gott sei Dank. Aber bei 8 Milliarden Menschen ist es eigentlich immer noch zu wenig. Viele Menschen, die warten auf eine Bibel, die beten darum, die betteln, dass sie eine bekommen und bei uns im satten Westen verstaubt sie oft im Wandschrank. Ist das nicht ein Jammer und auch ein Frevel, wenn wir doch Gottes Wort haben, oft mehrfach und vielleicht viel zu wenig darin lesen?

Nun, was ist die Bibel eigentlich? Sie ist das Schrift gewordene Wort des lebendigen Gottes zu den Menschen aller Zeiten. Durch die Bibel spricht Gott auch zu uns heute. Sie wurde zwar durch menschliche Autoren aufgeschrieben, durch Propheten, Apostel und andere Boten Gottes, aber sie ist und bleibt ganz und gar göttlichen Ursprungs. Wenn ich mit Moslems diskutiere, sage ich immer: Schaut mal, ihr glaubt an den Koran, den ein Mensch geschrieben hat oder empfangen, wie man es auch sieht. Ein Mensch, auf den vertraut ihr. Aber die Bibel ist über Jahrtausende entstanden, von über 40 Autoren, 66 Bücher über Jahrtausende. Und es ist ein einziger roter Faden, eine wunderbare Harmonie. Das ist ein Wunder Gottes, über Jahrtausende ein Buch zu schreiben. Das kann nur Gott. Und mit diesen vielen Hinweisen, sie ist

gott-gehaucht, 2. Timotheus 3,16, theopneustos. Oder 2. Petrus 1, Vers 20, 21: <Niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern von Gott her redeten Menschen getrieben vom Heiligen Geist.> Die Bibel stammt von Gott. Ihr seht hier, was auch Professor Gitt und andere Autoren immer wieder berechnet haben, dieser Gottesbeweis durch die erfüllten Prophezeiungen. Das ist der Beweis, dass Gott existiert, also ein Beweis. Wir kommen ja noch zum Atheismus, aber schon mal diesen Beweis vorweg für die Existenz Gottes, dass er Prophezeiungen gegeben hat und nicht nur eine, sondern in Tausenden von Versen. Habt ihr bestimmt schon mal gehört, auch diese Zahlen. Nun, die 66 Bücher der Bibel bestehen aus 1.189 Kapiteln oder 31.176 Versen. Von diesen 31.176 Versen enthalten 6.408 Verse, also eine ganz große Zahl, etwas mehr als ein Fünftel, prophetische Aussagen. So viel prophetische Aussagen über die Zukunft. Und von diesen Zukunftsvoraussagen haben sich inzwischen bereits die Voraussagen erfüllt, in sage und schreibe mindestens inzwischen 3268 Versen. Und das Wunderbare, das hat Werner Gitt ja so wunderbar ausgerechnet ist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas geschieht, dass es keine einzige falsche Voraussage gibt in der Bibel, die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei der genannten Zahl von Versen und einer Trefferquote von 1 zu 2 bei einer Wahrscheinlichkeit von 1,7 mal 10 hoch 984. Also das weist überzeugend auf den göttlichen Urheber der Heiligen Schrift hin und widerlegt auch schon den Atheismus neben allen anderen Gottesweisen aus der Schöpfung und dem Gewissen und so weiter. Darauf komme ich noch zurück. Konkret beziehen sich die Voraussagen zum Beispiel auf die Erfüllung, was mit vielen Städten oder Ländern geschehen ist. Assyrien, Babylon, Rom und so weiter. Oder zum Beispiel auch die Zerstörung der antiken Stadt Tyrus, in Hesekiel 26 bis 28 in allen Einzelheiten beschrieben. Die weltweite Zerstreuung und Sammlung der Juden. Ihr seid ja hier alle Israel-Spezialisten. Ihr wisst ja, wie viele Verse sich da erfüllt haben vor unseren Augen. Auch jetzt sammeln sich viele Völker gegen Jerusalem – das hat Prophet Sacharja vorausgesagt. Und, und, und, und Hesekiel, Gog und Magog scheint sich anzubahnen. Wir müssen immer wachsam sein. Und natürlich auch die Voraussagen im Alten Testament, Jahrhunderte vorher, ja sogar Jahrtausende vorher, schon im ersten Buch Mose. Der Nachkomme der Frau wird der Schlange den Kopf zertreten. Das sind alles Voraussagen auf den kommenden Erlöser, den Messias, unseren Herrn Jesus. Der Lebens-, Leidens und Herrlichkeitsweg Jesu vorausgesagt, natürlich besonders in Jesaja 53, in diesem Kapitel über den gekreuzigten, den leidenden Gottesknecht, der aber auch siegreich auferstehen wird. Das alles in prophetischer Sprache dort vorausgesagt. Die Bibel ist die Basis. Und doch noch ganz kurz der Hinweis, wie kann die Bibel richtig ausgelegt werden? Die Frage bewegt ja auch viele. Da gibt es ja so viel Streit drüber. Nun, ganz einfach, die Reformatoren haben das an sich klar definiert: Die Bibel legt sich selber aus. Wir müssen die ganze Bibel kennen, die heilsgeschichtlichen Zusammenhänge. Wir dürfen keine Stellen aus dem Zusammenhang reißen, müssen den Kontext beachten und soweit es nicht anders zu deuten ist, muss immer erst mal die wörtliche Deutung an erster Stelle stehen. Wenn es natürlich ein Gleichnis ist, ist es ein Gleichnis, wenn es ein Bildwort ist, ist es ein Bildwort. Ein Geschichtsbericht, ist aber auch ein Geschichtsbericht. Nach meiner Auffassung ist auch der Schöpfungsbericht ein Tatsachenbericht, keine Bildrede. Aber da gehen die Meinungen ja auch schon auseinander, auch in frommen Kreisen. Aber das muss man beachten. Welche Gattung ist das? Ist es ein Geschichtsbericht oder ist es eine Dichtung vielleicht in dem Psalmen? Also da gibt es schon Unterschiede. Die Bibel legt sich selber aus. Wir müssen nur den Zusammenhang beachten, die Signalbegriffe und vor allem die klaren Stellen vor die unklaren Stellen ordnen. Man spricht von der Klarheit der Heiligen Schrift. Wir dürfen keine Lehren aufbauen auf unklare Bibelstellen, zum Beispiel die Taufe für die Toten oder solche Stellen. Oder die Weißen aus dem Morgenland, die dann kommen zum neugeborenen Jesuskind und wo man dann sagt, ja, das ist eine Bestätigung der Astrologie. So nicht, sondern die Astrologie wird ja grundsätzlich mit allen anderen okkulten Praktiken in der Bibel abgelehnt. Also wir können da nicht unklare Stellen nehmen und da ein Lehrsystem drauf bauen. Nein, die haben (die drei Weißen) von der Finsternis in Babylon zum Licht gefunden, zum Messias. So ist die biblische Linie. Also ganz wichtig, dass wir auch das richtig verstehen. Und es gilt auch das Prinzip der fortschreitenden Offenbarung vom Alten zum Neuen Testament. Also wir leben ja nicht mehr im alten Israel, wo der Tempel steht und wir Tieropfer bringen. Das hat sich unserem Herrn Jesus erfüllt. Die Heilige Schrift ist auch abgeschlossen, keine neuen Offenbarungen. Es wird ganz deutlich am Ende der Bibel, wo es heißt, wer etwas hinzufügt, dem werden die Plagen hinzugefügt, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und die Bibel ist irrtumslos. Und zwar nicht nur was Glaubensfragen angeht und Heilsfragen, sondern auch in naturwissenschaftlichen, geografischen, geologischen und historischen Fragen. Irrtumslos in allen Punkten. Es gibt keinen einzigen Fehler in der Bibel, aber es gibt mehrere Erfüllungsstufen. Das sind aber keine Widersprüche, sondern Wellenbewegungen, wie es sich zuspitzt am Ende, auch die Wehen der Endzeit und mehrfache Erfüllung von Prophetie. Wenn man das verstanden hat, dann sieht man, es gibt keine Widersprüche, sondern das Prinzip der Komplementarität, der Ergänzung. Und dann fällt man auch nicht in Irrlehren oder Ideologien hinein und baut irgendwelche Lehren auf unklare Stellen auf.

Der Reformator Martin Luther hat folgendes über die Heilige Schrift gesagt. Bevor ich jetzt zu den Ideologien komme, möchte ich noch zwei Luther-Zitate bringen. Er sagt, „Wer einen einzigen Spruch aus dem Evangelium auf die Goldwaage legen könnte und er sehen könnte, wie großer Reichtum darin uns geschenkt wird, der würde dagegen alle Königreiche auf Erden für lauter Dreck halten.“ Ein einziger Spruch aus der Bibel ist mehr wert als alle Königreiche der Welt, sagt Luther. Oder „Es soll in der Christenheit keine andere Lehre gepredigt noch gehört werden als das reine, lautere Gotteswort. Oder es sollen beide, Prediger und Zuhörer mit ihrer Lehre verflucht und verdammt sein.“ Also er sagt, wer etwas anderes lehrt als das Gotteswort, der sei verflucht, so wie auch der Apostel Paulus schreibt in Galater 1, Vers 6. Oder wenn einer das Wort fahren lässt und sich mit seinen Gedanken herumschlägt und streitet, so ist es um ihn geschehen. Luther sagt auch, über die dunklen Stellen gibt er uns auch eine gute Regel, damit wir nicht in irgendwelche Ideologien verfallen. Er sagt, „Ich verstehe, dass es viele Stellen in der Bibel gibt, die dunkel und verborgen sind. Aber daran ist nicht die Majestät der Sache schuld, sondern unsere Unkenntnis der Wortbedeutung und der Grammatik.“ Also wir sind schuld, wir Menschen, nicht Gott. Und er sagt aber, dass hinter der Erkenntnis aller Dinge in der Schrift nicht, kann denn ein erhabeneres Geheimnis in der Schrift noch verborgen sein, nachdem die Siegel gebrochen sind und der Stein von des Grabes Tür gewälzt und das tiefste Geheimnis am Tag ist, nämlich dass Christus für uns gelitten hat und ewiglich regiert?

„Das also, was die Schrift enthält ist am Tage, mögen auch jetzt noch einzelne Stellen dunkel sein, weil die Wortbedeutung nicht geklärt ist, dass aber vielen vieles verborgen bleibt, daran ist nicht die Dunkelheit der Schrift schuld, sondern die Blindheit oder Trägheit derjenigen, die nicht danach trachten, dass sie die so helle Wahrheit sehen möchten. Wo sie aber dunkel ist, da gilt's, mit Gottes Wort ist nicht zu spaßen. Kannst du es nicht verstehen, dann nimm den Hut davor ab.“ Das ist die typische Luthersprache, ja, soweit das Zitat.

 

Nun wenden wir uns aber dem Wesen der Ideologien zu. Und hier habe ich mal einen Vergleich gemacht zwischen Evangelium, Religionen und Ideologien. Nun, Ideologie heißt wörtlich übersetzt von aidos oder aidolos Bilderlehre. Der Mensch macht sich selber ein Bild von sich selbst, von der Welt, von der Gottheit, die er verehrt. Entsprechend diesem Bild schaut er die Welt an. Deshalb auch die Übersetzung für Ideologie: Weltanschauung. Nach diesem Bild schaut er die Welt an, Weltanschauung. Dies entspricht dem Gebot der Heiligen Schrift. <Du sollst dir kein Bildnis machen>, das ist das zweite Gebot. Aber in manchen Bibeln wird es anders gezählt oder manchen Auslegungen, gehört aber zum ersten Gebot sehr eng allein der einzig wahre Gott und du sollst dir kein Bildnis machen, weder von dem, was im Himmel noch auf Erden, noch was unter der Erde ist. Also keine Ideologien, sagt die Bibel ganz klar. Nun, der Unterschied hier, ganz kurz, zwischen Evangelium, Religionen und Ideologien, können Sie gerne mitlesen.

Im Evangelium, der frohen Botschaft von Jesus Christus offenbart sich Gott als Handelnder dem Menschen und erlöst den, der an ihn glaubt. Also, die Initiative geht von Gott aus, von oben. Gott ist praktisch der Verursacher und der Mensch der Empfänger oder auch Subjekt und Objekt, wenn man es so nennen will. Bei den Religionen Im Unterschied zum rettenden Evangelium, da erwählt sich der Mensch als Subjekt, also der Mensch bestimmt alles, ein Objekt seiner Verehrung, eine Gottheit. Und der Mensch versucht durch eigene Bemühungen und Werkgerechtigkeit Erlösung zu erlangen. Also im Evangelium noch mal geht's von oben nach unten, von Gott aus und bei Religionen von unten aus. Der Mensch strebt empor zur übersinnlichen Welt und versucht sich irgendwelche Selbsterlösungssysteme zu basteln. Die fünf Säulen des Islam, die Werkgerechtigkeit oder die ganzen Meditationstechniken im Buddhismus, im Hinduismus und so weiter. Versteht ihr den Unterschied? Das ist ganz wichtig.

Und jetzt die Ideologien, der Bilderdienst. Da leugnet der Mensch jede Transzendenz, das heißt Überweltlichkeit, was über das Sichtbare hinausgeht. Er erkennt vordergründig nur die unmittelbar erfahrbare Wirklichkeit an und er vergottet sich selber. Der Mensch wird sein eigener Gott. Dabei aber baut er sich eine Quasi-Transzendenz auf, das heißt, eine falsche Überweltlichkeit, etwa aus Idealen wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Das ist der neue Gott, rein innerweltlich alles. Oder die Nation wird der Gott. "Nation ohne Gott" hat Walter Kühne im Dritten Reich ein Buch geschrieben. Ein kämpferisches Buch gegen den Nationalsozialismus. Oder die Humanität. Heute ist sie einflussreich bei den Freimaurern, in der UNO, in der Europäischen Union - werden wir morgen noch einiges davon hören. Humanität als Basis. Humanitas heißt eine Zeitschrift der Freimaurerei. Also die Menschlichkeit, der Gutmensch, der selber edel ist angeblich. Wir kommen noch darauf zurück. Oder der Wohlstand ist auch eine Ideologie, wenn man immer nur um den Wohlstand sich dreht. Das Einheitsdenken in der ökumenischen Bewegung, Einheit, Einheit über alles, kann man heute sagen bei vielen. Die Autonomie des Menschen, der Übermensch nach Nietzsche, „Gott ist tot, jetzt lebe der Übermensch“, hat er verkündigt im Zarathustra. Neue Götter werden erfunden, etwa auch jetzt durch Cyborgs, durch Menschenzüchtung, Transhumanismus das Stichwort. Das Paradies auf Erden, im Marxismus, Kommunismus und, und, und. Also ihr merkt, die Ideologie wird zur Ersatzreligion, zur Quasireligion, zum Religionsersatz. Und jetzt als nächstes, das ist immer noch ganz grundlegend, 4 Grundelemente von Ideologien. Und zwar schließe ich mich da einem sehr guten Aufsatz des inzwischen heimgegangenen Professors Walter Künneth an. Wer kennt den noch von früher? Ein Lutheraner, hat viel Gutes geschrieben. Und das ist der Aufsatz Ideologie und Evangelium in systematisch-theologischer Deutung in einem Sammelband von meinem Doktorvater Professor Peter Bayerhaus herausgegeben, aus dem Jahr 1979 erschienen in Liebenzell und der heißt Ideologie und Herausforderung an den Glauben. Und darin ernennt Professor Walter Künneth, der im ersten Kirchenkampf, im Dritten Reich beteiligt war und auch im zweiten Kirchenkampf mit Bultmann und so weiter, gegen die Bibelkritik, da hat er folgendes als Grundelemente einer Ideologie definiert:

Erstens: Die Immanenzfundierung und Orientierung. Das heißt, es gilt nur das Diesseits, diese uns bekannte raum-zeitliche Welt, sie gilt es zu beeinflussen und zu ändern. Also rein innerweltlich, immanent sagt man auch.

Das zweite: Der anthropologische Denkansatz ist jetzt ein bisschen schwierig, ist ein Professor, ja, ganz klar, aber ich übersetze es euch. Anthropologischer Denkansatz, das heißt, auf den Menschen bezogen, anthropos, der Mensch. Der Glaube an den Menschen und seine angeblich unbegrenzten Möglichkeiten. In uns haben wir die Potenziale, alles zu tun. Diese Lehre vom Supermenschen. Superman ist ja auch heute sehr aktuell. Der Mensch wird dabei verschieden gesehen, innerhalb verschiedener Ideologien, zum Beispiel biologisch, materialistisch. Der Mensch als Tier, so im Evolutionismus, höher entwickeltes Tier. Oder als Maschine im Behaviorismus von Skinner. Habt ihr vielleicht schon mal gehört, der Mensch als Maschinenwesen. Du konditionierst ihn, du hältst ihm Fleisch hin, dann schnappt er zu, so wie ein Hund, der einfach nach seinem Fleisch schnappt. Und den Menschen kannst auch steuern über die Triebe. Sigmund Freud läßt da schon grüßen. Ein triebbestimmtes Wesen. Oder der Mensch wird gesehen liberal, idealistisch, er sei frei und von Natur aus gut, der gute Kern im Menschen. Oder kollektivistisch, der Mensch als Gesellschaftswesen im Kommunismus, Sozialismus, der die paradiesische, klassenlose Gesellschaft schafft, der angeblich gute Mensch.

Und dann gibt es als nächstes diese soteriologisch-futurische Tendenz laut Künneth. Das heißt eine Heilsbotschaft, sotaria die Heilslehre, also Theologie. Es wird eine Heilsbotschaft angeboten. Das Heil ist dabei durch den Menschen machbar, sofern er den Programmen der Ideologie folgt. Also, wenn er die Programme einhält, zum Beispiel die Mao-Bibel streng befolgt, dann kann er sich das Heil selber auf Erden schaffen. Ersatzreligion und futurisch heißt eben zukünftig, Schritt für Schritt.

Und dann das nächste, ein gesetzlicher Aktivismus. Das angestrebte Heil kann und muss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, wenn nötig, gewaltsam herbeigeführt werden. Sehr aktuell, wenn man an die Klima-Kleber denkt ja. Man gefährdet den Straßenverkehr. Man hat hehre große Ziele, hier die Welt zu retten, aber man gefährdet Menschenleben, das Notfallauto, das da nicht mehr durchkommt und so weiter. Also, ich denke nicht jeder Zweck heiligt alle Mittel, da muss man schon sehr genau abwägen. Aber ein gesetzlicher Aktivismus, mit allen Mitteln, das geht manchmal sogar bis hin zum Terrorismus, wo viele Attentate veranstaltet haben, um angeblich gute Ziele zu erreichen. So weit kann das gehen. Muss man sich vorstellen, RAF, ja, diese Rote Armee Fraktion, für ihre kommunistischen Ziele haben sie Menschen umgebracht, sogar damals in meiner Jugend. Also das ist wirklich dann extrem, aber kommt auch vor. Eine Ideologie ist damit alles andere als tolerant. In ihrem Auftreten weist sie dann auch folgende vier Merkmale auf. Und zwar noch mal hier zur weiteren Definition, vier Merkmale von Ideologien.

Erstens, der Absolutheitsanspruch. Die Ideologie ist allein wahr, da gibt es gar keine Diskussion. Wir haben immer recht, so diese Ansicht. Der Führer hat immer recht oder der Parteivorsitzende hat immer recht, die Partei hat immer recht. Habt ihr vielleicht schon mal gehört, solche Aussprüche. Hört man ja heute auch in manchen Ländern. Also, die ist immer wahr, jede Konkurrenz muss unterdrückt werden. Eine Duldung anderer Ideologien oder Religionen kann höchstens aus diplomatischen oder taktischen Gründen und nur für einen begrenzten Zeitraum erfolgen. Auch der Islam, ja, der lässt die Leute zum Teil leben, wenn sie Kopfsteuer zahlen, aber die sollen möglichst zum Islam konvertieren. Ist ja auch eine ideologische Religion, ideologisch und sehr massiv und absolut.

Dann, das nächste ist die universalistische Intention. Die Ideologie will universal sein, das heißt, alle Lebensbereiche der Gesellschaft durchdringen und des Einzelnen. Habt ihr vielleicht schon mal gefragt, warum in allen Zeitungen, Stellenanzeigen jetzt immer m/w/d steht statt m/w wie früher? Dieses d muss jetzt stehen, du kannst sonst kaum noch eine Anzeige platzieren. Also es muss alles umfassen. Du wirst recht richtig unter Druck gesetzt, wenn du da nicht mitmachst. Also Genderideologie. Und dann schon erwähnt, Ideologien sind Religionsersatz.

Und das vierte, psychologische Symptome. Der Anhänger der Ideologie hat dieser unbedingt ergeben zu sein, muss mitlaufen. Das sind dann die Mitläufer oder die Anhänger, beides ist gefährlich. Und wer Widerstand leistet, der gilt als Staatsfeind, als, wie soll ich sagen, Querdenker und was auch immer. Ja, ich will jetzt nicht zu viel sagen, aber solche Dinge, ja, können auch passieren. Man hat sogar manchmal, das muss nicht immer so sein, Andersdenkende zu hassen und zu bekämpfen, manchmal hinter einem Deckmantel der scheinbaren Toleranz versteckt. Ja, auch nach Walter Künneth, diese Definition.

 

Und jetzt, liebe Geschwister, im zweiten Teil, ich denke, jetzt haben wir ungefähr Halbzeit, möchte ich noch - natürlich in aller Kürze geht es hier nur - jetzt vier ausgewählte Ideologien kurz mit uns betrachten.

Das erste ist also der Atheismus. Im Grunde haben wir ihn schon widerlegt durch die erfüllten Prophezeiungen aus der Bibel. Aber um den Atheismus verstehen zu können, also die Gottlosenbewegung, ist zunächst einmal zu fragen, wer nach Aussage der Bibel Gott ist. Die Antwort lautet: Gott existiert. Er ist ewig und unendlich. Er ist zugleich persönlich und Mensch geworden. Er ist einer und dreieinig. Ein göttliches Wesen in drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Er ist heilig und barmherzig. Und sein Wesen, sein innerstes Wesen, ist Liebe. Ganz kurz zusammengefasst, was die Bibel über Gott sagt. Und er ist unser Herr, wenn wir ihm gehören. Der Atheismus dagegen behauptet, es gibt keinen Gott. Atheos, die Verneinungsform a- im Griechischen und Gott, atheos. Und Atheismus, so kann man sagen, ist die Unkenntnis oder Bestreitung der Existenz eines Gottes. Im alten Griechenland und Rom galt als Atheist derjenige allerdings, der die Staatsgötter nicht anerkannte. Ein Vorwurf, den man sogar dann gegen die urchristliche Gemeinde erhoben hat, die ja den Kaiserkult nicht mitgemacht haben und die Staatsgötter nicht anerkannt, diese heimischen Gottheiten, die an den Himmel projiziert wurden. Der neuzeitliche Atheismus dagegen ist weit radikaler. Er leugnet das Vorhandensein von Gott oder Göttern überhaupt, nicht nur des Gottes der Bibel, überhaupt von Göttern. Da bleibt nur der Mensch übrig.

Was ist die Ursache für diesen radikalen Atheismus der Gegenwart? Nun, es gibt mehrere Ursachen, zum Beispiel der neuzeitliche aufklärerische und nach-aufklärerische Atheismus. Er geht aus von der wachsenden Weltbemächtigung des Menschen durch Mittel der modernen Technik. Man will also durch Technik alles tun, was Gott sonst tun könnte, wunderbare Dinge bewirken, alles technisch erklären. Ja, es wird alles entzaubert, säkularisiert, verweltlicht, gedeutet. Aber es funktioniert eigentlich nicht was man alles erreichen will. Man kommt an die Grenzen. Und andersrum mal gesehen, muss man sagen, es gibt ja auch die Wissenschaft der Bionik. Wo schauen Sie Ihre Erfindungen ab? In der Tierwelt, die Gott geschaffen hat. Der Hubschrauber oder wie sich die Enten einfetten und so weiter. Da werden Erfindungen gemacht. Man beobachtet die Schöpfung Gottes und versucht es nachzuahmen. Aber nein, man bemächtigt sich selber der Welt, wird behauptet. Aber in Wirklichkeit schaut man aus der Schöpfung ab, macht eine zweite Schöpfung als Mensch sozusagen. Ja, die Entheiligung der Welt, die Emanzipation des Menschen, man löst sich aus allen Fesseln, etwa eines Gottes. Möchte man tun, man schafft es aber nicht wirklich. Selbst die Atheisten reden immer noch von Gott, allein schon in ihrem Namen: Atheist, da steckt immer noch theos drin. Sie kommen von Gott nicht los. Und dann auch, eine der schlimmsten Wurzeln dafür ist der Kritizismus, also die Bibelkritik, dass die Bibel nicht mehr ernst genommen wird. Das kann ich jetzt aber hier nicht weiter erklären. Nun gehen wir zu einflussreichen Atheisten, bekannte Vertreter, nur mal hier vier genannt. Ludwig Feuerbach, der war zunächst auch Theologe, aber ist dann nur noch Philosoph geworden im 19. Jahrhundert. Er behauptete, „Gott ist nichts anderes als eine Projektion menschlicher Vorstellungen an den Himmel.“ Nun, zum Teil hat er sogar recht. Es gibt tatsächlich solche falschen Götter, die nur an den Himmel projizierte Menschen sind. Wenn man mal die römischen, griechischen Gottheiten nimmt, die Ehebruch betreiben und alles Mögliche. Das ist nicht der wahre Gott. Das sind irgendwelche vergrößerten Menschen, die so an den Himmel projiziert werden. Das ist klar. Aber der Gott der Bibel, der lässt sich nicht in dieses Schema von einem Ludwig Feuerbach pressen. Feuerbach sagte dann noch: 'Der Mensch wünscht sich Vollkommenheit und Größe und da er diese nicht besitzt, projiziert er sie an den Himmel und sagt: Das ist nun Gott.' Aber das stimmt nicht bezüglich des Gottes der Heiligen Schrift.

Dann Karl Marx, kennt jeder, denke ich - Kommunismus. Er knüpfte an Feuerbach an und bezeichnete Religion als Opium für das Volk. Nun ist auch ein berechtigter Aspekt dabei. Es kann tatsächlich passieren, dass Menschen wirklich nur noch aufs Jenseits vertröstet werden und man sie in ganz schlechten Arbeitsbedingungen schuften und kaputt gehen lässt. Da hat Karl Marx angeknüpft, er hat gesagt, das darf man nicht tun. Das ist ein Frevel, wenn der Mensch hier immer wieder vertröstet wird. Ja, wenn du tot bist, geht's dir besser, sozusagen. So darfs nicht sein. Wir müssen hier gerecht miteinander umgehen unseren Nächsten lieben, sogar die Feinde lieben. Aber der Kommunismus schafft es nicht, weil ihm fehlt die Kraft Gottes. Ja, der versucht es aus eigener, menschlicher Kraft zu tun und statt des Paradieses auf Erden entsteht die Diktatur des Proletariats. Merkt ihr was? Der gute Mensch ist nicht weit her, ja.

Und dann Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, der sprach von Gott als von einer kollektiven Neurose der Menschheit, also eine Art Krankheit. Der Mensch bilde sich Gott nur ein und das sei ein krankhafter Zustand. Wie kommt er zu sowas? Nun, er hat Therapien gemacht und hat da viele schlimme Dinge gehört und dann hat er versucht, den Menschen von allen Bindungen zu lösen. Seine Nachfolger dann noch schlimmer. Aber die Leute werden haltlos und wir haben heute die Frucht dieses Relativismus, wo Gott zur Seite geschoben wird, indem die Menschen verzweifelt sind, keinen Halt mehr haben, im Nihilismus Relativismus enden, in Drogenelend versinken. Sehr traurige Folge einer solchen Psychoanalyse, die von Freud.

Und dann Friedrich Nietzsche, der Gottesgegner, der im geistigen Wahnsinn endete. Er verkündete anstelle von Gott, „Der Tod sei dem Übermenschen“, der sich aus allen Fesseln religiöser Versklavung löse und der Erde treu bleibe. Und das hat sich zum Beispiel im Nationalsozialismus ausgewirkt, diese Ideologie des Übermenschen, der arische Übermensch, wie er genannt wurde. Völliger Hochmut, völlige Sünde gegen Gott, ein Frevel in den Augen Gottes. Zur Kritik am Atheismus möchte ich nur ganz kurz  diese Punkte hier erwähnen. Erstens, Gott hat sich selber geoffenbart, und zwar in der Heiligen Schrift, in der Bibel. Und wir haben ja gehört von diesen vielen erfüllten Prophezeiungen und auch die ganze Heilsgeschichte, was er mit Israel tut und so weiter und so fort. Er hat sich geoffenbart und offenbart sich laufend in der Schöpfung. Wer offene Augen hat, der erkennt in jedem Blatt die Schöpfung Gottes. Das ist kein Zufall, dass das so wunderbar gestaltet ist, die Blumen jetzt wieder im Frühling, im Sommer. Der Gesang der Vögel, wunderbare melodische Läufe. Ich habe gerade einen Artikel gelesen, dass das Rotkehlchen ungefähr 60 Melodien hat, die es immer wiederholt, die praktisch eingespeichert sind durch einen intelligenten Planer. Also wunderbar, was alles hier wir auch in der Schöpfung finden. In Römer 1 steht das beschrieben <Sie haben keine Entschuldigung>, die Gott so deutlich in der Schöpfung sehen und ihn nicht anerkennen. Und genauso im Gewissen des Menschen, in der Heilsgeschichte, das sind alles Gottesbeweise. Und auch in der philosophischen Tradition gibt es Gottesbeweise. Schon bei Aristoteles und anderen. Ja, die sind nicht ganz von der Hand zu weisen, aber auf die kann ich jetzt aus Zeitgründen nicht eingehen. Ich habe eine kleine Schrift verfasst, habe ich jetzt aber leider nicht hier Gott lässt sich beweisen, da habe ich diese ganzen Gottesbeweise ausführlicher erklärt. Ich möchte nur den den kosmologischen Gottesbeweis erwähnen - aufgrund der Welt wird auf den Schöpfer zurückgeschlossen, auch teleologischer Gottesbeweis. Man spricht auch vom Intelligent Design, das also ein Geist da sein muss, der die Materie gestaltet hat. Das ist ganz klar zu erkennen, die Spuren Gottes in der Schöpfung. Selbst Immanuel Kant, der die klassischen Gottesbeweise kritisierte, etwa den ontologischen Gottesbeweis eines Anselm von Canterbury als Tautologie[1] abgetan hat. Aber dieser Kant ließ doch den moralischen Gottesbeweis gelten und auch ein Stück weit den Schöpfungsbeweis. Er hat gesagt, dass der gestirnte Himmel über mir, also das riesige Universum und das moralische Gewissen in mir, darauf hinweisen, dass es einen Gott und Schöpfer geben muss. Und er war der führende Philosoph der Aufklärungsphilosophie. Noch ein weiteres Gegenargument gegen den Atheismus habe ich so geschrieben: Bei der Leugnung der Existenz Gottes setzt sich der Leugner selbst an Gottes Stelle und macht sich selbst zum Gott. Das aber ist unmöglich. Wir können uns niemals über Gott stellen und über ihn reden, als ob es ihn nicht gäbe. Völliger Hochmut des Menschen, völlig absurd, funktioniert überhaupt nicht. Ja, unser Gehirn ist so klein im Unterschied zu diesem allmächtigen Schöpfergeist Gottes. Ich denke, hier brauche ich bei euch Gläubigen, brauche ich das hier nicht weiter erklären, aber in der Welt draußen ist man so blind für Gott. Oft auch, weil man einfach in der Sünde weiterleben will. Es ist eigentlich eher ein moralisches Problem bei vielen Menschen. Aber so weit zum Atheismus. Dann weitere Ideologien: Humanismus, Idealismus, Kollektivismus.

Nun, Humanismus, ich habe ja schon einiges erwähnt von humanum, das Menschliche oder homo hominis, der Mensch. Das ist praktisch die Lehre vom guten Menschen. Was sagt die Bibel über den Menschen? Sie sagt über uns, wir sind ja alle Menschen, dass wir Geschöpfe Gottes sind, eine lebendige Seele, 1. Mose 1, 27 bis 28. Wir sind geschaffen aus Erde, adama, also aus Materie, ganz klar. Unser Leib zerfällt ja auch wieder nach dem Tod. Und aus Lebensatem, den Gott hinein gesenkt hat in diese Materie. Und dann wurde der Mensch eine lebendige Seele, nephesch haja auf Hebräisch. Und der Mensch existiert, ob er es will oder nicht, in der Beziehung zum Schöpfer, der die Ewigkeit in sein Herz hineingelegt hat. Nur viele Menschen verdrängen das, wollen davonlaufen und gehen dadurch in die Irre. Der Mensch, jeder Mensch von Natur aus, ist gefallen, Sündenfall, ja, verderbt durch die Sünde, die Trennung von Gott, nicht nur krank, sondern Tod in der Sünde. Er kann jedoch erneuert werden durch unseren Herrn Jesus Christus, der stellvertretend am Kreuz sein Leben hingegeben hat, um durch sein Blut uns reinzuwaschen von aller Sünde und Befleckung. Das Kreuz von Golgatha und die siegreiche Auferstehung Jesu, die erneuern uns, die schenken uns ein neues Leben und schenken uns das Gute ins Herz, was wir von Natur aus eben nicht sind. Es ist ein Geschenk Gottes, wenn wir gut gemacht werden, gerechtfertigt, sagt die Bibel auch, gereinigt, das Geschenk unseres Herrn und Erlösers. Nun aber, der optimistische Humanismus sagt, der Mensch sei von Natur aus gut. Das sei gar keine Sünde, keine Verderbnis, kein Tod im Menschen. Aber das widerspricht aller Erfahrung. Wir müssen alle sterben aufgrund der Sünde, des Sündenfalls. Aber der Christ bekommt einen neuen Auferstehungsleib einen unzerstörbaren Leib, wo er ewig beim Herrn sein darf.

Nun, der Idealismus hängt zusammen mit dem Humanismus. Ein Ideal wird behauptet, ein guter Kern sei im Menschen, so in der Aufklärungsphilosophie, oder die göttliche Idee bei Plato, ein göttlicher Funke bei den Mystikern und so weiter, oder die Vernunft sei das Göttliche. Aber das sind alles Ersatzreligionen. Man will einfach nicht den eigentlich wirklichen Gott anerkennen, den wir brauchen, um erneuert zu werden. Die Bibel, nur kurz einige Zitate, 1. Mose 8,21, die Bibel sagt, <Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.> Nicht gut. Schön wäre es, wenn wir so gut wären, aber sind wir nicht. Wir brauchen den Herrn, um gut gemacht zu werden, um gerechtfertigt zu werden, gereinigt. Oder Psalm 51, Vers 7 <Siehe, ich bin als Sünder geboren und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen.> Damit, liebe Geschwister, ich sag's mal so offen, ist jetzt nicht der Geschlechtsverkehr gemeint mit Sünden empfangen, sondern diese Erbsünde, die schon von der Zeugung an in uns ist durch die Sünden der Erbeltern. Die Sexualität wird nicht verteufelt, wenn sie innerhalb der Ehe angeordnet ist, sondern es geht hier um diese Erbsünde von den Ureltern Adam und Eva, die in jedem Menschen von Natur aus ist und die nur überwunden wird durch das Blut Jesu Christi. Die Bibel lehrt nicht nur die Tatsünde, also lügen, stehlen, Ehe brechen und so weiter, sondern eben auch die Erbsünde. Ganz klar, etwa in  Psalm 51 oder Römer 3, <Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer.> Ich könnte jetzt noch viele weitere Stellen lesen. Deshalb brauchen wir die Erlösung. Und seht ihr, dieser Humanismus ohne Gott ist der größte Selbstbetrug des Menschen und auch was dem Glauben so oft ähnlich sieht. Ja, der Mensch soll so gut sein und so perfekt und so heilig, aber er kann es nicht sein ohne den Herrn Jesus Christus. Aber dann gibt es noch den Kollektivismus. Die vereinigte Menschheit, das Kollektiv schafft die paradiesisch erneuerte Welt. Aber wir sehen ja Tag für Tag, das funktioniert nicht. Kriege, Konflikte, Eroberungsgelüste, Lüge, Kriegspropaganda und was alles wir erleben. Schön wäre es, aber es funktioniert nicht. Der Antichrist wird aber auftreten und die Welt vereinigen, aber auch nur eine bestimmte Zeit, 42 Monate, 1260 Tage. Die Zeit des Antichristen ist begrenzt. Der Herr wird es zulassen, aber es ist begrenzt. Und das Gericht des Herrn wird über ihn kommen. Jetzt interessieren euch sicherlich noch die zwei weiteren Ideologien, von den Millionen Ideologien, die es gibt, jetzt nur noch zwei. Ja, Millionen ist vielleicht ein bisschen zu viel, aber viele, viele Tausende gibt es auf jeden Fall. Wir haben hier den Feminismus, lateinisch Femina, die Frau. Nun, die Frauenbewegung gibt es ja schon länger und da ist auch nicht alles falsch, liebe Schwestern, liebe Frauen hier. Es gab die klassische Frauenbewegung im 19. Jahrhundert und da waren auch christlich geprägte Frauen engagiert. Und diese Bewegung hat in ruhiger Argumentation die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung der Frau gefordert, dass sie Wahlrecht bekommt, dass sie gleiche Arbeitsbedingungen bekommt wie die Männer. Versteht ihr, gesellschaftliche Anerkennung und so weiter. Das war ja früher nicht der Fall im Mittelalter und in dieser Zeit. Auch bessere Arbeitsbedingungen und es war auch von christlich geprägten Frauen mit beeinflusst, diese Frauenbewegung im 19. Jahrhundert. Aber dann kam im 20. Jahrhundert vor allem in den 60er Jahren diese radikale Frauenbewegung zum Tragen, die sich gegen die Bibel stellt und vielleicht wissen manche noch das Titelbild, die Zeitschrift "Der Stern": Wir haben abgetrieben. Ja, ganz stolz fast schon. Wir haben unser Kind getötet. Das haben sie natürlich nicht gesagt, sondern sie haben gesagt, wir haben uns verwirklicht. Wir haben selber über unsere Schwangerschaft die Entscheidung getroffen, haben uns nicht bevormunden lassen, so nach dem Motto: Wir bestimmen das, mein Bauch gehört mir. Aber von dem Menschen, der da im Bauch ist, redet keiner. Das sei nur Zellgewebe. Also gegen jede biologische Klarheit und Wahrheit und gegen jede biblische Wahrheit. <Du hast mich gebildet im Leib meiner Mutter>, lesen wir da zum Beispiel in Psalm 139. Gegen all diese klaren Aussagen, auch in der Biologie, in der Erblehre, wird gesagt, das ist gar kein Mensch, den können wir einfach wegmachen. Schrecklich! Das ist ein Kennzeichen der radikalen Frauenbewegung. Aber es sind nicht nur Frauen schuld, auch die Männer, die die Frauen dazu drängen. Das muss man auch ganz klar sagen. Also bitte, wir sind da ganz sachlich und differenziert. Und ja, nun der Feminismus, ich will es jetzt nicht ausdehnen, wir haben folgende Kennzeichen oder Ziele hier:

Ziele des Feminismus ist

der Kampf gegen den sogenannten Sexismus, das heißt gegen die Benachteiligung oder Unterdrückung wegen des Geschlechts. Dieser Kampf führt bis zu einer Veränderung der Sprache und der Kleidung. Also Sprache will man ändern, die soll frauengerecht sein. Man hat ja die Bibel in gerechter Sprache auch umgeschrieben, auch wo nur Brüder steht, hat man einfach die Schwestern ergänzt, auch wo es nicht passt. Und ich habe mal gehört, hat mal jemand gesagt, ich habe es jetzt nicht nachgeprüft, es ist da jetzt wohl alles weiblich in dieser bibelgerechten Sprache, außer dem Teufel, den hat man männlich gelassen. Seht ihr, das ist auch Unrecht gegen die Männer, das geht auch gar nicht. Also weder Frauen noch Männer, wir müssen da fair sein miteinander. Aber hier Kampf gegen den Sexismus, Veränderung der Sprache und der Kleidung, diese Unisex-Mode, sagt man auch, das kam dann immer stärker in den 60er Jahren.

Dann auch Überwindung des Patriarchats, also der Männerherrschaft oder Vaterherrschaft wörtlich. Und dem wurden eben Männerherrschaft, Ungerechtigkeit und Unterdrückung unterstellt. Das Ziel ist die Feminisierung, also Verweiblichung der Gesellschaft. Seht ihr, da gibt es ja auch viele Jungs, die tragen dann Ketten, Ohrringe und pflegen sich und machen sich Frisuren. Also in meiner Kindheit hat man über solche gelacht. Entschuldigung, ich will niemandem zu nahe treten. Und heute, so üblich bei Jungs, auch in christlichen Gemeinden, erleben wir das, die stehen stundenlang vor dem Spiegel, länger als die Mädchen oder jungen Frauen. Was ist da passiert? Die Verweiblichung der Gesellschaft. Das Äußere wird plötzlich so wichtig, auch für die Männer. Also man kann das biblisches auch als Eitelkeit bezeichnen. Ist eigentlich Sünde, oder? Eitelkeit. Also ich sag mal so, liebe Geschwister, wenn man am Sonntag länger vor dem Spiegel steht, vor dem Gottesdienst, als auf den Gebetsknien ist, dann stimmt irgendwas nicht. Darf ich das sagen? Oh, hoppla, ja. Möge sich jeder prüfen. Manche haben natürlich komplizierte Frisuren, will ich jetzt auch gar nichts drüber sagen, aber okay.

Ja, dann, die totale Aufhebung der geschlechtsspezifischen Aufgabenverteilung ist auch ein Ziel des Feminismus. Nach Auffassung von Feministinnen wird man zur Frau nicht geboren, sondern von der Gesellschaft gemacht. Ein Buch von U. Scheu hieß 'Wir werden nicht als Mädchen geboren, wir werden dazu gemacht'. Da sind wir schon fast beim Genderismus, in dieser Aussage. Aber das ist schon ein altes Buch gewesen, schon in den 60er Jahren, da fing es ja auch schon an.

 

Man nimmt seine von Gott geschenkte biologische Geschlechtsidentität nicht mehr an. Man rebelliert dagegen. Und dann eben, und da wird es jetzt richtig zur Sünde, der nächste Punkt:

Vollkommen frei auslebbare Sexualität bis hin zu Lesbianismus und Inzest und so weiter und so fort. Alle Tabus hat man zerbrochen in dieser 68er-Bewegung. Und die damals Studenten waren, die sind heute noch älter als ich, zum Teil in den 70er, 80er Jahren schon. Wir haben heute schon die dritte Generation nach den 68ern. Da merken wir, wie die Gesellschaft schon verändert wurde. Unsere armen Kinder, denke ich oft. Wir können nur beten und ja, sie in gute christliche, bibeltreue Gemeinden mitnehmen, damit sie vor diesem Zeitgeist zumindest ein Stück weit bewahrt werden. Und dieser hemmungslosen Sexualität, dem leistet ein neuartiges Körperbewusstsein Vorschub, das an heidnische Mutterkulte und Ähnliches anknüpft. Da kommt dieses Heidentum, das Neuheidentum, bis hinein in Kirchen übrigens, die feministisch unterwandert sind.

Und dann schließlich die Schaffung des androgynen Wesens, ein Mann-weibliches Zwitterwesen der Zukunft, das die jeweils wertvollen männlichen und weiblichen Eigenschaften in sich vereinigen und das kommende Weltfriedensreich schaffen soll. Erlösung durch das neue Menschenwesen, das nicht mehr Mann und Frau ist, sondern irgend sowas, so ein Zwischending und dann vielleicht noch mit Maschinen verschmilzt. Auch sehr modern eben im Transhumanismus. Der Übermensch, der sein Gehirn etwa in einen Computer einspeist und dann ewig auf dieser Erde lebt. Und dann haben wir das erreicht Ihr werdet sein wie Gott. Aber nicht wirklich. Der Mensch bildet sich es nur ein, wir werden nie Gott sein, das lässt Gott gar nicht zu. Aber es kommt die letzte Steigerung, auch 666, die dreifach gesteigerte Zahl des Menschen. Auch interessant, diese Zahlensymbolik. Es hat ja noch mehr Bedeutungen, aber das ist eine davon. Ja, diese Potenzierung des Menschen zu Übermenschen, ein absoluter Frevel. Ich frage mich, wie Gott, wie lange Gott, unser Herr, da noch zuschaut. Aber er schickt ja auch sein Gericht zunehmend, ist ja überall zu spüren und zu sehen. Zum Feminismus bringe ich der Kürze halber einfach zwei Zitate eines früheren Kollegen von mir, den Historiker Professor Lutz von Padberg, der auch in Gießen unterrichtet. Und er hat folgendes gesagt: Ich zitiere das ganze Zitat jetzt einfach aus Zeitgründen, ohne es weiter zu kommentieren. Er sagt, „Die Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts vertrat in konsequenter Weiterentwicklung der Menschenrechte berechtigte Ziele, die in der rechtlichen Gleichstellung der Frau auch erreicht wurden. Der heutige Feminismus benutzt aufgrund fortbestehender Diskriminierungstendenzen zwar die Anknüpfung an diese Frauenbewegung als Legitimation, er verfolgt aber dennoch grundsätzlich andere Ziele.“ Jetzt könnt ihr es mitlesen. „Der Feminismus entstand im Zusammenhang mit der Studentenrevolte der 60er Jahre und dem Kampf gegen den Paragraphen 218, bundesdeutscher Abtreibungsparagraph.“ Den wollen Sie jetzt ja ganz abschaffen. Den wollen Sie jetzt ja ganz abschaffen. „Der Feminismus wurzelt ideologiegeschichtlich in den Idealen der Subkultur, der neomarxistischen Emanzipationsidee, der kritischen Theorie und der Anthropoontologie der Hoffnung von Ernst Bloch.“ Das ist jetzt nur für die Fachleute, ich will es nicht weiter erklären. „Der Feminismus lehnt in enger Affinität,“ also Nähe „zum marxistischen Sozialismus, die gegenwärtige Gesellschaft als Ausdruck eines repressiven Patriarchats, also einer unterdrückenden Vaterherrschaft radikal ab. Dabei wendet er sich besonders gegen die Familie“ - gegen die Familie. „Der Feminismus strebt eine Kulturrevolution an, deren Ziel letztlich das androgyne Wesen als neuer Mensch einer friedlichen Welteinheitsgesellschaft ist. In seinem ganzen Erscheinungsbild ist der Feminismus Ausdruck jener prometheischen,“ das heißt menschlich selbst überheblichen, „Grundhaltung. die in antichristlicher Einstellung ein determiniertes Bild,“ also begrenztes Bild, eingegrenztes Bild „der Geschichte hat, die Entfremdung des Menschen auflösen zu können glaubt und meint, meint, das Paradies auf Erden aus eigener Kraft bilden zu können.“ Zitat Ende Lutz von Padberg. Und er beschreibt da noch die Strategien, zum Beispiel die große Verweigerung, der Klassenkampf bis hin zur handgreiflichen Vernichtung der Männer bei besonders radikalen Autorinnen. Das gibt es auch solche Bücher, furchtbar, ja. Also da wird Hass geschürt. Eigentlich ist es Hassrede, was da gezüchtet wird. Und da wollen wir die Liebe Jesu entgegensetzen. Und die Liebe zwischen Mann und Frau, so wie es Gott uns schenkt. Ganz klar die Antwort: Ja, wir lieben uns, der Mann seine eigene Frau, die Frau ihren eigenen Mann. Und wir leben als Familie die Liebe Jesu aus. Die Bibel sagt ganz klar, die Geschlechter sind gleichwertig, aber nicht gleichartig. Sowohl der Mann als auch die Frau haben ihre geschlechtsspezifischen Eigenarten. Aber die Hauptstellung des Mannes, die in der Bibel auch ganz klar betont wird, Epheser 5 und andere Stellen, die darf niemals zur Unterdrückung und tyrannischen Unterjochung der Frau missbraucht werden. Das ist auch klar. Ja, soweit dazu. Zur Abtreibungsfrage ist ganz klar, das Gebot, <Du soll nicht töten> und viele andere Stellen, die das verbieten.

 

Jetzt noch letzten Minuten zum Genderismus und dann komme ich auch zum Abschluss. Das hängt nämlich ganz eng zusammen mit dem Feminismus, aber nicht nur, sondern auch mit dem Neomarxismus, mit dem Relativismus, mit der Auflösung der Werte. Genderismus von Englisch Gender Mainstreaming oder lateinisch genus, das Geschlecht. Es gibt auch den Begriff sexos für Geschlecht, biologische Geschlecht. Genus ist mehr die Art, die man sich aussucht, das selbstgewählte, soziologische Geschlecht wird gesagt. Dieser Genderismus stellt das autonom, also selbstherrlich bestimmte Geschlecht, lateinisch genus, gegen das von Gott vorgegebene biologische Geschlecht, griechisch sexos. Und dass das zum Mainstream werden soll, heißt Hauptstrom. Das bedeutet, dass dies die bestimmende Richtung in der Gesellschaft werden soll. Und es ist die Definition, die ich so formuliert habe: „Genderismus ist der vom radikalen Feminismus und Neomarxismus, also Frankfurter Schule, angestoßene selbst-überhebliche Versuch, das Geschlecht selber zu bestimmen. Mit allen Folgen, von der Veränderung der Kleidung bis hin zur operativen Geschlechtsumwandlung.“ Da sind wir jetzt angekommen. Also die Transvestismus-Kleidung und so, das reicht nicht mehr aus. Man will jetzt auch das Geschlecht um-operieren. Ich kenne selber einen Fall, wo Leute da betroffen sind in ihrer Familie, ganz schlimm. Da kriege ich Anrufe, unsere Tochter hat sich zu einem Jungen umwandeln lassen und so weiter. Was machen wir bloß? Ich sag betet und lest wieder die Bibel und könnt einfach nur beten und hoffen, dass sie sich nicht beeinflussen lässt von diesem Zeitgeist. Ja, Genderismus, der heute bis in die Politik und die Schulen hinein sehr einflussreich ist, besitzt seine Verankerung besonders in der Homosexuellen und Lesben Bewegung. Aber nicht nur dort. Aus biblischer Sicht ist Gender oder Gender Mainstreaming Sünde und zum Scheitern verurteilt, da der Mensch nicht wirklich sein ihm von Gott gegebenes biologisches Geschlecht verändern kann. Es geht nicht. Wie ist es mit dem dritten Geschlecht? Nun, es gibt Missbildungen manchmal. Da spricht man dann von Intersexualität. Die können keine Kinder bekommen. Das gibt es ja. Aber das rechtfertigt nicht, dass man jetzt von über 60 Geschlechtern da fantasiert und ähnliches. Aber es ist die einzige Ausnahme, wo auch der Herr Jesus sagt, Matthäus 19, es gibt welche, die nicht bestimmt sind also Kinder zu bekommen und so weiter. Ich sag's jetzt sinngemäß, im Matthäus 19 gibt es so eine Stelle. Aber das ist dann nicht das, was Gott eigentlich gewollt hat. Das ist eher eine Krankheit oder Missbildung. Die Menschen können auch ein glückliches Leben führen. Aber was heute getan wird, ist einfach Mann und Frau abschaffen zu wollen und alle möglichen Formen des Zusammenlebens zu propagieren. Der Mensch lehnt sich aber so gegen seinen Schöpfer auf, muss aber dabei scheitern.

Nun, die Politik der Europäischen Union, ich werde es morgen noch weiter ausführen, die schreibt leider eine solche Aufweichung christlicher Werte fest, etwa des traditionellen Verständnisses von Ehe und Familie. Im Wikipedia-Lexikon steht über die politische Dimension des Genderismus folgendes zu lesen. Ich zitiere: "Der Begriff wurde erstmals 1985 auf der dritten UN-Weltfrauenkonferenz in Nairobi diskutiert und zehn Jahre später, 1995, auf der vierten Weltfrauenkonferenz in Peking propagiert.“ Damals hat noch wahrscheinlich keiner von uns überhaupt den Begriff gekannt, da wurde es alles schon auf UN-Konferenzen diskutiert und propagiert. „Bekannt wurde Gender Mainstreaming“ steht in Wikipedia weiter, „insbesondere dadurch, dass der Amsterdamer Vertrag 1997 bis 99 das Konzept zum offiziellen Ziel der Gleichstellungspolitik der Europäischen Union machte.“ Zitat Ende.

Das ist schon der Übergang zu morgen. Wie weit bringt die Europäische Union Christenverfolgung hervor? Wenn man das mal biblisch dann sieht, wenn man Sünde, Sünde nennt, versteht ihr. Dürfen wir das überhaupt noch sagen? Also, ich lade euch ganz herzlich ein, das morgen weiter zu hören. Ja, diese Genderideologie ist leider einer der Grundwerte der Europäischen Union geworden. Ein Kreuz hat keinen Platz vor dem Europaparlament, aber ich hab hier ein Buchexemplar da, das ist ja hier in Straßburg im Europaparlament. Und hier in meinem Buch "EU-Superstaat Vatikan und neue Weltordnung" habe ich das auch abgebildet. Eine geschlechtslose Figur, zwei Figuren, die ineinander verschlungen sind, weder Mann noch Frau. Das ist das neue Symbol hier in der Europäischen Union. Dazu aber morgen mehr. Und wir finden hier eine Relativierung der Wahrheit, nicht nur die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, was ja in Ordnung wäre, sondern eine Gleichmachung, eine sozialistische Gleichmacherei, die über Gottes Schöpfungsordnung hinausgeht, also in Widerspruch dazu tritt. Und das bezeichnet die Bibel als Sünde. Nun, ich könnte jetzt hier wochenlang Ideologien behandeln: Nationalsozialismus, Kommunismus, Faschismus, Genderismus hatten wir schon. Und ich habe mal ein Ideologiehandbuch rausgegeben, das ist zurzeit leider vergriffen. Da haben wir etwa 50 Ideologien dargestellt und beurteilt aus christlicher Sicht. Ich hoffe, dass wir es wieder auflegen können als Handbuch Weltanschauungen, da weise ich drauf hin. Aber ja, wichtig ist, dass wir das Original kennen, die Heilige Schrift. Ihr müsst jetzt nicht hier die ganzen Weltanschauungen studieren, da werdet ihr nie zu Ende kommen. Dauernd neue Erfindungen und die kommen letztendlich, ich sage es mal so deutlich, von unten, aus der Welt des Verführers, des gefallenen Lichtengels. Wir müssen das Echte kennen, die Heilige Schrift, das Original. Da können wir alles prüfen. Und wenn wir fest verankert sind in Gottes Wort, dann werden wir auch bewahrt werden vor den Verführungen des Zeitgeistes und vor den Anläufen Satans. Und so wollen wir jetzt auch beten, bevor ich noch ein paar Buchhinweise gebe. Die darf man auch gerne noch übertragen. Die Buchhinweise ist vielleicht auch wichtig für den einen oder anderen. Aber wir möchten jetzt offiziell mit Gebet, möchte ich abschließen. Und dann bleibt gerne noch da noch einige Hinweise. Soweit es geht, können wir uns dazu erheben.

 

Lieber Heiland, Herr Jesus Christus, wir danken dir, dass du uns dein Wort gegeben hast, dass wir die Geister prüfen können, ob sie von Gott sind. Ja, auch die Gabe der Geisterunterscheidung schenkst du in Gemeinden. Und auch da wollen wir darauf hören, wo wir gewarnt werden vor falschen Lehren, die auch in Gemeinden eindringen wollen. Gerade auch diese ganze Gleichmachungspolitik und was alles damit zusammenhängt, die Auflösung deiner Schöpfungsordnung. Bewahre uns davor, Schenk, dass wir auf deinem schmalen Weg bleiben und das Ziel erreichen, dich, Herr Jesus Christus, zu loben in Ewigkeit. Amen.



[1]    Fügung, die einen Sachverhalt doppelt wiedergibt (z. B. nackt und bloß)