Hebräer 1, 2

Der Brief an die Hebräer (Hebräerbrief)

Kapitel: 1, Vers: 2

Hebräer 1, 1
Hebräer 1, 3

Luther 1984 Hebräer 1, 2:hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum -a-Erben über alles, -b-durch den er auch die Welt gemacht hat. -a) Psalm 2, 8. b) Johannes 1, 3; Kolosser 1, 16.
Menge 1926 Hebräer 1, 2:hat er am Ende dieser Tage-1- zu uns geredet im Sohn-2-, den er zum Erben von allem-3- eingesetzt-4-, durch den er auch die Weltzeiten-5-* geschaffen hat. -1) d.h. in dieser Endzeit. 2) w: in einem, der Sohn ist, d.h. mehr als alle Propheten. 3) o: «zum Gesamterben» (o: zum Erben des Alls). 4) = bestellt. 5) o: Welten, vgl. Hebräer 11, 3.
Revidierte Elberfelder 1985 Hebräer 1, 2:hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn-1a-, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat-b-, durch den er auch die Welten-2- gemacht hat-c-; -1) d.h. in der Person des Sohnes, für dessen Einzigartigkeit der fehlende Artikel im Gr. bezeichnend ist. 2) gr. -+Aion-. a) Matthäus 14, 33. b) Psalm 2, 8; Matthäus 21, 37.38. c) V. 10;. Johannes 1, 3.
Schlachter 1952 Hebräer 1, 2:hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn-1-, 2. welchen er zum Erben von allem eingesetzt, durch welchen er auch die Weltzeiten gemacht hat; -1) o: als Sohn.++
Zürcher 1931 Hebräer 1, 2:hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet durch den Sohn, den er zum Erben von allem eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat, -Psalm 2, 8;. Johannes 1, 3; Kolosser 1, 16.
Luther 1545 Hebräer 1, 2:hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat zum Erben über alles, durch welchen er auch die Welt gemacht hat;
Albrecht 1912 Hebräer 1, 2:Jetzt aber am Ende der Tage hat er zu uns geredet durch den Sohn. Den hat er zum Erben aller Dinge bestimmt-a-, durch den hat er auch die Welt erschaffen-b-. -a) vgl. Psalm 2, 7f; Römer 8, 17; Matthäus 28, 18. b) vgl. Kolosser 1, 16;. Johannes 1, 3.++
Luther 1912 Hebräer 1, 2:hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat -a-zum Erben über alles, -b-durch welchen er auch die Welt gemacht hat; -a) Psalm 2, 8. b) Johannes 1, 3; Kolosser 1, 16.
Meister Hebräer 1, 2:am Ende dieser Tage-a- hat Er zu uns im Sohne geredet-b-, welchen Er zum Erben von allem-c- eingesetzt hat, durch den Er auch die Weltzeiten-d- gemacht hat; -a) Galater 4, 4; Epheser 1, 10; Hebräer 10, 16. b) Johannes 1, 17.18; 15, 15; Hebräer 3, 1.2.6; 9, 15; 12, 24.25; 1. Petrus 1, 11.12. c) Psalm 2, 8; Matthäus 11, 27; 21, 38; 28, 18; Römer 8, 17;. Johannes 3, 35; 13, 3; 16, 15; 17, 2; 1. Korinther 15, 27; Hebräer 2, 8; 7, 22; 8, 6; Kolosser 1, 18; Epheser 1, 22; Philipper 2, 11; Apostelgeschichte 2, 36; 10, 36; Jesaja 9, 6; Lukas 2, 11. d) Johannes 1, 3; 1. Korinther 8, 6; Kolosser 1, 16; Epheser 3, 9; V. 10; Hebräer 3, 3.4.
Menge 1926 Hebräer 1, 2:hat er am Ende dieser Tage-1- zu uns geredet im Sohn-2-, den er zum Erben von allem-3- eingesetzt-4-, durch den er auch die Weltzeiten-5- geschaffen hat. -1) d.h. in dieser Endzeit. 2) w: in einem, der Sohn ist, d.h. mehr als alle Propheten. 3) o: «zum Gesamterben» (o: zum Erben des Alls). 4) = bestellt. 5) Weltzeiten, Weltalter, Weltperioden, Welten oder Welt mit Bezug auf ihre Entwicklung in der Zeit, Weltläufe; vgl. Hebräer 11, 3.
Nicht revidierte Elberfelder 1905 Hebräer 1, 2:hat er am Ende dieser Tage zu-1- uns geredet im Sohne-2-, 2. den er gesetzt hat zum Erben aller Dinge, durch den er auch die Welten gemacht hat; -1) TR: hat er in diesen letzten Tagen zu. 2) d.h. in der -+Person- des Sohnes, nicht nur -+durch- den Sohn; es ist bezeichnend, daß der Artikel im Gr. fehlt.++
Revidierte Elberfelder 1985-1991 Hebräer 1, 2:hat er am Ende dieser Tage zu uns -a-geredet im Sohn-1a-, den er zum Erben aller Dinge -a-eingesetzt hat-b-, durch den er auch die Welten-2- gemacht hat-c-; -1) d.h. in der Person des Sohnes, für dessen Einzigartigkeit der fehlende Artikel im Gr. bezeichnend ist. 2) gr. -+Aion-. a) Matthäus 14, 33. b) Psalm 2, 8; Matthäus 21, 37.38. c) V. 10;. Johannes 1, 3.
Schlachter 1998 Hebräer 1, 2:hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn-1-, den er eingesetzt hat zum Erben-2- über alle Dinge, durch den er auch die Welten-3- geschaffen hat; -1) o: im Sohn; d.h. auch: in der Person des Sohnes. 2) o: Besitzer, d.h. hier: der Sohn besitzt und verwaltet das Erbe, das ihm vom Vater zugeteilt ist. 3) o: Weltzeiten, d.h. die Gesamtheit alles Geschaffenen.++
Interlinear 1979 Hebräer 1, 2:am Ende dieser Tage hat geredet zu uns durch Sohn, den er eingesetzt hat als Erben von allem, durch den auch er gemacht hat die Welten;
NeÜ 2016 Hebräer 1, 2:Jetzt, am Ende dieser Zeiten, sprach er durch den Sohn zu uns. Ihn hat er zum Erben über alles eingesetzt, ihn, durch den er das ganze Universum erschuf.
Jantzen/Jettel 2016 Hebräer 1, 2:redete er in diesen a)Tagen°, den letzten 1), zu uns durch °[den] b)Sohn 2), den er zum c)Erben von allem einsetzte, durch den er auch die d)Welten 3) e)machte,
a) Hebräer 9, 26; Apostelgeschichte 2, 17*; 1. Petrus 4, 7*
b) Johannes 1, 14; 1, 18
c) Matthäus 21, 38; Psalm 2, 8
d) Hebräer 11, 3
e) Hebräer 1, 10; Johannes 1, 3*
1) o.: in diesen Tagen, die die letzten [sind]; etwas strenger übersetzt kann es lauten: „in der Letzt[zeit] dieser Tage“ (EP’ ESCHATOU TOON HEEMEROON TOUTOON). Das griech. Demonstrativpronomen TOUTOON (dieser) muss auf „am Ende der Tage“ als Einheit bezogen werden. Das „Ende der Tage“ ist ein feststehender Ausdruck, den man auch im AT findet. Würde man TOUTOON nur auf die Zeit des AT (d. h., auf die Wirkungszeit der Propheten im AT) beziehen, würde dadurch zu wenig ausgesagt. Gottes Reden im Sohn geschah nicht nur am Ende der Tage der alttestamentlichen Propheten, sondern es geschah auch „am Ende der Tage“ (EP’ ESCHATOON HEEMEROON) überhaupt. Das Demonstrativpronomen TOUTOON (dieser) definiert dieses Ende. Der Wesfall „dieser“ im Ausdruck „in der Letzt[zeit] dieser Tage“ scheint hier als Gen. der Gleichsetzung aufzufassen zu sein: „in der Letzt[zeit] der Tage, [nämlich in] diesen [Tagen]“; d. h.: „in diesen Tagen, [die die] Letzt[zeit sind],“ o.: „in diesen Tagen, den letzten“. Der Ausdruck ist sinngemäß ähnlich wie „in den letzten Tagen“ (EN TAIS ESCHATAIS HEEMERAIS), wobei ergänzt wird, dass die „letzten Tage“ nicht in ferner Zukunft liegen, sondern dass sie „diese“ gegenwärtigen Tage sind, die Tage zur Zeit des Schreibers. Daher: „Nachdem Gott zu alter Zeit vielmals und auf viele Weisen zu den Vätern geredet hatte durch die Propheten, redete er am Ende, ‘in der Letzt[zeit] dieser Tage,’ (nicht nur am Ende der eben genannten alttestamentlichen Tage, sondern am heilsgeschichtlichen Ende überhaupt) zu uns durch den Sohn ...“ Der Verfasser will aufzeigen, dass nun, nachdem Gott selber im Sohn erschienen ist und sein Reden am deutlichsten war, die Abschlusszeit (nicht nur des Redens Gottes, sondern der Heilsgeschichte überhaupt) begonnen hat. Der Endzeitbezug von Hebräer 1, 2 passt in das Endzeitbild des gesamten NT. Die gegenwärtige Zeit (des Schreibers) ist die Zeit, die auf das Ende zugeht; sie wird bereits mit Endzeitbegriffen benannt, weil mit dem Kommen des Messias die Erfüllungszeit, die Endzeit, eingeläutet wurde, die Messiaszeit – mit Errichtung des Messiasreiches. Auch aus der Ag 2, 17 geht hervor, dass die Zeit ab Pfingsten als „die letzten Tage“ betitelt wird.
2) o.: in [dem] Sohn; o.: durch einen, [der] Sohn [ist]; im Gt. fehlt der Artikel vor „Sohn“. Ein griech. Nomen ohne Artikel kann im D. zusammen mit dem unbestimmten Artikel (den das Gr. nicht hat) übersetzt werden, nicht aber durchgehend. Hier z. B. könnte „durch einen Sohn“ den irrigen Eindruck erwecken, Gott hätte durch einen von mehreren Söhnen gesprochen. Andererseits kann der unbestimmte Artikel von einer Betonung sprechen. Hier könnte es dann heißen: „durch einen, [der] Sohn [war]“ (wobei [war] nicht hieße, dass er heute NICHT mehr Sohn wäre). GENAU warum ein Artikel weggelassen wird, wo man ihn erwartet hätte, kann man nicht immer erkennen. Unser Verfasser macht das einige Male, wovon die schwierigste Stelle wahrscheinlich 9, 14 wäre: „durch ewigen Geist“.
3) eigtl.: die Welten mit ihren Zeiten; für die räumliche Bedeutung von AIOON siehe Kittel, Bd. I.