Psalm 35, 11

Das Buch der Psalmen

Kapitel: 35, Vers: 11

Psalm 35, 10
Psalm 35, 12

Luther 1984:Es treten falsche Zeugen auf; / sie fordern von mir, wovon ich nichts weiß. /
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Es treten Lügenzeugen (gegen mich) auf, / befragen mich über Dinge, von denen ich nichts weiß; /
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Es treten gewalttätige Zeugen auf-a-; / was ich nicht weiß, fragen sie mich. / -a) Psalm 27, 12.
Schlachter 1952:Es treten freche Zeugen auf, / die mich über Dinge zur Rede stellen, wovon ich nichts weiß. /
Zürcher 1931:Frevle Zeugen stehen auf; / wovon ich nichts weiss, des zeihen sie mich. /
Luther 1912:Es treten frevle Zeugen auf; die zeihen mich, des ich nicht schuldig bin.
Buber-Rosenzweig 1929:Unbillzeugen stehn auf, heischen von mir, was ich nicht kenne..
Tur-Sinai 1954:Da stehen auf des Raubes Zeugen / die ich nicht kenne, fordern was von mir. /
Luther 1545 (Original):Es tretten freuel Zeugen auff, Die zeihen mich des ich nicht schüldig bin.
Luther 1545 (hochdeutsch):Es treten frevele Zeugen auf, die zeihen mich, des ich nicht schuldig bin.
NeÜ 2021:Verlogene Zeugen sagen gegen mich aus, / sie werfen mir Verbrechen vor, von denen ich nichts weiß.
Jantzen/Jettel 2016:Es treten ungerechte Zeugen auf. Sie fragen mich, was ich nicht weiß. a)
a) Psalm 27, 12; Matthäus 26, 59 .60
English Standard Version 2001:Malicious witnesses rise up; they ask me of things that I do not know.
King James Version 1611:False witnesses did rise up; they laid to my charge [things] that I knew not.



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:35, 1: Psalm 35 ist in seiner Form eine persönliche Wehklage. Sein Kontext buchstäblicher und rechtlicher Kriegsführung beschreibt das Szenario, dass der theokratische König angeklagt und in Kürze von einer ausländischen Macht angegriffen wird, mit der er zuvor einen Bund geschlossen hatte. David trägt dem göttlichen Richter seinen »Fall« vor und bewegt sich dabei von der Klage über die Situation zu Gebet wegen dieser Lage und schließlich, als der Herr zu Recht auf die Situation reagiert, zu Lobpreis für Gottes gerechtes Eingreifen. Somit vermitteln in Psalm 35 drei Zyklen von Empörung und Erwartung die Gebete des Psalmisten über seine Widersacher zu Gott. I. Erster Zyklus: die Angriffe, die er erfuhr (35, 1-10) II. Zweiter Zyklus: der Bundesbruch, den er erlebte (35, 11-18) A. Er betet, dass Gott die Sache prüfen möge (35, 11-16) B. Er betet, dass Gott unverzüglich handeln möge (35, 17) C. Er verspricht Lobpreis (35, 18) III. Dritter Zyklus: der Spott, den er erwartete (35, 19-28) A. Er betet für Gericht über sie (35, 19-21) B. Er betet um Gerechtigkeit für sich selbst (35, 22-26) C. Er verspricht Lobpreis (35, 27.28) 35, 1 führe meine Sache … streite. Das erste freimütige Gebetsanliegen erbittet den rechtlichen Beistand Gottes (vgl. Sprüche 25, 8.9; Jesaja 3, 13), während das zweite den göttlichen Kämpfer bittet, die Kämpfe des Psalmisten für ihn zu kämpfen (z.B. 2. Mose 15, 3; 5. Mose 32, 41ff.).




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