Psalm 1, 2

Das Buch der Psalmen

Kapitel: 1, Vers: 2

Psalm 1, 1
Psalm 1, 3

Luther 1984:sondern hat Lust am Gesetz des HERRN / und -a-sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! -a) Psalm 119, 148; Josua 1, 8.
Menge 1949 (V1):vielmehr Gefallen hat am Gesetz des HErrn / und sinnt über sein Gesetz bei Tag und bei Nacht! /
Revidierte Elberfelder 1985:sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN-a- / und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht-b-! / -a) Psalm 112, 1; 119, 35; Römer 7, 22. b) Psalm 119, 15; Josua 1, 8.
Schlachter 1952:sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN / und in seinem Gesetze forscht Tag und Nacht. /
Zürcher 1931:sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn / und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht. / -Psalm 112, 1; 5. Mose 6, 7; Josua 1, 8.
Buber-Rosenzweig 1929:sondern Lust hat an SEINER Weisung, über seiner Weisung murmelt tages und nachts!
Tur-Sinai 1954:sondern: / nur nach des Ewgen Weisung geht sein Wunsch / in seiner Weisung raunt er Tag und Nacht!
Luther 1545:sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht.
NeÜ 2016:sondern Gefallen hat an der Weisung Jahwes (Siehe Vorwort des Übersetzers!) / und über sein Gesetz Tag und Nacht sinnt!
Jantzen/Jettel 2016:sondern seine Lust hat an der Weisung* 1) des HERRN 2) und in seiner Weisung* nachsinnt 3) Tag und Nacht. a)
1) Weisung thorah: Unterweisung [o.: Lehre] und/oder Anweisung; in vielen Bibelübersetzungen wird thorah mit „Gesetz“ wiedergegeben, in der gr. Üsg. und im NT mit nomos (Gesetz). Thorah kann auch die zehn Gebote, das Gesetz Moses und die fünf Bücher Moses (vgl. Lukas 24, 44) bezeichnen – oder die gesamte Gottesoffenbarung der Heiligen Schrift (Johannes 10, 34).
2) Die Aussprache des so gen. Tetragrammatons (Vierbuchstabenwortes, nämlich JHWH, so die unvokalisierte Konsonantenschreibweise dieses Gottesnamens, der über 6800 Maleachi im AT vorkommt) ist nicht gesichert. Sie muss von 2. Mose 3, 14-16 her erschlossen werden, wo Gott sagte: EHJEH ASCHER EHJEH („Ich werde sein, der ich sein werde“, bzw. „Ich bin ‹immer› der, der ich ‹ständig› bin“). Mose sollte in der 3. Person davon sprechen („er wird sein ‹und ist immer›, der er ist ‹und sein wird›“, hebr. JIHJEH ASCHER JIHJEH), also: „JIHJEH … hat mich zu euch gesandt.“ Die Schreibweise JHWH scheint zu resultieren aus den Konsonanten von JIHJEH: JHJH – nach alter Schreibweise JAHWEH, also JA- statt JI- und -WEH statt -JEH. H. von Siebenthal: „Der alte westsemitische (und somit auch hebräische) Präformativvokal ist nachweislich A (also: JA- statt, wie später, JI- für „er wird …“). Was die Buchstaben WAW (w) und JOD (J) angeht, so kommt es schon in der Überlieferung des hebräischen Bibeltextes immer wieder zu „Vertauschungen“ (die beiden ähneln sich im Hebräer stark). Auch die dahinter stehenden Laute W und J erwiesen sich im Laufe der Sprachgeschichte gleichsam als Konkurrenten. Dies zeigen z. B. die Verbparadigmen der Wurzeln mit W oder J am Anfang oder in der Mitte: Manchmal tritt da W, manchmal J in Erscheinung (siehe die entsprechenden Verbalparadigmen). Diesem „Schwanken“ zwischen W und J begegnet man auch bei der Wurzel HJH (HAJAH), „sein; werden“ (häufigste Form). So gibt es innerhalb des Bibelhebräischen neben HJH (HAJAH) die seltene Form HWH (HAWAH) mit gleicher Bedeutung. Blickt man über den Rand des Hebräischen hinaus ins Westsemitische allgemein, so ist u. a. im Aramäischen (auch im Bibelaramäischen) die Wurzelform HWH (HAWAH), nicht HJH (HAJAH), gebräuchlich. Eine Deutung des Tetragrammatons im Sinne eines QAL mit der wörtlichen Bedeutung „er wird sein; er ist immer“ (also futurisch bzw. durativisch) … scheint die Exodus-Stelle eindeutig nahezulegen.“ Die richtige Aussprache scheint demnach „JAHWEH“ zu lauten. [In Brown-Driver-Briggs, dem Standardwörterbuch in der Gesenius-Tradition im englischsprachigen Raum, heißt es: „The pronunciation JEHOVAH was unknown until 1520, when it was introduced by Galatinus; but it was contested by Le Mercier, J. Drusius, and L. Capellus, as against grammatical and historical propriety. The traditional IABE of Theodoret and Epiphanius, the JEHO-, JEHU of compound n.pr. and the contracted form JAH all favour JAHWEH […] – […] most take it as Qal of;(HAJAH = HAWAH: the one who is: i.e. the absolute and unchangeable one; the existing, ever living, as self-consistent and unchangeable; or the one ever coming into manifestation as the God of redemption, […], he will be it, i.e all that his servants look for […], he will approve himself (give evidence of being, assert his being …)” In dem heutigen internationalen Standardwörterbuch von Köhler-Baumgartner (Hebrew and Aramaic Lexicon of the Old Testament by Ludwig Koehler and Walter Baumgartner, 1994-2000 Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands) wird ebenfalls die Meinung vertreten, dass JAHWEH die ursprüngliche Aussprache war.] Das „H“ nach JA- wird aspiriert [gehaucht] ausgesprochen; die Betonung liegt auf der zweiten Silbe. Da es im Spätjudentum verboten war, Gottes Namen auszusprechen, setzten die Masoreten bei der Vokalisation unter die Konsonanten JHWH die Vokale des Wortes ADONAI („Herr“ bzw. „mein Herr“) als Erinnerungshilfe für den Leser, dass er anstelle von JHWH „ADONAI“ lesen sollte. So entstand die Schreibweise JEHOWAH (o. kurz: JEWA). Im griechischen NT kommt das Tetragrammaton nicht vor, auch keine direkte Übersetzung desselben; im NT ist der Gottesname mit KÜRIOS (Herr) wiedergegeben. Die Wiedergabe von KÜRIOS für JHWH in den ntl. AT-Zitaten ist also – ungeachtet dessen, was der ursprüngliche Beweggrund dafür war – durch den Heiligen Geist „geheiligt“ bzw. gebilligt.
3) o.: über seiner Weisung* murmelt [im Sinne von: halblaut redend nachdenkt]
a) Psalm 40, 9; 112, 1; 119, 14 .15; 119, 35; 119, 47 .48; 119, 70; 119, 97 .99; 119, 148; 5. Mose 6, 7; Josua 1, 8; Jeremia 15, 17; Römer 7, 22; 1. Petrus 2, 2
English Standard Version 2001:but his delight is in the law of the LORD, and on his law he meditates day and night.
King James Version 1611:But his delight [is] in the law of the LORD; and in his law doth he meditate day and night.