Psalm 89, 47

Das Buch der Psalmen

Kapitel: 89, Vers: 47

Psalm 89, 46
Psalm 89, 48

Luther 1984:HERR, wie lange willst du dich so verbergen / und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen? /
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Bis wann, HErr, willst du dich ganz verbergen? / bis wann soll lodern wie Feuer dein Zorn? /
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Bis wann, HERR, willst du dich immerfort verbergen, / soll wie Feuer brennen dein Zorn-a-? / -a) Psalm 79, 5.
Schlachter 1952:Wie lange, o HERR, willst du dich so verbergen? / Soll dein Zorn stets wie Feuer brennen? /
Zürcher 1931:Wie lange, o Herr, willst du dich noch verbergen, / deinen Grimm lodern lassen wie Feuer? / -Psalm 85, 6.
Luther 1912:Herr, wie lange willst du dich so gar verbergen und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen? - Psalm 85, 6.
Buber-Rosenzweig 1929:Bis wohin, DU, willst du dich in die Dauer verbergen, wird wie Feuer zünden dein Grimm?
Tur-Sinai 1954:«Bis wann wirst, Ewger, du dich dauernd bergen / wird brennen gleich dem Feuer deine Wut? /
Luther 1545 (Original):HERR, Wie lange wiltu dich so gar verbergen, Vnd deinen Grim, wie fewr, brennen lassen?
Luther 1545 (hochdeutsch):HERR, wie lange willst du dich so gar verbergen und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen?
NeÜ 2021:(47) Wie lange noch willst du dich verbergen, Jahwe, / lodert wie Feuer dein Zorn?
Jantzen/Jettel 2016:Bis wann 1), HERR, willst du dich ständig verbergen, soll wie Feuer brennen deine Grimmglut? a)
1) o.: Wie lange [noch]
a) Psalm 44, 25; 79, 2 .5; 80, 5; 85, 6; 88, 15
English Standard Version 2001:How long, O LORD? Will you hide yourself forever? How long will your wrath burn like fire?
King James Version 1611:How long, LORD? wilt thou hide thyself for ever? shall thy wrath burn like fire?



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:89, 1: Dieser Psalm beschreibt den Versuch des Autoren, die offensichtlichen Widersprüche zwischen seiner Theologie und den realen Zuständen seiner Nation zu versöhnen. In den ersten 38 Versen wiederholt er, was er für theologisch richtig hält: Gott hat Israel souverän als seine Nation erwählt und Davids Nachkommen als Regenten. Das letzte Drittel des Psalms spiegelt den Verdruss des Psalmisten darüber wider, dass die Nation verwüstet worden und die davidische Monarchie offenbar schmachvoll zugrunde gegangen ist. Man muss es dem Psalmisten hoch anrechnen, dass er sich weigert, seine Theologie wegzuerklären, sondern stattdessen die Spannung aufrecht erhält, und zwar in der Hoffnung, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt gelöst werden kann, wenn das verheißene irdische Reich unter einem Nachkommen Davids wiederaufgerichtet wird (vgl. Psalm 110; 132). I. Gottes offenkundige Treue zum Davidsbund (89, 2-38) A. Gottes Bundesliebe (89, 2-5) B. Gottes Löblichkeit (89, 6-19) C. Gottes Bund mit David (89, 20-38) II. Gottes offenbare Missachtung des Davidsbunds (89, 39-53) A. Die Wehklage des Psalmisten (89, 39-46) B. Die Bestürzung des Psalmisten (89, 47-52) C. Der Lobgesang (89, 53) 89, 1 Etan, dem Esrachiter. Das ist möglicherweise der levitische Sänger, der in 1. Chronik 6, 27 und 15, 17.19 erwähnt wird (s. Anm. zu Psalm 88, 1.). 89, 2 Gnadenerweise. S. Anm. zu Psalm 85, 7 (vgl. V. 2.14.24.28.33.49).




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