1. Petrus 1, 11

Der erste Brief des Petrus (Erster Petrusbrief)

Kapitel: 1, Vers: 11

1. Petrus 1, 10
1. Petrus 1, 12

Luther 1984 1. Petrus 1, 11:und haben geforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist Christi deutete, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat -a-die Leiden, die über Christus kommen sollten, und die Herrlichkeit danach. -a) Psalm 22; Jesaja 52, 13 - 53, 12.
Menge 1926 1. Petrus 1, 11:indem sie ausfindig zu machen suchten, welche oder was für eine Zeit es sei, auf welche der in ihnen wirkende Geist Christi hinwies, wenn er ihnen die für Christus bestimmten Leiden und seine darauf folgenden Verherrlichungen im voraus bezeugte.
Revidierte Elberfelder 1985 1. Petrus 1, 11:Sie forschten, auf welche oder auf was für eine Zeit der Geist Christi, der in ihnen war-a-, hindeutete, als er die Leiden, die auf Christus (kommen sollten)-b-, und die Herrlichkeiten danach vorher bezeugte-c-. -a) 2. Petrus 1, 21. b) Psalm 22, 2-22; Matthäus 26, 24. c) Jesaja 60, 1-7; Lukas 24, 26.
Schlachter 1952 1. Petrus 1, 11:Sie forschten, auf welche und welcherlei Zeit der Geist Christi in ihnen hindeute, der die für Christus bestimmten Leiden und die darauf folgende Herrlichkeit zuvor bezeugte.
Zürcher 1931 1. Petrus 1, 11:Sie forschten, auf welche oder auf was für eine Zeit der Geist Christi in ihnen deute, der die auf Christus wartenden Leiden und die darauffolgende Herrlichkeit vorher bezeugte. -Lukas 24, 26.
Luther 1545 1. Petrus 1, 11:und haben geforschet, auf welche und welcherlei Zeit deutete der Geist Christi, der in ihnen war, und zuvor bezeuget hat die Leiden, die in Christo sind, und die Herrlichkeit danach,
Albrecht 1912 1. Petrus 1, 11:Sie suchten auszuspüren, auf welche Zeit und Ereignisse der in ihnen wirkende Geist Christi hinweise, als er ihnen vorherbezeugte die Leiden, die Christus dulden, und die Stufen der Herrlichkeit-1-*, zu denen er danach gelangen sollte. -1) so üs. ich den Plural -+tas doxas-.++
Luther 1912 1. Petrus 1, 11:und haben geforscht, auf welche und welcherlei Zeit deutete der Geist Christi, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat -a-die Leiden, die über Christum kommen sollten, und die Herrlichkeit darnach; -a) Psalm 22; Jesaja 53.
Meister 1. Petrus 1, 11:Sie forschten, auf welchen oder was für einen Zeitpunkt kundgäbe der Geist Christi-a- in ihnen, vorausbezeugend die für Christus bestimmten Leiden-b- und die darauffolgenden Herrlichkeiten. -a) 1. Petrus 3, 19; 2. Petrus 1, 21. b) Psalm 22; Jesaja 53, 3; Daniel 9, 26; Lukas 24, 25.26.44.46; Apostelgeschichte 26, 22.23.
Menge 1926 1. Petrus 1, 11:indem sie ausfindig zu machen suchten, welche oder was für eine Zeit es sei, auf welche der in ihnen wirkende Geist Christi hinwies, wenn er ihnen die für Christus bestimmten Leiden und seine darauf folgenden Verherrlichungen im voraus bezeugte.
Nicht revidierte Elberfelder 1905 1. Petrus 1, 11:forschend, auf welche oder welcherlei Zeit der Geist Christi, der in ihnen war, hindeutete, als er von den Leiden, die auf Christum (kommen sollten), und von den Herrlichkeiten danach zuvor zeugte;
Revidierte Elberfelder 1985-1991 1. Petrus 1, 11:Sie forschten, auf welche oder auf was für eine Zeit der Geist Christi, der in ihnen war-a-, -ipf-hindeutete, als er die Leiden, die auf Christus (kommen sollten)-b-, und die Herrlichkeiten danach vorher bezeugte-c-. -a) 2. Petrus 1, 21. b) Psalm 22, 2-22; Matthäus 26, 24. c) Jesaja 60, 1-7; Lukas 24, 26.
Schlachter 1998 1. Petrus 1, 11:Sie haben nachgeforscht, auf welche und was für eine Zeit-1- der Geist des Christus in ihnen hindeutete, der die für Christus bestimmten Leiden und die darauf folgenden Herrlichkeiten zuvor bezeugte. -1) d.h. wann und von welcher Beschaffenheit der von Gott bestimmte Zeitpunkt (gr. -+kairos-) war.++
Interlinear 1979 1. Petrus 1, 11:erforschend, auf welche oder wie beschaffene Zeit hinwies der Geist Christi in ihnen vorherbezeugende die Leiden für Christus und die Herrlichkeiten danach.
NeÜ 2016 1. Petrus 1, 11:Sie forschten danach, auf welche Zeit und welche Umstände der Geist von Christus, der schon in ihnen wirkte, hinwies. Er zeigte ihnen nämlich im Voraus die Leiden, die über Christus kommen, und die Herrlichkeiten, die danach folgen würden.
Jantzen/Jettel 2016 1. Petrus 1, 11:forschend, auf °welche 1) oder °welche Art Zeit hindeutete der Geist Christi, der in ihnen war, der die für Christus [bestimmten] a)Leiden und die darauf folgenden b)Herrlichkeiten zuvor bezeugte,
a) 2. Petrus 1, 21
b) 1. Petrus 1, 21*; 5, 1; Lukas 24, 26*; Jesaja 53, 11 .12
1) Worauf bezieht sich TINA in: „EIS TINA EE POION KAIRON“? Viele englische Übersetzungen fassen TINA personenbezogen auf. Sie übersetzen entsprechend: „auf wen oder welche Zeit …“ (bzw.: „auf welche Person oder Zeit …“) Die meisten deutschen Übersetzungen beziehen sowohl TINA und POION auf KAIRON: „auf welche oder welche Art Zeit …“ Darf man TINA von KAIRON abtrennen und daher übersetzen „auf wen und auf welche Zeit“, oder müssen TINA und POION zusammen bleiben, um KAIRON zu modifizieren, also: „auf welche oder welche Art Zeit“? Walter Kaiser ging dieser Frage nach. Nach seiner Untersuchung sprechen sich die griechischen Grammatiken überwiegend für die zweite Option aus. Sie nennen es einen „tautologischen Gebrauch“ (A TAUTOLOGICAL USAGE), also: TIS = POIOS – zum Zweck der Betonung. (A. T. Robertson führt Ag 7, 49 als Beispiel an, wo TIS = POIOS.) Dass EIS TINA EE POION KAIRON nur eine einzige Frage als Gegenstand prophetischen Suchens und Erforschens behandle, nämlich die Zeit, und nicht zwei Fragen: die Person und die Zeit, das könne man aus dem Zusammenhang erfahren. Kaiser führt aus: „Fünferlei war es, dessen sich die Propheten gewiss waren, als sie ihre Texte schrieben. Sie wussten, sie sagten Folgendes voraus: 1. Der Messias werde kommen. 2. Der Messias werde leiden. 3. Der Messias werde ... verherrlicht werden. 4. Was die Reihenfolge der Ereignisse 2 und 3 betreffe, so werde das Leiden zuerst stattfinden; danach käme die Zeit der Herrlichkeit. 5. Diese Botschaft sei den Propheten enthüllt nicht nur für ihre eigene Zeit, sondern auch für eine künftige Generation – wie die der Gemeinde, an die Petrus schrieb (V. 12). Was war nun der Gegenstand, der die Gemüter der Propheten in ihrem Suchen und Forschen so erregte? Es war die Frage der ZEIT … Die Tatsache, dass die Gesichte und Weissagungen der Propheten auf ‘auf viele Tage’ (Hesekiel 12, 27) bestimmt waren bzw. auf ‘jenen Tag’ (Sacharja 3, 10), führte nur umso mehr zu der Frage: ‘Zu welcher Zeit?’ bzw. ‘Wann wird das geschehen?’ ... Trotz dessen gab es, obwohl die genaue Zeit unbekannt war, immer noch die, die wussten, dass sie auf den Messias warteten. Unter solchen Kennern waren, nebst anderen, Simeon (Lukas 2, 25-33) und Anna, die ‘auf den Trost Israels’ warteten... Diesen gelang es zu tun, was die sturen ‘Unverständigen’ auf dem Wege nach Emmaus hätten tun können aber zu tun versäumten (Lukas 24, 25-27). 1. Petrus 1, 10-12 will also nicht sagen, dass diese Männer neugierig, doch oft in Unkenntnis waren, was die eigentliche Schwere und die Bedeutung dessen, was sie schrieben und voraussagten, betraf. Ihr Suchen war nicht eines nach der BEDEUTUNG dessen, was sie schrieben; es war eine Untersuchung der zeitlichen Aspekte ihres Themas; und das ging über das hinaus, was sie schrieben.“ (Walter C. Kaiser, Jr.: „The uses of the OT in the New“; Moody Press, Chicago; S. 18-21)